Wie entstanden die Uhrzeit und das Datum?

7 Antworten

Die Einteilung in Stunden, Minuten und Sekunden entstand aus der Beobachtung von Naturzyklen. Die Ägypter teilten den Tag in 24 Abschnitte, vermutlich beeinflusst durch ihr Dezimalsystem und den Sonnenlauf, während die Babylonier ihr Sexagesimalsystem (Basis 60) nutzten. Die 24-Stunden-Einteilung wurde dann von Griechen und Römern übernommen.

Das Datum und der Kalender orientierten sich an den astronomischen Jahreszeiten. Ein Jahr entspricht der Umlaufbahn der Erde um die Sonne – etwa 365 Tage. Frühere Kulturen nutzten Mondzyklen, doch man merkte, dass diese nicht exakt mit dem Sonnenjahr übereinstimmen. Der julianische Kalender (später reformiert zum gregorianischen Kalender) brachte die heutige Struktur mit Schaltjahren zur Korrektur.

Die Zeitzonen wurden eingeführt, um den zunehmenden globalen Handel und den Eisenbahnverkehr zu koordinieren – zuvor basierten die Zeiten lokal auf der Sonnenposition, was zu enormen Verwirrungen führte.

Woher ich das weiß:Recherche
Wie entstanden die Uhrzeit und das Datum?

Die Anzahl Tage eines Jahres konnte man einfach zählen, anhand der natürlichen Gegebenheiten:

Ein Umlauf der Erde um die Sonne wurde eben "ausgezählt", wie viele Tage (Abfolgen von Tag und Nacht) er dauert.

Genauso ist die Anzahl Tage eines Monats simpel am Himmel abzulesen: Es ist die Anzahl Tage von einem Vollmond um nächsten (eine Umrundung der Erde durch den Mond). Darauf basierte grob der "Monat". Da diese 28 Tage aber kein volles Jahr ergaben wurde da ein wenig "nachgeholfen" und auf die Monate verteilt Tage dazugegeben, so dass es besser in ein Jahr (die 365 Tage) passte.

Die Unterteilung der Tage in Stunden hingegen war quasi "willkürlich",es steckte schon eine Idee dahinter, aber die hatte meines Wissens nicht unmittelbar mit einem natürlichenAblauf zu tun oder der ist mir aus dem Stehgreif nicht bekannt. Man hat eben eine bestimmte Anzahl "Teile" genommen (Stunden) und die wieder in Kleinere Teile unterteilt (Minuten) etc.

Und Zeitzonen:
Da die Erde annähernd eine Kugel ist hat man diese Kugel einfach in "Spalten" aufgeteilt, wie eine Orange in ihre einzelnen Stücke. Da dann sinnvollerweise in so viele Spalten wie der Tag auch Stunden hat, da die Erde sich ja einmal pro Tag (also in 24 Stunden) in die Runde dreht und die Sonne dann wieder über der selben Stelle steht… So hatte die Mitte jede Zeitzone zu einer vollen Stunde die Sonne im Zenit (Wenn wir mal die unsägliche Sommerzeit vergessen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeit

Zeitmessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Zeitmessung

Astronomische Uhr in der Prager Altstadt

Die Zeitmessung ist eine der ältesten Aufgaben der Astronomie. Nachdem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgewiesen wurde, dass die Länge des mittleren Sonnentages unregelmäßigen Schwankungen unterliegt und langfristig zunimmt,[1] wurde die Ephemeridenzeit eingeführt, die auf der gleichmäßigeren Planetenbewegung beruhte. Deren Zeiteinheit, die Ephemeridensekunde, wurde 1960 als Sekunde des Internationalen Einheitensystems übernommen.[2] Seit 1967/68 beruht die Definition der SI-Sekunde auf der Periode einer bestimmten Schwingung im 133Cs-Atom, wobei die ursprüngliche Länge der Sekunde möglichst genau beibehalten wurde. Die wichtigsten Zeitskalen sind heute


newcomer  31.03.2025, 18:52

https://de.wikipedia.org/wiki/Tag

Konstantes Zeitmaß d

Das übliche konstante Zeitmaß Tag (d) von 24 Stunden ist das 86.400fache der SI-Einheit Sekunde. Deren Definition wurde so gewählt, dass der damit gemessene mittlere Sonnentag gerundet nun (derzeit) 86.400 Sekunden dauert; auftretende Differenzen werden durch Schaltsekunden ausgeglichen.

Dieses Zeitmaß entspricht also etwa dem gegenwärtigen Mittelwert, es gibt nicht die wahre Dauer eines Sonnentages an. Mit der Konstruktion aneinander gereihter konstanter Zeitabschnitte für die mittlere Sonnenzeit wird der wahre Sonnenstand zu Mittag regelmäßig um maximal eine gute Viertelstunde Anfang November verfehlt; die jeweiligen Abweichungen können über die Zeitgleichung errechnet werden.

newcomer  31.03.2025, 18:53
@newcomer

Der Kalendertag ist in der Kalenderrechnung als Zeitspanne neben dem Kalenderjahr und bisweilen dem Kalendermonat die grundlegende Größe.

Gregorianischer Kalendertag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Gregorianischer Kalender

In dem heute weltweit gebräuchlichen gregorianischen Kalender ist ein Tag die Zeitspanne von einer Mitternacht bis zur nächsten Mitternacht.

