Der Antichrist?
Denkt ihr der Antichrist ist jetzt schon da? Viele meinen ja er sei grade in einer geheimen Insel da wo er sich vorbereitet... Aber wenn es so geheim sein soll woher wollen die wissen wo er ist gibt es den Antichrist überhaupt
6 Antworten
Da sind sich Christliche und muslimische Überlieferungen einig dass er derweil angekettet auf einer unsichtbaren Insel ist.
- Koran Vers 27 Kapitel 82
- Bibel, Offenbarung 13:1.
von Fātima bint Qais, Schwester von ad-Dahhāk ibn Qais, eine Frau, die zu den ersten Emigranten (muhādjirūn) gehörte: […] Ich hörte den Rufer des Propheten ausrufen, dass es Zeit sei für das gemeinsame Gebet. Also ging ich zur Moschee und verrichtete das Gebet mit dem Propheten, in der ersten Frauenreihe hinter den Männern. Als der Prophet sein Gebet beendet hatte, setzte er sich lachend auf die Kanzel und sagte: Jeder soll noch an seinem Platz sitzen bleiben! Darauf sagte er:
– Wisst ihr, weshalb ich euch hier zusammen behalten wollte?
– Das wissen Gott und sein Gesandter am besten, sagten sie.
– Ich habe euch nicht hier behalten, sagte er, um euch zu ermahnen oder zu erschrecken, sondern weil Tamīm ad-Dārī, ein Christ, der Muslim geworden ist, mir etwas erzählt hat, das mit dem, was ich euch über den masīh ad-dadjdjāl1 erzählt habe, übereinstimmt.
Er erzählte, dass er sich mit dreißig Männern aus den Banū Lakhm und den Banū Djudhām eingeschifft hatte und sie einen Monat lang auf See ein Spielball der Wellen waren. Dann waren sie bei einer Insel in derjenigen Richtung, in der die Sonne untergeht, vor Anker gegangen, und sie waren mittels eines Beiboots an Land der Insel gekommen. Dort trafen sie ein haariges Tier, so dicht behaart, dass sie die Vorderseite nicht von der Hinterseite unterscheiden konnten.
– Wehe Dir, was bist du für eins? fragten wir.
– Ich bin die Dschassasa (djassāsa), antwortete das Tier, worauf wir fragten, was dies sei.
– Menschen, sagte das Tier, ihr sollt zu dem Mann im Kloster gehen, denn der sehnt sich danach, bestimmte Berichte von euch zu hören.
Als es einen von uns beim Namen nannte, bekamen wir Angst, dass es eine Teufelin sei. Wir eilten zu dem Kloster und fanden darin den gewaltigsten Mann, den wir je gesehen hatten, die Hände in seinem Nacken gefesselt und mit eisernen Fesseln zwischen seinen Unterschenkeln bis zu seinen Fußgelenken.
– Wehe dir, wer bist du?
– Von mir hättet ihr früh genug gehört, aber erzählt mal, wer seid ihr?
– Wir sind Araber, wir waren an Bord eines Schiffes gegangen, aber wir gerieten in ein stark tosendes Meer und blieben einen Monat lang Spielball der Wellen. Darauf gingen wir bei deiner Insel vor Anker; wir gingen in das Beiboot und gingen an Land der Insel, auf der wir ein haariges Tier trafen, so dicht behaart, dass die Vorderseite nicht von der Hinterseite zu unterscheiden war.
– Wehe Dir, was bist du für eins? fragten wir.
– Ich bin die Dschassasa, antwortete das Tier, worauf wir fragten, was dies sei.
– Ihr sollt zu dem Mann im Kloster gehen, sagte es, denn der sehnt sich sehr danach, bestimmte Berichte von euch zu hören. Wir eilten also zu dir, denn wir hatten Angst vor dem Tier und waren nicht sicher, dass es keine Teufelin sei.
[Der gefesselte Mann] sagte:
– Erzählt mir von den Dattelpalmen in Baisān.
– Was willst du genau wissen?
– Ich frage auch, ob die Bäume Frucht tragen oder nicht.
– Ja, sagten wir. Darauf fragte er:
– Ich denke, sie werden demnächst keine Früchte mehr tragen. Darauf sagt er:
– Erzählt mir von dem See von Tiberias.
– Was willst du genau wissen?
– Ist Wasser darin?
– Es steht ganz viel Wasser darin. Darauf sagte er:
– Bald wird er trockenfallen. Darauf sagte er:
– Erzählt mir von der Quelle Zughar.
– Was willst du genau wissen?
– Ist Wasser darin, mit dem die Bewohner ihr Land bewässern?
