Warum ist die FPÖ so beliebt, aber warum gibt es überhaupt weltweit so einen Rechtsruck?
Was ist da los? Was erhofft man sich da? Bzw. wovor hat man Angst?
Der Höhenflug der FPÖ hält weiter an. Laut einer aktuellen Sonntagsfrage käme die Kickl-Partei auf 37 Prozent und kratzt am Rekord von Sebastian Kurz.
Die stockenden Koalitionsverhandlungen bringen ÖVP und SPÖ weiter in Bedrängnis. Wohl auch aus diesem Grund würde die FPÖ bei einer aktuellen Nationalratswahl weiter zulegen, wie eine neue Sonntagsfrage der "Krone" am Sonntag zeigt. Demnach kämen die Freiheitlichen derzeit auf 37 Prozent der Stimmen. Zum Vergleich: Mit 29 Prozent bei der Wahl im Herbst sorgte die FPÖ für ein blaues Polit-Beben und wurde erstmals bei einer bundesweiten Wahl Erster. Nur drei Monate danach könnte man weitere acht Prozent zulegen.
Umfrage-Hammer! FPÖ liegt jetzt schon bei 37 Prozent
6 Antworten
Warum ist die FPÖ so beliebt, aber warum gibt es überhaupt weltweit so einen Rechtsruck?
Was ist da los? Was erhofft man sich da? Bzw. wovor hat man Angst?
Weil durch die fehlerhafte Politik einer gewissen Angela Merkel die Tür und Tor für Terroristen, Mörder und Vergewaltiger geöffnet hat. Hätte sie das nicht getan, wäre der Rechtsruck niemals passiert. Wenn jetzt wieder ein linker versucht, das schönzureden, glaubt mir, wenn das nicht wäre und wir seit 2015 jeden Tag Einzelfälle erleben würden, bzw. wäre 2015 nicht passiert, dann brauchen wir keine rechten Parteien an der Macht. Aber aufgrund der Tatsache brauchen wir die.
Was erhofft man sich da?
Konsequente Politik gegen Islamisten und kriminelle. Sicherheit, die seit 2015 nicht mehr gegeben ist. Zumindest seit Charlie Hebdo.
Bzw. wovor hat man Angst?
Terror
wir wählen
Das ist schön für dich, dass "ihr" trotzdem nicht die Rechten wählt. "Wir", also mein Umfeld wählt mit über 60 % die FPÖ und die Verwandten in Deutschland die AfD.
Du glaubst, wenn du die FPÖ wählst, gibt es weniger Anschläge auf Weihnachtsmärkten? o.O
Warum ist die FPÖ so beliebt,
Zum Einen ist sie einfach eine Partei, die massivst mit rechten Themen und populistischen Mitteln arbeitet - dazu gleich mehr.
Zum Anderen ist die FPÖ schon sehr lange sehr erfolgreich in der österreichischen Politik, sie haben sich ein gewisses Image erarbeitet (in gewissen Kreisen ein eher positives, in anderen ein negatives) und schafft es seit Jahrzehnten, Protestwähler abzuholen.
aber warum gibt es überhaupt weltweit so einen Rechtsruck?
Rechte Parteien schaffen es zur Zeit sehr gut, Menschen anzusprechen. Sie bringen Themen auf, die viele Menschen sehr wichtig finden und arbeiten häufig mit populistischen Mitteln. Vereinfacht gesagt: Man findet also Probleme oder Themen, die man zu Problemen macht, benennt diese, arbeitet mit Emotionen, schürt Ängste und liefert vermeintlich einfache Antworten auf komplexe Fragen.
Was ist da los? Was erhofft man sich da? Bzw. wovor hat man Angst?
Nun, das ist relativ einfach. Die Motive sind recht klar: Unzufriedenheit, Frust, Wut, Hass, Angst - Überzeugung, usw. Da gibt es einen Haufen Gründe, warum Menschen diese Partei wählen. Sie erhoffen sich, dass Dinge besser werden, dass sie sich verändern, dass die "Systemparteien" einen Denkzettel bekommen, uvm.
