Freund hilft gar nicht im Haushalt und sprechen hilft nicht?
Ich muss dazu sagen, dass er Vollzeit arbeiten geht und ich nicht, deswegen habe ich von Anfang an auch mehr gemacht, weil ich mir dachte das es so richtig ist. Wir haben aber eigentlich auch getrennte Haushalte und er bezahlt für mich nur das Mittagessen, während ich alle Putzmittel kaufe und auch so immer wieder etwas mitbringe für den Haushalt.
Anfangs ist es mir nicht aufgefallen, aber er nutzt mich ganz schön aus, wir machen nichts zusammen, er ist dafür aber oft weg auch mit einer anderen Frau ab und zu Essen, meine Gefühle und Sorgen werden ignoriert, er hilft auch nicht mit wenn ich ihn frage. Auch wenn ich seine Nähe suche sagt er sofort nein, während ich ihn natürlich oft massieren muss.
Sobald ich etwas neues gemacht habe, ich habe bspw. angefangen zu backen oder ich habe seine Wäsche gemacht, die Kaffeemaschine geputzt usw. dann hört er komplett auf und überlässt es mir. Auch den schweren Müll muss ich raus bringen und ich habe ihn vor Wochen schon gefragt ob er das machen kann, seitdem steht die Tonne überfüllt in der Küche.
Einmal habe ich ihn angesprochen, dass ich alles alleine mache und er es nicht mal schafft die Toilette nach Benutzung sauber zu machen und er kam mir mit dem Satz "Dann bleibe ich zu Hause und du gehst arbeiten", aber er vergisst komplett das er mich in jeder lage vernachlässigt und wie eine Putzfrau hält.
Ich bin 20 und er ist mein erster Freund, aber ich fühle mich in dieser Beziehung wie eine Ü50 jährige bei der die Luft aus der Ehe raus ist. All diese ersten male, Dates usw. habe ich trotz Freund nie bekommen, ich bin nur eine Haussklavin die sich nicht äußern darf.
Ich will es ändern, aber ihn auch nicht verlassen, weil ich ihn liebe und mich emotional von ihm abhängig gemacht habe
11 Antworten
Reden bringt nichts, du musst handeln.
Suche dir einen Job, dann kannst du auch argumentieren, warum ihr den Haushalt gemeinsam erledigen sollt.
Denn so wie es nun ist, wird er nicht einsehen, warum er mithelfen soll. Auch wirkst du so relativ langweilig. Das würde sich mit einem Job radikal verändern. Du hättest etwas zu erzählen, bildest dich weiter, wirst wieder interessanter.
Ihr seid dann auf Augenhöhe. Denn Momentan schaut er auf dich hinunter und das fühlt sich klar nicht gut an. Auch gibt in der heutigen Zeit ein Haushalt nicht mehr sonderlich viel zu tun.
Das war früher noch anders, als es noch keine Waschmaschine gab, man zum Kochen einfeuern musste etc. Das war dann wirklich ein Vollzeit Job.
Und nein, ich bin kein Mann, der dies unterschätzt. Sondern habe drei Kinder, die sobald sie grösser waren, es mir zu langweilig wurde, trotz grossem Garten. Ich ging wieder arbeiten und schmiss den Haushalt nebenbei, da ich ja nur Teilzeit arbeitete.
Du bringst dich ins Abseits, wenn du nicht autark zu leben beginnst. Sprich mit eigenem Einkommen und der damit verbundenen Eigenachtung.
Das macht dich dann auch wieder attraktiver für deinen Partner, der nach 8 Stunden Arbeit keine Lust auf Diskussionen hat, dass er den Müll runter bringen soll und dir auch sonst zur Hand gehen könnte.
Kommt ihr aber beide von der Arbeit nach Hause, dann ist es klar, dass man Hand in Hand die nötigen Handgriffe macht, damit es ein feines Abendessen gibt auf einem sauberen Tisch. Der Müll nicht zu stinken beginnt etc.
Auch hättest du dann die Möglichkeit mal ihn zum Essen einzuladen, eure gemeinsamen Aktivitäten wieder anzukurbeln.
Klappt das nicht, einfach weil er tatsächlich ein Heimchen am Herd möchte, hast du die Möglichkeit zu gehen um mit jemand Anders ein erfülltes Leben aufzubauen.
Oh, das ist nicht gut.
Vollzeitarbeit ist meiner Meinung nach kein Grund. Ich habe eine Vollzeitjob, einen 13-jährigen Sohn, alleinerziehend und muss mich mit Haushalt schon immer allein rumschlagen … allmählich wird es mit 13 besser, aber nicht leichter …
Versuche doch etwas konkretes zu vereinbaren, gerade die schweren Tätigkeiten …
Ansonsten musst du mal die Basis eurer Beziehung überdenken.
Ist eine realistische Prognose.
Das wäre für mich quasi das letzte Ultimatum. Kommunikativ ist das auch fair.
‚Ich möchte das jetzt vereinbaren. Wenn das nicht läuft, steht die Beziehung nicht mehr nur am Abgrund, sondern geht da runter.‘
Welche Beziehung?! Der Typ trifft eine andere Frau. Da packt man seine Sachen, sagt, dass es aus ist und geht und das für immer. Geredet hat sie ja bereits mit ihm, aber das war ja auch nur sprechen mit einer Wand.
Vielleicht schaust du mal bei Martin Rütter, dem „Hundeprofi“ rein und versuchst das Gesehene bei deinen faulen Partner anzuwenden.
Jedesmal ein „Leckerli“ wenn er im Haushalt aktiv wird.😉
ich denk, das wird nicht besser, wenn reden nicht hilft
Ich will es ändern, aber ihn auch nicht verlassen, weil ich ihn liebe und mich emotional von ihm abhängig gemacht habe
Sicher, dass du diejenige bist, die dich emotional abhängig gemacht hast, und nicht er? Denn was du beschreibst klingt so, als würde er das exakt so wollen, Abhängigkeit inklusive. Und das sind dann auch die, die typischerweise gezielt Abhängigkeit erzeugen.
Was übrigens auch meine Antwort auf "ich will es ändern" ist. Er will das nicht und damit kannst du das knicken. Er will die haussklavin. Und entweder du spielst die Rolle oder du wirst ausgetauscht gegen jemanden, der das tut. Und ja, in dieser Art Partnerschaft bist du austauschbar. Du bist da als Funktion, nicht als Person.
Ein Hinweis noch:
Wir haben aber eigentlich auch getrennte Haushalte
Und wie ihr einen gemeinsamen Haushalt habt. Ihr wohnt zusammen und kauft Dinge für das gemeinsame Leben. Ihr habt getrennte Kassen. Das ist nicht dasselbe.
Der Typ wird sich nicht an Vereinbarungen halten. Der hat eine kostenlose Haushälterin gefunden.