Ist der Kommunismus heute schon etwas antiquiertes?
Weil ich schau mir grad diese Doku über Johannes Paul den 2. an und da ging es um "den Kampf gegen den Kommunismus".
Aber gibt es das heute noch? Irgendwie habe ich den Eindruck das war etwas vor allem im 20sten Jahrhundert sehr modernes und spannendes und es gab da Weltweit viel Bewegung, aber heute wirkt das irgendwie antiquiert.
Aber heute sind die Arbeiter halt mit der Situation zufrieden und darum hat niemand mehr Bock auf eine Revolution, die den Kommunismus ja eigentlich ausmacht. Also der Kommunismus ist ja nichts demokratisches.
Nur den Arbeitern geht es zu gut, als dass sie sich vereinigen müssten. Heute gibt es angeblich sogar mehr Arbeiter als früher.
2 Antworten
Der Kommunismus ist wie der Glaube an Gott (Gott ist tot) zum Kitsch verkommen. Der Westen hat eine metaphysische Obdachlosigkeit. Man hat zwar noch irgendwelche peinlichen Ideale, die man als Demokratie o. „Wertegemeinschaft“ hochhält, aber die entpuppen sich auch immer mehr als Farce.
Weil, wie ich schrieb, er heute eine Parodie ist. Wie jedes Ideal.
Es gibt allerdings vereinzelt Kommunisten, die am Klassenkampf festhalten. Teils in der BSW aber viel eher in der Linkspartei und bei den Grünen.
Genau der Klassenkampf ... Aber was für Klassen? Heut gibt es viel mehr Arbeiter, aber die sind einfach zu zufrieden um zu revoltieren. Ich erkenne gar keine Klassen im Alltag.
Es gibt laut der Soziologie mehrere Klassen. Max Weber hat das marx‘sche Verständnis ausgebaut. So gibt es Verwalterklassen, Akademikerklassen usw.
Wir haben die Schlacht des 20.Jahrhunderts verloren aber den Krieg noch lange nicht. Wir kommen wieder.
Okay, aber es würde wohl heute keiner mehr dem Kommunismus den Kampf erklären, also der Kommunismus war in dieser Zeit modern, aber eigentlich haben die Menschen keinen Bock mehr drauf.