Verzweifle mit meinen beiden Katzen?
Hallo Community,
ich habe seit 1 1/2 Jahren zwei Norwegische Waldkatzen in meiner 115m² Wohnung. Bisher hat immer alles super geklappt, seit etwa einem Monat bin ich aber aus irgendeinem Grund nur noch genervt von den beiden. Die beiden gurren, miauen und jaulen im Minutentakt, so dass ich eigentlich nur meine Ruhe habe, wenn ich zwei Türen zwischen uns habe oder die beiden schlafen. Dazu kommt diese ständige Hyperaktivität, in letzter Zeit werden auch gerne Schalen und Pflanzen umgeworfen.
Ich war bereits beim Arzt um das Gesundheitliche abzuchecken und habe auch versucht, pro Tag mindestens eine Stunde mit den beiden zu spielen, ohne Erfolg. Ich habe einfach das Gefühl, dass die beiden sich hier nicht mehr wohl fühlen.
Bitte um Hilfe.
LG, Simon
5 Antworten
115 qm dann kann man ihnen ein tolles Ketterparadies mit vielen Cat Walks an den Wänden bauen. Dazu tolles Spielzug anbieten wie Fummelspiele. Intelligenzspielzeug etc. Da sind den Ideen keine Grenzen gesetzt
Die Waldkatzen haben alle einen extremen Freiheits und Bewegungsdrang Selbst 200 qm wären für die beiden Racker geradezu lächerlich!
Auch wenn Dir das jetzt nicht viel hilft: Die sind für die Wohnungshaltung denkbar ungeeignet. Versuch Dir vorzustellen: Die leben in Norwegen auf großen Bauernhöfen mit freiem Ausgang in der Wildnis!
Waldkatzen uns Wohnung - merkst'e selber, dass das nicht gerade die beste Kombi ist, oder?
Mit eineinhalb Jahren sind die beiden im besten Alter, junge Erwachsene sozusagen, und die sind nicht anders wie wir Menschen. Unser Zuhause ist in jungen Jahren unser Safe-Space, der Ort, an dem wir am liebsten sind. Aber irgendwann wird's da langweilig. Dann muss man raus, die Welt entdecken. Auf Bäume klettern, den Tieren nachjagen, rennen, ohne gegen eine Wand zu knallen, neues kennen lernen, jeden Tag einen Schritt weitergehen, auch mal auf die Nase fallen - das brauchen deine Katzen jetzt. Und das kannst du ihnen nicht bieten. Kein Laufrad, kein elektronisches Spielzeug, kein noch so langer Flur, kein noch so hoher Kratzbaum kann die Natur ersetzen, die das Zuhause ihres Instinktes ist.
Deine Antwort hast du dir längst selber gegeben. Sie fühlen sich nicht mehr wohl bei dir. Dein Entschluss steht doch schon praktisch fest, nicht wahr? Du wirst sie in ein neues Zuhause schicken. Tief in dir drinnen hast du dich schon von den beiden verabschiedet.
Und weißt du was? Richtige Tierfreunde werden dich dafür nicht verurteilen. Klar, du hast dich nicht informiert bevor du diese Rasse zu dir geholt hast, aber nun stehst su da und erkennt deinen Fehler und willst ihn beheben. Es ist okay, Fehler zu machen und das Handtuch zu werfen. Aber mach es richtig.
Versuch, selbst ein gutes Zuhause zu finden. Das Tierheim sollte den Tieren vorbehalten sein, die wirklich in Not sind. Zudem ist das für deine beiden die Hölle. Schau, dass Interessenten das bieten können, was die Katzen brachen - Freilauf. Viele Tierheime bieten die Vermittlung auch an, wenn du die Katzen derweil noch bei dir hast. Ansonsten gibt es sicherlich Organisationen, die das übernehmen. Ebay und ähnliches ist nur dann eine Lösung, wenn du vorher das neue Zuhause selbst anschauen kannst.
Ich gehe doch davon aus, dass beide kastriert sind......................
Die möchten raus. Solche Rassen brauchen den Freigang, ansonsten werden sie eher nicht glücklich.