Honiggurami Pärchen verändert das Verhalten?
In einem meiner Becken halte ich zwei Honigguramis, pärchenweise. Es sind Männchen und Weibchen, sie haben auch schon mal ein Schmaumnest gebaut und Nachwuchs bekommen. Seit 6 Monaten ging das eigentlich ziemlich gut.
Aber seit neuestem ist das Weibchen sehr blass geworden, versteckt sich viel, kommt nicht oft raus. Manchmal, wenn es dann rauskommt, ist zu beobachten wie das Männchen dem Weibchen nachjagt. Ist bestimmt stressig, aber eigentlich ja kein atypisches Verhalten. Jetzt habe ich aber auch bemerkt das die Schwanzflosse des Weibchens angeknabbert zu sein scheint. Das kann nur das Männchen gewesen sein, es gibt zwar anderen Besatz, der ist hier aber irrelevant.
Gibt es eine Erklärung warum das auf einmal so ist? Ich würde noch nicht sagen das das Stadium des Weibchens sehr kritisch ist, aber wenn das so weiter geht, denke ich nicht das es das ewig durchhält, gerade auch weil es füttern extrem das Nachsehen hat. Funktioniert Pärchenhaltung auf Dauer nicht? Sollte ich einfach mehr Versteckmöglichkeiten einbauen? Braucht es mehr Weibchen auf ein Männchen?(Habe ich bei Honigguramis noch nie gehört, ist ja aber durchaus bei vielen Fischen der Fall)
1 Antwort
Funktioniert Pärchenhaltung auf Dauer nicht?
Ja. Manchmal auf die Dauer nicht.
Das Männchen wird das Weibchen töten.
Sollte ich einfach mehr Versteckmöglichkeiten einbauen? Braucht es mehr Weibchen auf ein Männchen?
Nein.
Du musst einen der beiden langfrsitig und sofort aus dem Becken rausnehmen, zunächst in eine "Notunterkunft" und dann einzeln in einem kleineren Aquarium halten wie einen Kampffisch.
So etwas kann bei fast allen Kletterfischen passieren, ganz besonders bei der Paarhaltung. Es ist nicht schlimm.
Kletterfische bilden keine dauerhaften Paare.
Natürlich kann man das, hab ich und haben andere auch schon zu genüge gemacht.
Ist ja besser als sterben? Oder ist doch logisch.
Außerdem kann man ja auch mal probieren ob sie sich zeitweise wieder vertragen nächsten Sommer oder so.
Die Leute haben immer nur so einen Heidenrespekt davor weil keiner mehr gewöhnt ist ein Aquarium einfach einzurichten und die Wassertests mal zu unterlassen.
Du musst die Fische auch jetzt trennen. In 3 4 Tagen kann es gut zu spät sein.
Welchen du rausnimmst ist eigentlich fast egal ich würd aber das Männchen rausnehmen. Da das Männchen revierbildend ist macht es sich idr. besser in nem kleinen Becken.
Dazu benötigst du 3 Liter Wasser oder mehr, die bei (absolutes Minimum) 16 Grad stehen, besser ü 20 Grad und einen hohen Rand wo man nicht rausspringen kann. Das war es. Das kann also auch ein großer Blumentopf oder ein Eimer sein. Das ist einfach und nicht grenzwertig, Fische nur nicht darin überfüttern oder unterkühlen (Wasserwechselwasser niemals kalt).
Obwohl nicht ideal wird eine Wassertemperatur von 20 Grad gut vertragen. 16-18 Grad ist notdürftig ok für eine Zeit, je näher an 10 Grad desto schneller tödlich.
Sicher das das so akut muss? Das Männchen jagt das Weibchen jetzt nicht durchgängig oder so, mit gezielter Fütterung bekommt das Weibchen auch schon was ab. Wenn es sich am Beckenrand aufhält geht es relativ friedlich zu.
Nein natürlich nicht sicher. Aber dir ist etwas aufgefallen, einschließlich einer mittelschweren Verletzung.
Ich kann dir nur 4 Sachen sagen
1. Das ist normal; das klappt oft nicht
2. Ja, es ist wahrscheinlich dass das Männchen das Weibchen umbringt
3. Das liegt daran dass Fadenfische keine Paare bilden, es handelt sich um ein Konstrukt der "Gesellschaftsbeckerei" der 1970iger bis 2000er.
