Hattet ihr schon mal einen Todesfall in der Firma?

5 Antworten

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Ich gehe noch zur Schule, aber dort gab es leider auch schon ein paar Todesfälle, auch letztes Jahr. Unser Direktor hat eine Trauerfeier und einen Gedenkraum veranlasst, sowie einen Marsch zu den Gräbern der Schüler, an denen ganz viele Trauerkränze gelegt wurden. Wie bei euch mit dem Tod des Kollegen umgegangen wurde, finde ich ziemlich erschreckend, schließlich ist das nichts, was man mal eben so auf die leichte Schulter nehmen könnte, selbst wenn man denjenigen nicht persönlich kannte.


PepiamStart 
Beitragsersteller
 13.05.2022, 12:31

Alle kannten den Kollegen, der sehr schwer krank war. Es war einer der beliebtesten Menschen in der Firma, daher komme ich darauf auch nicht klar.

Das mit den Todesfällen in deiner Schule tut mir sehr leid.

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Sunrise125  13.05.2022, 12:34
@PepiamStart

Wirklich einfach nur schrecklich, wie kann man einen so geliebten Menschen so lieblos gehen lassen? Auch, wenn der Schmerz bei vielen vielleicht zu tief saß, wäre das keine Ausrede dafür.

Danke, ebenfalls mein Beileid.

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Wenn MA des Betriebs sterben, egal ob Unfall oder Krankheit, gehen i.d.R. die Kollegen zur Beerdigung und aus der Chefetage kommt mindestens die Personalchefin, oft auch einer der Geschäftsführer.

Außerdem gibt es für die Angehörigen außer einer Beileidskarte von der "Obrigkeit" auch eine finanzielle Zuwendung.

Als vor 1 1/2 Jahren mein Mann gestorben ist (kein MA des Betriebs), waren außer meinen engsten Kollegen und Kolleginnen (es wurde auf meinen Wunsch nicht publik gemacht) die Personalchefin, ein Geschäftsführer und zwei Personen der Inhaberfamilie bei der Beisetzung, der zweite Geschäftsführer war auf einer Geschäftsreise und hat mir eine Mail geschickt und sich für seine Abwesenheit entschuldigt (Geld gab es auch).


PepiamStart 
Beitragsersteller
 13.05.2022, 15:20

Wertschätzung - und genau so sollte es auch sein. Dein Betrieb ist vorbildlich, davon könnte sich meiner mehr als eine Scheibe abschneiden.

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Hexle2  13.05.2022, 17:22
@PepiamStart

Es ist ein Familienbetrieb und die Erben des Firmengründers (den habe ich noch gekannt), führen ihn in seinem Sinne fort, obwohl sich der Betrieb seit seinem Tod um ca. das vierfache vergrößert hat.

Auch bei uns ist nicht alles toll, es gibt aber noch Menschlichkeit und die Mitarbeiter sind nicht nur eine Personalnummer

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Das finde ich armselig. Da sieht man, wie wenig der Mensch geschätzt wird, wenn seine Arbeitskraft nachlässt bzw. ganz ausfällt.

In unserer Firma wurde allen frei gestellt, ob sie an der Beerdigung des verstorbenen Geschäftsführers teilnehmen wollen. Die anderen GF und so gut wie alle Mitarbeiter waren anwesend und erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre.


PepiamStart 
Beitragsersteller
 13.05.2022, 15:23

Er wird in seiner Heimatstadt beerdigt, das wäre eine sehr weite Anreise. Genau deshalb finde ich die Geste Trauerkranz umso wichtiger. Dein Betrieb ist ein weiterer, der vorbildlicher ist als meiner.

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Das ist echt traurig. Als meine Kolleginn verunglückt ist, war die halbe Firma am Grab. Hundert Leute ungefähr.


PepiamStart 
Beitragsersteller
 13.05.2022, 12:26

Stichwort Wertschätzung. So etwas habe ich auch erwartet.

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Wenn du den Verstorbenen nicht kanntest, steht dir leider kein Urteil zu.
Es ist durchaus möglich, dass er ein Bremser und Stinkstiefel war.


Schwester23  13.05.2022, 18:11

Selbst wenn er ein Br.. und Sti,.. gewesen wäre, Toten sagt man nichts Schlechtes nach. Lass Dir das mal durch den Kopf gehen

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PepiamStart 
Beitragsersteller
 13.05.2022, 12:29

Dem war nicht so. Selbst wenn es so wäre, würde die Pietät und Vorbildfunktion so ein Verhalten nicht rechtfertigen.

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sexy1111  13.05.2022, 12:57
@PepiamStart

Pietät heißt auf lateinisch Frömmigkeit und vor Frömmlern schütze mich Gott. Vorbildfunktion? Für wen denn? Für die Bosse etwa? Vielleicht hat sich der Beerdigte ja gewünscht, dass einmal sich alle ehrlich von ihm verabschieden.

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