Umfrage für Lehrer/Lehramtsstudierende in Bayern?
wir in Bayern haben ja als einzige noch das System mit Staatsexamen statt ein Bachelor Master System.
würde es sich mittlerweile nicht lohnen, auf das klassische Lehramt-Studium zu verzichten und einen Umweg zu gehen?
Klassischer Weg: (bsp. Lehramt Gymnasium)
Ihr macht eure drei Module und ihre Staatsexamen, also EWS und 2 Fächer in einer an eurer Universität erlaubten Kombination. anschließend Referendariat und zweites Staatsexamen.
Umweg:
Ihr studiert zwei völlig beliebige Fächer (wenn ich beliebig sage, meine ich unabhängig von vorgegebenen Kombinationen )allerdings bis zum Master. Anschließend könnt ihr mit dem Master, wenn ihr wollt, direkt ins Referendariat und verbeamteter Lehrer werden.
ich bin gerade sehr am überlegen, vom ersten auf den zweiten Weg zu wechseln, da er den Vorteil hat, dass man im Gegensatz zum klassischen Weg einen Master Abschluss in der Tasche hat wenn man später doch noch seinen Beruf wechseln will und nicht so fest gebunden ist, was die Kombinationen angeht. Denn mit einem Staatsexamen kommt man nicht wirklich weit, wenn man mit seinem Beruf nicht zufrieden ist.
ich würde mich über begründete Antworten und Meinungen wirklich sehr freuen
LG
3 Stimmen
2 Antworten
Die Frage ist, ob man diesen Beruf will. Leute, die was beliebiges studieren und dann plötzlich quer ins Referendariat einsteigen wollen, betrachten den Lehrerberuf als eine Art Notlösung. Rein von der Einstellung her, sind sie dann auch ungeeignet. Weil er ist keine Notlösung und verlangt viel Idealismus. Also auch dass man sich dafür entscheidet. Dann erübrigt sich die Frage.
ja, kann man machen. Ich sage nur, dass bei beiden Sichtweisen ein gewisser Vorbehalt mitschwingt, so dass man dem Beruf wahrscheinlich nicht gewachsen sein könnte. Weil das verlangt schon viel Überzeugung, das heutzutage machen zu wollen.
Die Seiteneinsteigerlösung ist nicht unbedingt für Absolventen, die gerade von der Hochschule kommen.
Für das Gymnasium braucht man in den meisten Fächern immer noch einen Universitätsabschluss. Er heißt jetzt an den meisten Unis "Master of Education".
Und um Lehrer zu werden, braucht man leider etwas mehr als irgendeinen Abschluss. Es muss einem nämlich Freude machen, junge Menschen zu begleiten und sie in ihrer Bildung und Entwicklung zu fördern. -Andernfalls kann die Unzufriedenheit, die du angesprochen hast, vorprogrammiert sein.
ich verstehe die Sichtweise- du siehst den Lehrberuf dann als eine Art Ausweg, wenn der eigentliche Beruf nicht so ganz klappt. Frei nach dem Motto „Lehrer kann man immer werden“
aber wenn man jetzt davon ausgeht, dass man das wirklich macht, um Lehrer zu werden?
Weil ich denke ja in die andere Richtung- also, dass man nicht Lehrer wird, wenn nichts anderes klappt, sondern dass man Lehrer werden möchte. Aber falls man damit irgendwann unzufrieden ist, noch einen brauchbaren Abschluss hat, mit dem man etwas anderes machen könnte.