Pauline, das Versohlen von Kindern, auch als körperliche Bestrafung bekannt, ist ein umstrittenes Thema.
In manchen Kulturkreisen und Familien wird sie als eine Form der Disziplinierung angesehen, um unerwünschtes Verhalten zu korrigieren. Eltern, die diese Methode anwenden, glauben oft, dass sie dadurch den Kindern Grenzen setzen und ihnen Respekt beibringen.
In Deutschland ist körperliche Bestrafung aber rechtlich nicht erlaubt. Kinder haben Anspruch auf eine respektvolle und gewaltfreie Erziehung. Gesetzlich ist dies in § 1631 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) verankert.
Um Kinder zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu erziehen, haben Eltern durchaus das Recht, Fehlverhalten zu sanktionieren. Wichtig ist aber, dass dies unter Ausschluss von Gewalt, körperlicher Bestrafung, seelischer Verletzung und anderen entwürdigenden Maßnahmen geschieht.
Der Hausarrest könne als eine Form der Freiheitsberaubung angesehen werden, die in vielen Fällen eine Verletzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen darstelle.
Solange das Kind noch nicht 18 Jahre alt ist, ist Hausarrest erlaubt, aber nur, wenn er keine psychische Gewalt darstellt.
Auf keinen Fall darf übertrieben werden. Es ist verboten, das Kind über längere Zeit in einem Zimmer oder in der Wohnung einzusperren.
Ich persönlich halte einen Monat Hausarrest für unangemessen, insbesondere für ein 8-jähriges Kind.
Als Elternteil hast du das Recht, Fernsehen, Internet oder Handy zu verbieten. Auch wenn das Kind für die Schule etwas im Internet recherchieren muss. Bei Konflikten kann der Lehrer oder das Jugendamt vermitteln.
Du hast auch das Recht, von deinem Kind Mithilfe im Haushalt zu verlangen. Der Gesetzgeber geht sogar davon aus, dass das Kind als Gegenleistung für die elterliche Fürsorge bei allen im Haushalt anfallenden Arbeiten, auch bei der Betreuung von Geschwistern mithelfen kann. Zumutbar sind bis zu sieben Stunden pro Woche.
Generell sollte die Erziehung auf positiven Verstärkungen und nicht auf Bestrafungen beruhen wie hier auch schon erwähnt.
Es ist wichtig, das Bewusstsein für gewaltfreie Erziehung zu schärfen und Eltern bei der Suche nach besseren Wegen im Umgang mit dem Verhalten ihrer Kinder zu unterstützen.