Ist die Torah noch zu halten?

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Du liegst richtig. Das Neue Testament ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zum Alten Testament.

Gottes Vorstellungen von Recht und Unrecht von Moral und Unmoral und von Heilig und Unheilig haben sich nicht geändert. Was für Gott ein Greuel ist - das bleibt für Gott ein Greuel. Und die 10 Gebote haben genauso Geltung.

Hier einige andere Gebote:

Opfer- und Strafgebote sind in Christus vollständig erfüllt. Weil Christus die Strafe für alle Menschen getragen hat, besitzt er auch die Autorität Rache- und Vergeltungsgebote aufzulösen. Das tat er auch mit dem Gebot der Feindesliebe.

In seinem Sohn hat Gott einen neuen Bund mit dem Menschen geschlossen. Das Zeichen hierfür ist nicht mehr die Beschneidung der Jungen sondern der Herzen von jedermann und jederfrau. (Beschneidungsgebot)

Nach Hebräerbrief 4 sind auch die Sabbathgebote in Christus erfüllt. Er ist der Herr auch über den Sabbath. Seine Bestimmungen im NT sind nachzulesen.

Jesus Christus lehrte nichts anderes als die Thora. Er lehrte, nach dem GEIST des Gesetzes zu leben nicht nach dem BUCHSTABEN. Deshalb sagt er auch "... wenn eure Gerachtigkeit nicht GRÖSSER ist als die der Schriftgelehrten....", denn "der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig".

Lies nach unter Mt 22, 37 ff: Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).** In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.** (Hervorhebung von mir)

Wer also nach dem Doppelgebot der Gottes- und Menschenliebe konsequent lebt erfüllt die Thora vollkommen. Gruß, q.

Das Neue Testament ist nicht als Ersatz für das Alte Testament aufgeschrieben worden. Jesus hat dieser Vermutung und Vorstellung deutlich einen Riegel vorgeschoben. Es gibt den Willen Gottes im Christentum nicht mit beschränkter Haltbarkeit oder in einer Light-Version nachdem Gott Mensch wurde. Letztlich geht es in beiden biblischen Büchern um Gottes heiligen Willen im Gesetz und deren Erfüllung in Jesus Christus. Wer das nicht sieht und anerkennt oder abschwächen will, versucht im Grunde nichts anderes, als sich seinen Platz im Himmel zu verdienen. Paulus schreibt der Gemeinde in Rom: ''Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht'' (Römer 10, 3-4). Schlimm wäre es um Menschen gestellt, der einerseits Gottes Gesetze anerkennen und sich darunter beugen, aber andererseits im Sohn Gottes nicht ihren persönlichen Heiland, Sündenvergeber und Gesetzeserfüller sehen. Zu solchen Menschen (die auch noch meinen Gott zu dienen) müsste der HERR am Tag des jüngsten Gerichts sagen: ''Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir ihr Übeltäter'' (Matthäus 7,23)! Es werden diejenigen ins Himmelreich kommen, die den Willen des himmlischen Vaters tun - Jesus sagte, daß er nicht gekommen ist um aufzulösen sondern zu erfüllen.

Wenn die Gesetze vom Sohn Gottes für uns erfüllt werden, dann ist es dringend logisch und nachvollziehbar, daß unser Glaube ausschließlich auf Jesus Christus ausgerichtet sein muss. In Jakobus 2,10 lesen wir: ''Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig''. Jesus selbst bestätigte immer wieder, daß nur er dazu in der Lage ist (Johannes 14,6). Gott sucht Gerechtigkeit und findet sie in seinem eingeborenen Sohn (Johannes 3,16). Wer an den Sohn glaubt ist gerecht! Warum ist Jesus in die Welt gesandt worden? Nicht um uns zu richten oder das Gesetz aufzulösen, sondern um uns zu retten und das Gesetz zu erfüllen (Johannes 3, 17-18). Der Glaube bestätigt das Gesetz und hebt es nicht auf (Römer 3,31). Darum gilt für uns, daß wir die Gerechtigkeit, wie Gott sie meint und versteht, erkennen und annehmen sollen, um darüber froh und dankbar zu werden - jeden Tag neu! Es ist auch genau diese Art von Dankbarkeit, die uns dann zur Frucht des Geistes führt (Galater 5, 22-23: ''Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht''). Alles Gute.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – EBTC Internationale Bibelschule Berlin, Autor

Alle Propheten wollen von einen Gott inspiriert worden seien, ob das stimmt und ob das richtig wieder gegeben wurde, weiß der Kuckuck, auch früher gab es schon Rauschmittel, Pilze und Gase, wie das Orakel von Delphi usw. wo Bilder vorgaukelten wurden. .Die Religionen haben in der Vergangenheit und Gegenwart mehr Unheil angeríchtet, als alle anderen Feindseligkeiten auf dieser Welt. Fangt selber an zu Denken, Gott hat den Menschen 10 Gebote und Verstand gegeben, damit er selbst beurteilen kann, was gut oder böse ist, lehnt die Zwänge der Religionen ab, wenn diese unzumutbar und unglaubwürdig und zum Teil gegen die menschliche Natur sind. Gute und böse Taten werden irgendwie und irgendwann bewertet werden.