Ängste sind da ebenso recht vielfältig. Angst vor neuen und unbekannten Dingen und Angst vor dem Fremden würde das relativ kurz zusammenfassen - ob das Personen aus dem Ausland, den eigenen Alltag, gewohnte Strukturen oder etwas ganz anderes betrifft.
Der Höhenflug der FPÖ hält weiter an. Laut einer aktuellen Sonntagsfrage käme die Kickl-Partei auf 37 Prozent
Ja eh - Umfragen sind halt immer so eine Sache. In der einen Umfrage ist die FPÖ bei 37 Prozent, in einer anderen bei 32 Prozent: Was bei einer Wahl wirklich hinaus käme, wissen wir nicht. Aber ja, es dürfte den bisherigen Rekord übersteigen. Nur ob es wirklich 37 Prozent wären, das halte ich für fraglich.
Mit 29 Prozent bei der Wahl im Herbst sorgte die FPÖ für ein blaues Polit-Beben und wurde erstmals bei einer bundesweiten Wahl Erster.
Polit-Beben klingt mal wieder sehr nach Krone & Co. Ja, die FPÖ wurde nun das erste Mal auf Bundesebene die erstplatzierte Partei. Aber:
1. war das sehr vorhersehbar und
2. hatte die FPÖ bereits im letzten Jahrtausend mal ein Wahlergebnis, welches nicht allzu weit vom letzten entfernt war.
Also: Es wäre übertrieben zu behaupten, dass diese fast 29 Prozent bei der letzten Wahl etwas total Neues und Überraschendes gewesen wären.
Nur drei Monate danach könnte man weitere acht Prozent zulegen.
Könnte ist hier das Stichwort.
PS: Das gewählte Foto finde ich super ;)
29 Prozent ja aber +13% ist auch nicht so normal genauso in Vorarlberg +14% oder in der Steiermark +17 % üblich ist das nicht
Das ist ein ordentlicher Sprung. Jedoch muss man diese Zahlen auch einordnen und in Kontext setzen.
Unter anderem (neben dem allgemeinen Trend) fallen mir da zwei wesentliche Punkte für den Kontext ein:
Die großen Zuwächse gab es bei allen drei Wahlen seit dem letzten Wahldurchgang im Jahr 2019 - wir erinnern uns vielleicht, was in diesem Jahr publik wurde und wie viel die FPÖ damals verlor an Stimmen: Ibiza.
Da haben sie bei allen Wahlen zwischen neun und zehn Prozent verloren, die sie davor recht konstant hatten. Da sind eben viele zurückgekehrt, das war schon 2019 mehr als absehbar.
In der Steiermark ist auch die Debatte um das geplante Leitspital mit Standort Stainach ein wesentliches Wahlmotiv für viele gewesen. Da war die Stimme an die FPÖ eine simple Mitteilung für "wir wollen dieses neue Leitspital nicht". Als ein Beispiel, warum das steirische Ergebnis nicht allzu überrascht - bei Interesse schicke ich dir gerne ein paar Links zur Thematik.
Weil sich viele Österreicher von den etablierten Parteien im stich gelassen fühlen und die FPÖ einfache Lösungen für schwierige Probleme verspricht
Jetzt, ca. 2 Monate nach der Fragestellung ergibt sich nun doch ein etwas anderes Bild des Strahlemanns hoch zu Ross…..er musste absteigen auf dem Weg zu seiner eigenen Königs-Krönung…….der Spagat vom Wollen zum Können war zu optimistisch angelegt……Im Moment ist er in der Rolle „Des Kaisers Neue Kleider“…-nackt, aber ausdrucksstark….keine Napoleonkopie.
Treffen wir uns in weiteren 2 Monaten hier.
LG
Links und rechts unterscheidet eigendlich nur eins, unzwar wie gleich oder ungleich Menschen sein sollen.
Menschen die ungleich sind werden dennoch immer mächtiger, da sie im Kapitalismus zu viel permanentem Reichtum gelangen und so die Waage zu ihren Gunsten kippen.
Damit werden rechte Parteien gefördert, die mit Populismus und Manipulation sagen, dass sie für die Wähler einstehen und gleichzeitig Steuererleichterungen für die Reichen regnen lassen.
Ich lebe ja auch in Europa und viele andere auch und wir wählen trotzdem nicht die Rechten ...?