Münchner Restaurant spendet Trinkgeld statt dass es den Mitarbeitern gegeben wird?

4 Antworten

Das muss eine Entscheidung der Mitarbeiter sein, das ist ihr Geld. Der Chef kann das nicht einfach vorgeben.

Ich würde davon ausgehen das die Mitarbeiter im Gegenzug höhere Stundenlöhne bekommen, so das sie dann im Schnitt genausoviel bekommen wie bei durchschnittlichem Trinkgeld. Denn ansonsten würden die Mitarbeiter ziemlich schnell wechseln.

Also kannst du einfach ruhigen Gewissens auch hingehen ohne Trinkgeld zu geben.


oe3fan90 
Beitragsersteller
 14.03.2025, 08:31

Das könnte ich mir vielleicht überlegen. Aber wie gesagt, ich muss es nur noch durch den Kopf gehen lassen. Danke dir trotzdem.

Wenn die Mitarbeiter das vorher wissen und das Gehalt gut genug ist, finde ich das ok.
In vielen Restaurants bekommen übrigens nicht alleine die Personen das Trinkgeld, denen ihr es gebt, sondern es wird unter allen Mitarbeitern aufgeteilt, so dass auch die Leute in der Küche usw. etwas davon haben.


oe3fan90 
Beitragsersteller
 13.03.2025, 17:23

Das mit dem aufteilen unter den Mitarbeitern ist ja noch okay. Auch die Küche sollte meines Erachtens davon ein bisschen was abkriegen.

Aber dass der Chef einfach sagt: das Trinkgeld wird gespendet, und zwar genau hier und dahin, aus basta fertig, das ist nicht rechtens!

Ich weiß nicht, wie gut dort die Gehälter sind, ich arbeite dort nicht.

Auf jeden Fall bin ich nicht zufrieden mit der Organisation, an welche es gespendet wird, Denn entweder es werden Schwerbehinderte Leute überhaupt gar nicht genommen, dort in dieser so genannten gemeinnützigen Organisation, und selbst wenn sie dort genommen werden, verdienen Sie nicht wirklich viel. Das ist sowas ähnliches wie eine Behinderten Werkstätte. Und vielleicht weiß man da ja, wie wenig man da verdient. Allein deswegen bin ich nicht zufrieden.

Das Trinkgeld ist eine zusätzliche Leistung des Kunden für den Service und eine kleine Dankbarkeit dafür. Das habe ich recherchiert.

esisthalbzwei  13.03.2025, 20:47
@oe3fan90

wie gesagt, ich finde es ok, wenn die Mitarbeiter es wissen, bevor sie dort anfangen zu arbeiten, denn dann entscheiden sie selbst, das Trinkgeld zu spenden.
Wenn es der Chef nachträglich entscheidet ("Basta"), dann finde ich das auch nicht ok.
In vielen Fällen ist aber das Grundgehalt so niedrig, dass man das Trinkgeld braucht, daher muss das Grundgehalt schon gut sein.

Das Restaurant darf mit seinem Geld natürlich machen was es will.

Wenn du neidisch auf die Organisation bist die die Kohle bekommt, dann gib halt kein Trinkgeld.


T3Fahrer  13.03.2025, 18:01

So einfach ist das nicht. Es ist das (Trink)Geld der Mitarbeiter, nicht des Chefs. Letzterer darf das nicht einfach im Alleingang entscheiden.

oe3fan90 
Beitragsersteller
 13.03.2025, 17:26

Allerdings habe ich gerade eben recherchiert, dass Trinkgelder ausschließlich den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Manchmal wird es im Restaurant aufgeteilt und die Küche kriegt was davon ab. Das ist noch nachvollziehbar, auch die Küche soll ein bisschen Dankbarkeit erfahren.

Aber mehrere Internetseiten von Anwaltskanzlei schreiben ganz deutlich: Trinkgelder stehen in erster Linie dann Kellnern zu, Als Dankbarkeit für deren Service. Der Kunde händigt den Kellner das Trinkgeld persönlich aus, dafür, dass er es auch persönlich bekommt.

Also ist das eigentlich nicht okay oder? Aber wenn nicht: wo melde ich das dann?

Ich kann da nämlich nicht mit zusehen, ich hab mich als Schwerbehinderte bei der Organisation schon aber Tausende Male beworben, und bin nicht genommen worden – wieso soll ich dahin noch überhaupt irgendeinen Cent hin spenden?

Und ich weiß auch nicht, ob das Restaurant nicht die Preise vielleicht doch ein bisschen teurer macht dafür, dass sie auch ohne Trinkgeld ein bisschen was spenden können? Das weiß ich nämlich nicht und daher kann ich es im Moment nicht vertreten, solange es noch so gehandhabt wird.

Bernd1Stromberg  13.03.2025, 17:36
@oe3fan90

Nochmal: Die machen mit ihrem Geld, was sie wollen. Wenn dir das nicht passt, gibst du ihnen keins. Geh einfach woanders essen.