Kinder bestrafen?

12 Antworten

Früher, vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurden Kinder oft strenger bestraft als heute. Die Erziehung war stark autoritär geprägt und körperliche Strafen waren weit verbreitet. In den Schulen waren die Lehrer befugt, die Kinder zu schlagen oder auf andere körperliche Weise zu bestrafen.

Auch zu Hause waren körperliche Strafen nicht unüblich und wurden von vielen Eltern als Teil der Erziehung angesehen.

Neben körperlichen Strafen gab es auch psychische Bestrafungen wie das Aussetzen von sozialen Aktivitäten oder das Verhängen von Verboten. In einigen Fällen wurden Kinder, die als ungehorsam oder schwierig galten, in Erziehungsanstalten oder Arbeitshäuser eingewiesen, wo sie oft unter harten Bedingungen leben mussten.

Im Laufe der Zeit und mit dem Wandel der Erziehungsmethoden wurden diese Praktiken aber zunehmend in Frage gestellt und kritisiert.

Es ist wichtig, die Gründe für das Verhalten des Kindes zu verstehen. Mglw. gibt es zugrunde liegende Probleme wie familiäre Schwierigkeiten oder soziale Konflikte.

Bestrafungen in der Erziehung können sowohl positive als auch negative Folgen haben.

Bestrafungen können dazu führen, dass unerwünschtes Verhalten kurzfristig unterdrückt wird.

Kinder können Angst und Stress entwickeln, was ihre emotionale und psychische Gesundheit beeinträchtigen kann.

Kinder, die häufig bestraft werden, neigen mglw. dazu, selbst aggressives Verhalten zu zeigen.

Die Beziehung zwischen Eltern und Kind kann durch häufige Bestrafungen belastet werden, was zu einem Vertrauensverlust führen kann.

Wiederholte Bestrafungen können das Selbstwertgefühl eines Kindes negativ beeinflussen.

Kinder könnten lernen, unerwünschtes Verhalten zu vermeiden, anstatt zu verstehen, warum es falsch ist.

In manchen Fällen können Strafen zu Trotz und Rebellion führen, vor allem bei älteren Kindern und Jugendlichen.

Wenn die Erziehung von Kindern vorwiegend auf Bestrafung basiert, kann es schwierig sein, eine innere moralische Orientierung zu entwickeln.

Wichtig ist, dass die Erziehung nicht nur auf Bestrafung, sondern auch auf positiver Verstärkung und konstruktiver Kommunikation basiert.

Pauline, das Versohlen von Kindern, auch als körperliche Bestrafung bekannt, ist ein umstrittenes Thema.

In manchen Kulturkreisen und Familien wird sie als eine Form der Disziplinierung angesehen, um unerwünschtes Verhalten zu korrigieren. Eltern, die diese Methode anwenden, glauben oft, dass sie dadurch den Kindern Grenzen setzen und ihnen Respekt beibringen.

In Deutschland ist körperliche Bestrafung aber rechtlich nicht erlaubt. Kinder haben Anspruch auf eine respektvolle und gewaltfreie Erziehung. Gesetzlich ist dies in § 1631 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) verankert.

Um Kinder zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu erziehen, haben Eltern durchaus das Recht, Fehlverhalten zu sanktionieren. Wichtig ist aber, dass dies unter Ausschluss von Gewalt, körperlicher Bestrafung, seelischer Verletzung und anderen entwürdigenden Maßnahmen geschieht.

Der Hausarrest könne als eine Form der Freiheitsberaubung angesehen werden, die in vielen Fällen eine Verletzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen darstelle.

Solange das Kind noch nicht 18 Jahre alt ist, ist Hausarrest erlaubt, aber nur, wenn er keine psychische Gewalt darstellt.

Auf keinen Fall darf übertrieben werden. Es ist verboten, das Kind über längere Zeit in einem Zimmer oder in der Wohnung einzusperren.

Ich persönlich halte einen Monat Hausarrest für unangemessen, insbesondere für ein 8-jähriges Kind.

Als Elternteil hast du das Recht, Fernsehen, Internet oder Handy zu verbieten. Auch wenn das Kind für die Schule etwas im Internet recherchieren muss. Bei Konflikten kann der Lehrer oder das Jugendamt vermitteln.

Du hast auch das Recht, von deinem Kind Mithilfe im Haushalt zu verlangen. Der Gesetzgeber geht sogar davon aus, dass das Kind als Gegenleistung für die elterliche Fürsorge bei allen im Haushalt anfallenden Arbeiten, auch bei der Betreuung von Geschwistern mithelfen kann. Zumutbar sind bis zu sieben Stunden pro Woche.

Generell sollte die Erziehung auf positiven Verstärkungen und nicht auf Bestrafungen beruhen wie hier auch schon erwähnt.

Es ist wichtig, das Bewusstsein für gewaltfreie Erziehung zu schärfen und Eltern bei der Suche nach besseren Wegen im Umgang mit dem Verhalten ihrer Kinder zu unterstützen.

hey also ich find es wichtig dass sie die Konsequenzen kapiert aber zu hartes Bestrafen ist nicht der Weg vielleicht einfach Fernseherverbot und ein bisschen Hausarbeit klar dass sie lernen muss aber gleichzeitig nicht ihr ganzes Leben chillen sollte :) 

MrAnswers

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Familie ? Hört sich gut an

Ich würde mein Kind in diesem Fall gar nicht bestrafen. Ich würde mit ihm über die Situation reden, es erzählen lassen, wie es zu der Situation gekommen ist und gemeinsam überlegen, wie man aufkommende Wut dämpfen kann, wie man solche Situationen deeskaliert.

Eine Strafe nützt hier meiner Meinung nach gar nichts. In der Schule wurde sie schon bestraft - damit ist dann auch mal gut.

Bedenke: sie ist 8 Jahre alt. Da ist man noch nicht in jeder Situation entspannt und abgeklärt. Sie muss einsehen, dass sie nicht richtig reagiert hat - was ja wohl der Fall ist.

Also ich würde immer von "Bestrafen" absehen, wichtiger ist es das es logische Konsequenzen gibt, für ein Verhalten das man nicht tolerieren kann.

Bestrafungen sind dafür meist nicht geeignet, da sie mit der Tat nichts zu tun haben, und auch nicht aufzeigen wie man sich besser verhalten könnte.

Das mit der Entschuldigung war ja schon gut, und das klärende Gespräch auch.