4. Ich wette meinen Hintern darauf dass du dir zu viele Gedanken darum machst dass die Fische irgendwie einsam wären einerseits und dass du zweitens den Aufwand überschätzt ein neues Becken für das Männchen einzurichten. Man muss Aquarien nicht aufwändig einrichten mit 20 Pflanzenarten, tiefem Boden, Einlaufphase usw.
Diese Fische wiegen etwa doppelt so viel wie ein Betta splendens. Die übliche Haltung für Zuchttiere und Jungmännchen in Asien ist eine Flasche mit 500 ml Wasser. Das will ich dir ja nicht mal verkaufen. Aber selbst das funktioniert.
Ich habe früher immer Aquarienratgeber gelesen und mich tatsächlich viel von gutefrage Nutzern beeinflussen lassen. dsupper, Norina, kennst du vielleicht. Da habe ich glaube ich echt ein falsches "mindset" bekommen, ein lässigerer Blick auf Aquaristik ist sicherlich angebrachter, aber ich tue mich da eben etwas schwer, den Großteil den ich gelesen habe, zu vergessen. Ich glaube kaum das es den Fisch großartig interessiert ob er alleine ist, da würde man Fischen eine zu hohe Intelligenz(oder Sozialkompetenz) anrechnen, aber Kosten spielen auch eine Rolle. Ich bin Student, habe keinen eigenen Verdienst, und unter 60 Euro sehe ich hier nicht viele Chancen. Hört sich vielleicht nach nicht viel an, aber ist schon eine bedenkliche Summe für mich.
Ich glaube dir wohl, aber solche Haltungen sind ziemlich befremdlich, wenn man sie noch nie durchgeführt hat. Auch ein betta auf 10 Liter würde mir dubios erscheinen, auch wenn ich weiß das nichts daran falsch ist. Ich bin bereits auf der Suche nach Becken, 15-25 Liter, wenn ich was gutes finde dann wird das wohl ein erster Schritt sein, der mir hilft, dieses Gedankengut zu überwinden
Da habe ich glaube ich echt ein falsches "mindset" bekommen, ein lässigerer Blick auf Aquaristik ist sicherlich angebrachter, aber ich tue mich da eben etwas schwer, den Großteil den ich gelesen habe, zu vergessen.
Hi hi ich bedränge die Leute immer so 😁. Ich bin so ungeduldig und will immer alles besser wissen. Es gibt aber wirklich einige so "Leitsätze" die wenig bewirken außer dass die Leute sich Dinge nicht trauen.
Ich bin Student, habe keinen eigenen Verdienst, und unter 60 Euro sehe ich hier nicht viele Chancen. Hört sich vielleicht nach nicht viel an, aber ist schon eine bedenkliche Summe für mich.
Wie gesagt: Mach einen Sport draus es irgendwie für 30 Euro hinzukriegen, dh. keinerlei Geld für Software (selbst suchen/ erbetteln aus Pflanzenüberschuss anderer) und Hardware gebraucht anschaffen.
Auch ein betta auf 10 Liter würde mir dubios erscheinen, auch wenn ich weiß das nichts daran falsch ist.
Das kann ich verstehen, es ist tatsächlich auch Meinungssache. Ich möchte nicht darauf bestehen, dass es prinzipiell eine gute Idee ist z.B. jetzt eben den Honiggurami in einem kleinen Aquarium zu halten. Aber. Das hast du ja ursprünglich gar nicht versucht; es ist nur jetzt die beste und verhältnismäßigiste Lösung imho, da es dem Fisch nicht objektiv schadet.
Ich habe momentan keines über. Kannst du etwas günstiges empfehlen?
Eigentlich nicht; ich kenne mich mit Sets nicht aus.
Ich würde einfach ein 25 l Becken kaufen oder so eins und einen 15 Watt Heizstab.
Ein Filter wäre Unsinn.
Oder halt 25 l Becken Heizstab Schreibtischlampe
Du kannst auch auf dem Gebrauchtmarkt gucken. Da gibt es alles günstiger oft auch 30 l Nanos.
Sollte ich das Weibchen das Vergesellschaften? Mit einem(oder mehreren) anderen Honiggurami Weibchen? Oder kommt das alleine zurecht, obwohl "Gesellschaftsbecken"?