– Ja, sagten wir, es steht viel Wasser darin, und die Bewohner bewässern damit ihr Land. Darauf sagte er:
– Erzählt mir von dem Propheten der Heiden;2 was hat er getan?
– Er hat Mekka verlassen und sich in Yathrib [= Medina] niedergelassen.
– Haben die Araber ihn bekämpft?
– Ja.
– Was hat er mit ihnen gemacht?
Darauf erzählten wir ihm, dass er die angrenzenden Araber besiegt hatte und sie ihm gehorchten.
– Ist das wirklich [schon] geschehen?
– Ja.
– Es ist besser für sie, ihm zu gehorchen. Jetzt werde ich etwas über mich selbst erzählen. Ich bin der Messias (masīh);1mir wird alsbald erlaubt, auszubrechen und durch das Land zu reisen. Es wird keine Stadt geben, in der ich nicht vierzig Tage verweile, außer Mekka und Taiba, denn diese beiden sind mir verboten. Jedes Mal wenn ich in eine der beiden hineingehen will, kommt ein Engel mir mit gezogenem Schwert entgegen und versperrt mir den Weg; auch jeder andere Durchgang wird von Engeln überwacht.
Darauf sagte der Prophet, während er mit seinem Stab auf die Kanzel schlug: Es ist Taiba, es ist Taiba, es ist Taiba—das heißt Medina—hatte ich es euch nicht erzählt?
– Ja, sagten die Menschen.
– Mir gefällt Tamīms Erzählung, fuhr der Prophet fort, weil sie mit dem übereinstimmt, was ich euch über [den dadjdjāl] und über Mekka und Medina erzählt habe. Schau, er ist im Syrischen Meer (oder: im Jemenitischen Meer.3) Aber nein, doch nicht: er ist im Osten, im Osten, im Osten! und er machte eine Gebärde in Richtung des Ostens.
[Fātima bint Qais] sagte: Diese [Erzählung] des Propheten habe ich mir eingeprägt.4
Die Geschichte vom Antichrist ist eine Wahnidee auf der Grundlage von verrückten religiösen Phantasien, Fehldeutungen der Bibel und düsteren paranoiden Endzeitvorstellungen aufgrund eigener Ängste angesichts der bedrohlichen Entwicklung der Zivilisation.
Die Apokalypse des Johannes wurde von ihm im Exil auf der abgelegenen Insel Patmos geschrieben. Dort litt er vermutlich unter seiner Einsamkeit und traumatischen Ängsten, die ihm psychisch keine innere Ruhe ließen. Infolgedessen hatte er solche phantasievollen Endzeitvisionen von den letzten Tagen der Menschheit. Wenn daran etwas wahr ist, dann bezieht es sich auf den Untergang des Römischen Reiches, der sich damals für sensible Menschen bereits ankündigte.
Was heutzutage insbesondere Evangelikale und Adventisten, also religöse Spinner, Extremisten und Phantasten, daraus schließen, halte ich für hirnverbrannten Unsinn.
So ganz harmlos ist das aber nicht zu bewerten, weil diese Gruppierungen zunehmend an Einfluss gewinnen angesichts einer überentwickelten, aus dem vernünftigen Gleichgewicht geratenen globalen Zivilisation. Das heutige Wertsystem ist nihilistisch. Es entwickelt die Technik, insbesondere die Kriegstechnik, bis hin zu bedrohlichen Vernichtungspotentialen, und auf religösem Gebiet verfällt sie altertümlichen und mittelalterlichen Glaubenssystemen.
Dabei sollte die menschliche Gesellschaft vielmehr die Ökologie, die Menschlichkeit und das Gottvertrauen pflegen und in den Mittelpunkt ihrer Werte stellen.
Das griechische Wort hat zwei Bedeutungsnuancen. Es beschreibt das, was gegen (griechisch antí) Christus ist, oder auch einen falschen Christen, jemanden, der sich an die Stelle von Christus stellt. Alle Menschen, Organisationen oder Gruppen, die zu Unrecht behaupten, Christus zu repräsentieren, die sich als Messias ausgeben oder die Christus und seinen Jüngern Widerstand leisten, kann man zu Recht als Antichristen bezeichnen (1Jo 2:22).
Gemäß Bibel ist der Antichrist ein Zusammenschluss von Menschen, die gegen die wahre Religion kämpfen. Diese Gruppe ist schon da. Man erkennt sie u. a. daran, dass sie den Namen Gottes (JHWH / JAHWE / JEHOVA) ausmerzen möchten.
Der Antichrist existiert bereits in der Form von gesellschaftlicher Degeneration.