Wie schwer ist die MTLA Ausbildung?

3 Antworten

Die Ausbildung zur MTL, war noch nie eine einfache Ausbildung und leichter ist diese seit Okt. 2023 auch nicht geworden. An manchen Schulen sitzen die Schüler mit den Medizinstudenten in den selben Vorlesungen. Nur in Deutschland ist es eine Ausbildung. Man ist 2 Monate lang in der "Schule" und zwei Monate im Betrieb. In den 2 Monaten Schule schreibt man jede Woche Tests (Praxis&Theorie), manchmal sind es auch 2 Tests in der Woche. # Bulimielernen. In der Betriebsphase kommt z.B. In der klinischen Chemie jeden Tag neuer Stoff hinzu und am Ende schreibt man einen Test. In der folgenden Woche ist man dann wieder für 1-3Wochen in einem anderen Bereich z.B. Bakteriologie und wird dort auch in die Tätigkeiten eingewiesen, arbeitet mit und wird am Ende schriftlich zu den im Betrieb behandelten Themen abgefragt.

Urlaub darf man nur in dem Betriebsblock nehmen(ca.28Tage). Je nach Betrieb sind die Noten usw. wichtig, da diese ungern Azubis mit 4ern, 5ern, 6ern haben wollen, da sie die komplette Ausbildung bezahlen und Zeit investieren. Man ist ständig am Lernen egal ob nach der Schule, nach dem Betrieb oder am Wochenende.

MTLA ist ein reines Lernfach.

Meine Tochter hat auch fürs Abi sehr viel gelernt und hat mit 1,2 bestanden.

MTLA hat sich auch mit sehr gut bestanden....sie hat aber oftmals geklagt, daß sie dafür sehr viel lernen mußte. Der Lernstoff ist nicht ohne.

Wer sich mit Lernen schwer tut, sollte die Ausbildung lieber nicht machen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich bin aktuell im 2. Lehrjahr und der Stoff ist definitiv nicht ohne. Für mich persönlich reicht es, wenn ich ca 6 Wochen vor einer Klausur anfange den Stoff zu lernen, aber mir viel Abi ziemlich leicht und dafür habe ich fast nicht gelernt.

Wenn man im Unterricht aufpasst, dran bleibt und rechtzeitig lernt, ist es aber auf jeden Fall machbar.

Wir haben eher Klausurenphasen und eine Arbeit pro Jahr in jedem Fach. Da aber das Gesetz geändert wurde, kann ich nicht beantworten wie die Klausuren im neuen Jahrgang gestaltet sind


GruenerFrosch22 
Beitragsersteller
 08.04.2024, 15:58

Vielen Dank für deine Antwort, die hilft schon Mal sehr weiter :D

Was ich mich gerade generell frage ist: In wieweit sind Noten generell wichtig bei einer schulischen Ausbildung? Kann man wie in der Schule sitzen bleiben und muss das Jahr wiederholen oder kann man sogar gekündigt werden bei schlechten Noten? Und wie läuft das mit den Urlaubstagen, mein Ausbilder würde 30 Tage zur Verfügung stellen, kann ich mir die selber aussuchen oder gibt es so Phasen, wo ich die nehmen muss

P.S. am Rande: Ich habe mich Mal in den neue MTA-APrV reingelesen und man hätte offenbar jetzt 2600 Theoriestunden (vorher 3170) und 2000 Praxisstunden (vorher 1230)

Kreator18  08.04.2024, 16:04
@GruenerFrosch22

Wir hatten eine Probezeitprüfung (in den ersten 6 Monaten) und wer da schlechter als 4 war, musste die Ausbildung abbrechen. Bis zum Examen sind die Prüfungen ansonsten nur quasi zur Selbstkontrolle, aber können später mit in die Endnote eingehen. Seit dem neuen Gesetz gibt es auch mündliche Noten.

Ich habe auch 30 Urlaubstage, die von der Schule festgelegt werden. Frei aussuchen darf ich mir das leider nicht.

Ja, der Fokus wird zum Leidwesen der Theorie mehr auf die Praxis gelegt. Ich hatte erst 1 ½ Jahre Schule und bin jetzt im praktischen Jahr. Der neue Kurs hingegen geht direkt in die Praxis. Hat sowohl Vorteile als auch Nachteile.