Hat sich Olaf Scholz eigentlich irgendwann mal von seinen politischen Ansichten als JuSo distanziert?
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Scholz wurde 1975 als Gymnasiast Mitglied der Jusos, der Jugendorganisation der SPD.[24] Von 1982 bis 1988 war er stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender, von 1987 bis 1989 außerdem Vizepräsident der International Union of Socialist Youth. In dieser Zeit unterstützte er den Freudenberger Kreis (den marxistischen Stamokap-Flügel der Juso-Hochschulgruppen) sowie die Zeitschrift spw und warb in Artikeln für „die Überwindung der kapitalistischen Ökonomie“.[25] Scholz kritisiert darin die „aggressiv-imperialistische Nato“, die Bundesrepublik als „europäische Hochburg des Großkapitals“ sowie die sozialliberale Koalition, die den „nackten Machterhalt über jede Form der inhaltlichen Auseinandersetzung“ stelle.[26]
Stasi-Unterlagen belegen, dass Scholz als stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender enge Beziehungen zu DDR-Funktionären unterhielt. In dieser Funktion besuchte Scholz zwischen 1983 und 1988 neunmal die DDR, führte dort politische Gespräche, trat als Redner auf öffentlichen Veranstaltungen auf und nahm an einem von der SED/FDJ organisierten „Internationalen Jugendlager“ teil.[27] Am 4. Januar 1984 reiste Scholz mit einer Juso-Delegation in die DDR, wo sie von Egon Krenz, dem Sekretär des Zentralkomitees der SED, und dem ZK-Abteilungsleiter und späteren SED-Politbüro-Mitglied Herbert Häber empfangen wurden.[28][29] Am letzten Tag führte die Delegation ein Gespräch im Institut für Internationale Politik und Wirtschaft. Gemäß dem Bericht darüber hätten die Jusos „keine Fragen mit provokatorischem Inhalt gestellt“, sondern vielmehr erklärt, das Bild der DDR in den Massenmedien der Bundesrepublik müsse positiver werden.[27] 1987 trat Scholz als Juso-Vize auf einer Friedenskundgebung der DDR-Jugendorganisation FDJ in Wittenberg für Abrüstungsvereinbarungen ein.[30] 1988 versicherte eine von Scholz mit geführte Juso-Delegation ihren Partnern von der FDJ, „dass die wahren Feinde des Friedens (…) im Militär-Industrie-Komplex der USA“ sowie in der „Stahlhelm-Fraktion“ der Unionsparteien zu suchen seien.[31]
2 Antworten
Ob er sich früher von der Zeit als er wohl tatsächlich noch zu den Guten und Sympathischen gehörte jemals offiziell distanziert hat weiß ich nicht, aber es nicht wichtig. Heute gehört Olaf Scholz ganz klar zum neoliberalen Einheitsparteienkartell AfD-CDU-FDP-SPD-Grüne.
Wieso sollte er ? Es ging damals auch um Entspannung zwischen Ost und West
Ich denke, das geht deutlich aus meinem Zitat hervor.
Für mich nicht, es ging ihm um normalere Beziehungen - was die Regierungen beider Staaten nicht so hinbekamen. Würdest Du denn auch den Milliarden Kredit den Franz Josef Strauss mit der DDR aushandelte als verwerflich bezeichnen?
Scholz kritisiert darin die „aggressiv-imperialistische Nato“, die Bundesrepublik als „europäische Hochburg des Großkapitals“ sowie die sozialliberale Koalition, die den „nackten Machterhalt über jede Form der inhaltlichen Auseinandersetzung“ stelle.[
Dsa ist für mich eine klassisch realsozialistische Positionierung durch die Wiederholung der Narrative der sowjetischen Propaganda.
So machen das die Jugendorganisationen aller Parteien, sie sind immer extremer als ihre Parteien selbst. Wer einen Schmusekurs geht wird nicht gehört.
Das ist auch keine Antwort auf meine Frage ... wir hoffen also alle mal, dass er zwischenzeitlich Demokrat geworden ist?
Scholzes Zeit ist eh abgelaufen, deswegen ist es auch egal was Du und ich über ihn denken 😉
Du kannst machen, was Du willst. ich wundere mich nur über die Motivation für Deine Texte.
Ich gab Dir eine Antwort und versuchte sie Dir zu erklären, mehr nicht.
Deswegen muss man ja nicht die DDR besser als die Bundesrepublik finden ...