Eine Zeitspanne von 24 Stunden, die um 00:00 Uhr beginnt und um 24:00 Uhr endet. 24:00 Uhr fällt mit dem Beginn des nächsten Tages zusammen (ISO 8601)

Eine Kombination wie 5. Mai, also bestimmt durch Monat und Tagesnummer, aber ohne Jahr, nennt man einen Kalendertag.

Die Kalendertage werden nach der ISO 8601 innerhalb eines Monats von „1“ ausgehend als Kalenderdatum fortlaufend nummeriert und in einem Datumsformat schriftlich fixiert. Außerdem wird ihnen, von Monat und Jahr unabhängig, in fester Reihenfolge ein Wochentag zugewiesen. Damit beschreibt das Datum des Tages eine fortlaufende Zeitskala (lineare Zeit), in Unterscheidung zum Wochentag, das sich in seinem Ablauf regelmäßig wiederholt (zyklische Zeit).

Beginn und Ende eines solchen Tages sind abhängig von der Zeitzone, auf die sich die Angabe bezieht.

Sei gegrüßt, @gutefrage285! 🙋🏼‍♂️

Wie entstanden die Uhrzeit und das Datum?

Im Grunde geht es nicht nur darum, wie Menschen auf die Idee kamen, Zeit in messbare Einheiten zu unterteilen, sondern auch darum, warum sie es überhaupt für notwendig hielten. War es bloße Neugier? Oder eine tiefere Notwendigkeit, Ordnung in das Chaos der Natur zu bringen?

Warum begann der Mensch, die Zeit zu messen?

Bevor es Uhren gab, gab es den Himmel. Sonne, Mond und Sterne boten die ersten Zeitgeber der Menschheit. Doch warum war es überhaupt nötig, Zeit in feste Abschnitte zu zerlegen? Die einfachste Antwort: Landwirtschaft. Frühe Hochkulturen – etwa in Mesopotamien oder Ägypten – waren auf den Wechsel der Jahreszeiten angewiesen. Wer wusste, wann der Nil über die Ufer tritt oder wann die Trockenzeit beginnt, konnte über Leben und Tod entscheiden. Doch wann genau beginnt ein Tag? Und wie lang ist eine Stunde?

Hier zeigt sich der Einfluss der Babylonier, deren Zahlensystem auf der Basis 60 beruhte. Warum 60? Weil es sich durch viele Zahlen teilen lässt (2, 3, 4, 5, 6…), was für astronomische Berechnungen praktisch war. Sie teilten den Tag in 24 Stunden, die Stunde in 60 Minuten und die Minute in 60 Sekunden – ein System, das sich erstaunlich hartnäckig gehalten hat.

Wie entstanden die Zeitzonen?

Wenn es nur nach der Sonne ginge, hätte jede Stadt ihre eigene Uhrzeit. Und genau so war es lange Zeit: Die sogenannte „Ortszeit“ richtete sich nach dem höchsten Punkt der Sonne am Himmel. Erst mit der Eisenbahn wurde das zum Problem – denn wenn jede Stadt eine andere Zeit hatte, wurden Fahrpläne zum Albtraum.

Die Lösung? 1884 wurde die Erde in 24 Zeitzonen unterteilt, mit dem Nullmeridian in Greenwich als Ausgangspunkt. Doch selbst das ist nicht so einheitlich, wie man denkt – es gibt Länder, die sich über mehrere Zeitzonen erstrecken, und andere, die ihre Zeit aus praktischen Gründen anpassen (wie China, das eine einzige Zeitzone für das ganze Land nutzt, obwohl es sich über fünf Zeitzonen erstreckt).

Warum hat das Jahr 365 Tage – und der Tag 24 Stunden?

Dass ein Jahr 365 Tage hat, verdanken wir der Erde selbst – oder genauer gesagt, ihrer Reise um die Sonne. Aber warum nicht eine glatte 360 Tage? Tatsächlich gab es Kalender mit 360 Tagen, die dann durch Schaltmonate oder -tage korrigiert wurden. Der julianische Kalender brachte dann alle vier Jahre einen Schalttag, der gregorianische Kalender perfektionierte das System weiter.

Die 24 Stunden des Tages kommen wieder von den Babyloniern, die den Tag (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) und die Nacht (Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang) jeweils in 12 Einheiten aufteilten. Warum 12? Wahrscheinlich, weil sie einfach an den Fingern abzählbar war: Die meisten Menschen haben an einer Hand 12 Glieder (Daumen ausgenommen), was eine einfache Art war, Zahlen zu zählen.

Ordnung in die Zeit zu bringen war eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften. Ohne sie gäbe es keine Kalender, keine Uhrzeiten, keine Zeitzonen – und letztlich keine Möglichkeit, unser modernes Leben so zu organisieren, wie wir es heute tun. Aber ist das wirklich ein Fortschritt? Oder haben wir durch die exakte Zeitmessung einen Teil der Freiheit verloren, die unsere Vorfahren hatten? Eine spannende Frage.

Falls Sie diesbezüglich eine/mehrere Frage(n) haben, kommentieren Sie mein Kommentar.

Mit erquickendem Gruß! 😉


Liesche  31.03.2025, 23:31

Sehr gut, gefällt mir wie Du das erklärt hast. Ich zähle ob der Monat 30 oder 31 Tage hat immer noch an meinem Handknöchel ab, fange am kleinen Finger an, lande am 31. Juli am Knöchel vom Zeigefinger und fange dann am kleinen Fingerknöchel wieder an, sodaß es stimmt, der August hat auch 31 Tage. Woher ich es so kenne, das ist mir nicht bewußt, habe in jungen Jahren mal Merksätze uä. gesammelt.