Wie wurden U-Boote in den Weltkriegen aufgespürt?
Betrifft den zweiten, aber insbesondere den ersten Weltkrieg. Würde mich Interesse halber einfach mal interessieren, da in einem von mir gespielten Spiel U-Boote ein großes Thema sind. :-)
4 Antworten
Meistens mit dem Fernglas.
Du must wissen, das U-Boote zu jener Zeit eher Torpedoboote mit Tauchfunktion waren als echte U-Boote. Die meiste Zeit haben sie aufgetaucht operiert, nur beim Angriff oder bei einer Bedrohung gingen sie unter Wasser. Und die Zeit, die sie unter Wasser verbracht haben, war eher begrenzt. So lange, bis der Sauerstoffvorrat in der Kabinenluft aufgebraucht war.
Hier findest du eine Liste mit allen deutschen U-Booten aus dem WK1 mit ihrem Endschicksal. Oft war der Grund für den Verlust eine Mine: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_U-Boote_(1906%E2%80%931919)
Das aktive Sonar zur Tiefenpeilung wurde erst im Verlauf des 2. Weltkrieges entwickelt. Davor mußte man noch passiv mit sehr empfindlichen Mikrofonen ins Meer hinein horchen nach auffälligen Betriebsgeräuschen solcher frühen Tauchboote.
Um U- Boote aufzuspüren verwendete man häufig Mikrophone unter wasser.
(Hydroakustische Überwachung).
Die Schiffsschrauben, das Nachladen von Torpedos, das Öffnen und Schließen von Schotts, all das verursachte geräusche, deren Quelle man mithilfe von Hydroakustischer Überwachung orten konnte.
Eine weitere Methode U-Boote aufzuspüren, war die Verwendung von Sonar, mit dem man Teile der Unterwasserwelt "abtasten" konnte. U-Boote konnte man mit dieser methode sehr einfach finden.
Im WK I gab es noch kein Mittel gegen die U-Boote.
Im WK II gab es ab ca 1942 ein Sonargerät (sog. ASDIC) mit dem man die U-Boote orten konnte.