Seid ihr manchmal traurig dass ihr nicht in eine wohlhabende oder berühmte Familie wie queen, Musk oder Trump reingeboren wurdet?
Wer ist noch mal "Familie queen"?
Britische Königsfamilie.
15 Antworten
Nein.
Wenn meine Familie wohlhabender gewesen wäre, wäre sicherlich vieles leichter gegangen, andererseits habe ich nun das Bewußtsein, alles, was ich heute bin und besitze, selbst erarbeitet und geschafft zu haben.
Und berühmt zu sein, davon träumen sicherlich viele Junge Menschen. Tatsächlich ist es wahrscheinlich im reellen Leben weitaus mehr Fluch als Segen, ständig im Rampenlich zu stehen und jeden Furz, den man läßt, und jede Peinlichkeit, die einem passiert, am nächsten Tag in einer Boulevardzeitschrift abgedruckt zu sehen. Man hat kein Privatleben mehr.
Da gibt es eine schöne Geschichte von Zhuang Zi ( auch Dschuang Dsï geschrieben).
10. Die SchildkröteDschuang Dsï fischte einst am Flusse Pu. Da sandte der König von Tschu zwei hohe Beamte als Boten zu ihm und ließ ihm sagen, daß er ihn mit der Ordnung seines Reiches betrauen möchte.
Dschuang Dsï behielt die Angelrute in der Hand und sprach, ohne sich umzusehen: »Ich habe gehört, daß es in Tschu eine Götterschildkröte gibt. Die ist nun schon dreitausend Jahre tot, und der König hält sie in einem Schrein mit seidenen Tüchern und birgt sie in den Hallen eines Tempels. Was meint Ihr nun, daß dieser Schildkröte lieber wäre: daß sie tot ist und ihre hinterlassenen Knochen also geehrt werden, oder daß sie noch lebte und ihren Schwanz im Schlamme nach sich zöge?«
Die beiden Beamten sprachen: »Sie würde es wohl vorziehen, zu leben und ihren Schwanz im Schlamme nach sich zu ziehen.«
Dschuang Dsï sprach: »Geht hin! Auch ich will lieber meinen Schwanz im Schlamme nach mir ziehen.«
Ich komme aus einer wohlhabenden Familie. Dass meine Familie nicht berühmt ist, finde ich sogar gut.
Als Beamte im gehobenen und mittleren Dienst gehören meine Eltern zwar (einkommenstechnisch) nicht zur Oberschicht, aber definitiv zur Oberen Mittelschicht
Vermögenstechnisch kommt meine Mutter mütterlicherseits aus einer Privatiersfamilie. Auch wenn in Folge des 2. Weltkriegs das Vermögen der Familie schon deutlich zurück gegangen ist, hat es immer für ein sorgenfreies Leben gereicht.
Das war aber lange vor meiner Zeit. Dennoch hat es mir als Kind an nichts gefehlt. Ich hatte alles bekommen, was ich wollte und wir sind oft und viel verreist. Geld hat bei uns nie eine Rolle gespielt. Meine Eltern haben mir bis zu meinem 18. Geburtstag ein kleines Vermögen zusammen gespart.
Reichtum bringt auch Probleme mit sich: Man muss zurecht Angst vor Einbrechern oder vor Entführern und Erpressern haben.
Von jedem auf der Straße erkannt zu werden, wäre der absolute Albtraum für mich.
Aber gegen moderaten Wohlstand und soziale Anerkennung habe ich nichts.
Nein, ich bin sogar froh darüber! Glaub mir die sind auch nicht glücklicher als wir. Die haben halt keine Geldsorgen, dafür aber andere Probleme. Außerdem verdirbt zu viel Geld den Charakter!!! 😉