Und wie oft sollte ich Wasserwechsel machen wenn ich keinen Filter verwende? Ich habe noch nie ein Aquarium ohne Filter gehabt
Mal eine andere Idee, wie wäre es mit einer Trannwand im Becken? Eine Plexiglasscheibe oder ähnliches, die beide Tiere räumlich von einander trennt? Da die Honigguramis die größten Tiere im Becken sind, wäre es möglich die Scheibe mit Löchern zu versehen, durch die alle anderen Tiere durchpassen. Würden sich die Guramis dadurchquetschen können/das überhaupt versuchen? Ich habe das Männchen vorläufig separiert, aber diese Lösung scheint mir möglich, wäre sicherlich weniger umständlich als ein neues Aquarium zu beschaffen.
Kann man machen wie man will. Risiko bei nachbesetzen: Geschlechtsunterschiede sind im Händlerbecken klein oft, und evtl. holt man sich ne Krankheit.
Und dazu: Auch die Weibchen aind Individuen. Manchmal sind Weibchen extrem aggressiv.
Also eher allein lassen.
So oft wie ohne Filter oder minimal öfter, ca. 1 kräftiger Wasserwechsel alle 7-10 Tage.
Filter sind ganz oft unnötig und haben wenig Einfluss auf Wasserwechsel.
Es ist leicht. Nicht schwer.
Im Prinzip klar warum nicht. Praktisch aber scheiße. Kannst du die Durchlässe so gestalten dass sie leicht zu finden sind und die richtigen Fische leicht durchpassen?
Ich würd es nicht empfehlen eben deshalb weil die Durchlässe sich so kaum gestalten lassen.
Was ist denn so aufwändig an nem neuen Aquarium? Das liegt wahrsxheinlich wieder daran dass man an das übliche Anfänger- und Zoohandelprozedere mit Wasserwerten, Einfahren lassen, tiefem Bodengrund usw. denkt.
Das aufwendigste ist hier die Beschaffung. Ich muss ein neues kaufen, Heizstab kaufen, Bodengrund kaufen, Pflanzen kaufen, evtl. Licht und Abdeckung kaufen. Beim Einfahren keine Ahnung, ich würde es erstmal nicht machen und dann ab und an Nitrit messen, Nitritpeak ist denke ich schon ne Sache die man bedenken sollte. Wasserwerte mache ich mir keine großen Gedanken zu, außer eben Stoffe die für Fische giftig sind. Größtenteils Nitrit, manchmal vielleicht Ammoniak. Ich hatte auch schon mal ein Aq bei dem fast alle an Schwefel gestorben sind, aber das misst man ja sowieso nicht.
Ich muss ein neues kaufen, Heizstab kaufen, Bodengrund kaufen, Pflanzen kaufen, evtl. Licht und Abdeckung kaufen.
Mach dir einen Sport daraus das mit 30 Euro abzuhaken. Das geht. Nur nicht neu. Den Bodengrund kannst du sammeln bzw. irgendwo ne Tüte Sand nehmen. Es muss nicht immer ein tiefer Bodengrund sein. Du könntest auch oder stattdessen keinen Bodengrund und/oder Laubboden nehmen.
Pflanzen können ausschlißelich Aufsitzer und Schwimmpflanzen oder treibende Stängelpflanzen sein. Pflanzen kriegst du in Internetforen, Facebookgruppen o.ä. gegen Porto.
evtl. Licht und Abdeckung kaufen.
Genau; evtl.
Oder auch nicht.
Wenn die Wohnung es erlaubt.
Nitrit messen, Nitritpeak ist denke ich schon ne Sache die man bedenken sollte.
Ich sag es mal so; es ist sehr schwierig einen Fadenfisch in Leitungswasser mit Nitrit umzubringen. Dazu müsste man Nitrit ins Becken hineintun. Die drei Krümel Futter und die Pflanzen reichen dazu nicht.
Ich hatte auch schon mal ein Aq bei dem fast alle an Schwefel gestorben sind, aber das misst man ja sowieso nicht.
Ja eben. Genau deshalb mess ich kein Nitrit. Und weil Nitrit nicht besonders giftig ist :-) solange Chloridionen im Wasser sind wie in fast jedem Leitungswasser. Die wirken ca. 1:1 als Gegengift.
Und du meinst man kann die auch so in Einzelhaltung halten?