Warum ist es besser zuerst arm zu sein bevor man reich wird?
Kann jemand, der einmal wenig Geld hatte nicht besser wertschätzen, was Reichtum bedeutet?
Besser als was??
Besser als in Reichtum geboren zu sein und es als selbstverständlich zu betrachten.
9 Antworten
Sich selbst etwas aufzubauen, ist eine andere Geschichte als "von Beruf Sohn".
Selbst ein Geldgewinn (z.B. Lotto) wird anders verpackt, wenn man weiß, wie es ist, nicht viel Geld zu haben.
Es ist nicht nur die Wertschätzung, es ist auch der Umgang mit Geld, der so viel umsichtiger ablaufen würde.
Wer einmal Armut erfahren hat, lernt als wohlhabender Mensch den wahren Wert der Dinge mehr zu schätzen als jemand, der im Überfluss aufgewachsen ist und für den Luxus selbstverständlich ist. Diese Erfahrung schärft das Bewusstsein für die Vergänglichkeit materieller Güter und fördert eine tiefere Dankbarkeit für Privilegien und Annehmlichkeiten. Zudem entwickelt sich oft eine stärkere Empathie und ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse anderer, was das soziale Verantwortungsbewusstsein stärkt.
Der, der sich selber alles erarbeitet hat und selber nichts hatte, der ist tendenziell eine deutlichere bessere Person als der typische "Hab-alles-von-Vati-geschenkt-bekommen-"Typ.
Ist wie mit Einzelkindern. Die sind tendenziell auch deutlich schwieriger als Personen mit Geschwistern. Die Erziehung macht sehr viel aus.
Generell kann man das nicht sagen. Aber meist können Leute, die mal mit weniger Geld auskommen musste, viel Geld besser "schätzen".
Nicht unbedingt. Dass Geld den Charakter verdirbt, sieht man nach meiner Erfahrung häufiger bei Neureichen, als bei Familien die schon seit Generationen wohlhabend sind.
Dass jemand es richtig raushängen lässt, wie viel Geld er hat, sieht man vor allem bei Leuten die erst neu zu Reichtum gekommen sind. Man vergisst dann sehr schnell wo man her kommt…
Leute die schon immer Geld hatten, sind oftmals super entspannt, gut erzogen und haben es nicht nötig irgendjemandem was zu beweisen.
Kann man so und so sehen… Ich kenne jemanden, der immer ein sehr angenehmer Mensch war, freundlich und hilfsbereit, aber nachdem er zu Geld gekommen ist plötzlich angefangen hat andere immer mehr von oben herab zu behandeln. Ich denke, dass in dem Fall wirklich das Geld den Charakter verdorben hat.
Darf man so sehen.
Könnte auch sein, dass dieser Mensch schon immer das Bedürfnis nach Geltung und Macht hatte, jedoch nie genügend "Mittel", um diesen Status zu erlangen.
Ich kenne es nur so, dass derjenige, der schon immer Gutes getan hat, sozial gedacht und gehandelt hat und großzügig war, es auch mit viel Geld war - nur in entsprechend größerem Rahmen.
Wer schon immer ein A*** war, wird mit dem Reichtum meist zu einem großen A***.
Solche Leute gibt es sicherlich auch, man kann eben nicht alles verallgemeinern.
Von den sehr wohlhabenden Menschen die ich kenne - und das sind schon einige - sind aber definitiv diejenigen mit altem Geld der angenehmere Umgang. Aber das ist eben auch nur meine persönliche Erfahrung.
Geld verdirbt nicht den Charakter, es zeigt diesen nur deutlicher.