Christen und Juden sind unsere Brüder?
Hallo...
Manche Muslime verabscheuen es, dass man als Muslim zu Juden und Christen sagt, dass sie unsere (Glaubens)Brüder sind. Sie sagen sogar, dass man bei solch einer AUssage Kafir ist...
ABer Harun Yahya sagt zum Beispiel immer:
"Unsere christliche Brüder"
Was stimmt jetzt? Wo steht, dass man sowas ihnen nicht sagen darf...wo steht, dass man es denen sagen darf?...
27 Antworten
Es gibt im Islam wie im Christentum, einige Zweige die unterschiedliche Ansichten haben. Wir im Iran sehen Juden und Christen als unsere Brüder an. Der Islam ist die Fortsetzung des Judentums und des Christentums. Islam vereint alle drei Religionen und gilt daher als die letzte von Gott gebrachte große Weltreligion und als die perfekteste(kompletteste)Religion. Moses oder Jesus sind große Propheten im Islam. Im Schiitischem Glauben heißt es sogar das der 12 Emam(Mahdi)eines Tages auferstehen wird und das Böse zusammen mit Jesus, der ebenfalls auferstehen wird, bekämpfen werden. Jesus und Emam Mahdi werden Seite an Seite stehen und das Böse bekämpfen. Wie du im Video sehen kannst, küsst Ahmadinejad sogar Jüdische Rabbiner, weil er sie als Brüder ansieht. Bei den Wahabiten wäre sowas undenkbar. Sie legen den Koran auch völlig falsch aus und wollen darin Dinge erkennen, die es gar nicht gibt. Sunniten haben wiederum andere Ansichten.
Schau es einmal von der anderen Seite an ...
Alle Menschen sind Brüder ...
Egal ob Brüder im Glauben oder weil sie blut- oder wahlverwandt sind. Alle Menschen sind Brüder in ihrem Menschsein, in ihrer Wesenheit ... alle Menschen bestehen aus Körper, aus Geist und aus einer Seele.
Nun ist es allerdings so, dass nicht in jeder Gesellschaft im offiziellen Sprachgebrauch Menschen als Brüder und Schwestern bezeichnet werden (wollen und dürfen) die nicht miteinander durch Geburt miteinander verschwistert sind.
Und ich würde meinen, hier kommt es nicht so sehr auf die Anrede an:
Als Bruder und Schwester im jüdischen, christlichen, oder muslimischen Glauben bezeichnet zu werden ... denn das Wichtigste ist nicht das Wort, das Wichtigste ist der Gedanke und die Handlung, welche aus dem Gedanken entspringt ... Und Gott, der in den Herzen der Menschen liest, der bedarf keiner Worte um den Menschen zu verstehen..
Daher sollten wir alle Menschen so behandeln, wie man Schwestern und Brüder behandelt, mit Respekt und mit Liebe ...
Assalamo Aleykum
Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden, die Christen und die Sabäer, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut - diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein. [2:62]
Der Koran nennt die Juden und Christen das "Volk der Schrift", d.h. sie sind diejenigen, die göttliche Offenbarungen vor der Zeit des Propheten Muhammad erhalten haben. Muslimen ist auferlegt, sie mit Respekt und Gerechtigkeit zu behandeln und nicht mit ihnen zu kämpfen, solange diese nicht Feindseligkeiten beginnen oder den Islam verspotten. Dieser Respekt und die Toleranz ist aber nicht nur auf Christen und Juden beschränkt. Dennoch haben sie aufgrund der monotheistischen und abrahamitischen Tradition einen besonderen Stellenwert bei den Muslimen. Die Muslime tragen die Hoffnung, daß die Christen und Juden sich ihnen anschließen, um den Einen Gott anzubeten und sich Seinem Willen zu unterwerfen.
"Sprich: 'O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns, daß wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen, und daß nicht die einen von uns die anderen zu Herren annehmen neben Allah.' Und so sie den Rücken kehren, so sprechet: 'Bezeuget, daß wir Muslime sind'." (Koran 3:64)
Sure 3, Vers 3: Herabgesandt hat Er auf dich das Buch in Wahrheit, bestätigend, was ihm vorausging. Und herabsandte Er die Tora und das Evangelium zuvor als eine Leitung für die Menschen und sandte nun die Unterscheidung.
Sure 3, Vers 65: O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Tora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt ward? Habt ihr denn nicht Verstand?
Aber:
[5.17] Ungläubig sind wahrlich, die da sagen: «Sicherlich ist Allah kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria» Sprich: «Wer vermöchte wohl etwas gegen Allah, wollte Er den Messias, den Sohn der Maria, zunichte machen, und seine Mutter und all jenes, was auf Erden ist?» Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist. Er erschafft, was Er will; und Allah hat Macht über alle Dinge
Menschen verschiedener Religionen können sich niemals als Brüder und Schwestern betrachten. Das ist ein Unding. - Sie würden sich sonst ihrer eigenen Religion, ihrer eigenen Überzeugung gegenüber verleugnen, weil sie damit indirekt den Unterschied ihrer eigenen Glaubensüberzeugung widerlegen würden. - Hoffe, ich habe mich allgemeinverständlich ausgedrückt.
Trotzdem sind mir Andersgläubige lieber als Ungläubige und Atheisten. - Schließlich gehen sie gemeinsam davon aus, sich für ihre Taten einmal vor Gott verantworten zu müssen und werden sich mehrheitlich deshalb anders verhalten, als alles gottlose Volk.
Da alle Menschen von Adam und Eva abstammen, sind wir alle Brüder und Schwestern! Was nun den Glauben anbelangt, so haben wir von Gott alle einen völlig freien Willen bekommen. Ich sehe das so:
Es gibt nur einen e i n z i g e n Gott in der ganzen Unendlichkeit! Er allein ist das Leben und wir alle haben das Leben von ihm. Vor 2000 Jahren wollte Gott, unser liebevollster Vater im Himmel und ewiger, vollkommener und allmächtiger Urmensch aller Menschen, der ewig unschaubar war, seinen Menschenkindern, ein schaubarer und fühlbarer Gott und Vater sein und sie persönlich belehren.
Weil aber seine Kinder mit ihren materiellen Augen das Geistige nicht sehen können und mit ihren Händen das Geistige nicht greifen können, zog er über sein Geistiges das fleischlich-menschliche Wesen an, das auch seine Kinder tragen und wurde gleich ihnen ein w a h r e r Mensch.
Um sich von einer Frau gebären zu lassen, suchte der Himmlische Vater auf der Erde eine reinste, demütige Seele und fand sie in Israel. Maria war damals die reinste Seele auf der ganzen Erde.
Gott, dessen Willenskraft Sonnen, Engel und Menschen sowie alles was die Unendlichkeit trägt, hervorgebracht hat, befruchtete die Maria geistig und ließ sich von ihr als den Menschen Jesus gebären. Das heißt, Gott schuf eine geeignete Samenzelle und brachte diese mit seiner Allmacht, o h n e Geschlechtsverkehr, in die Maria und befruchtete sie.
So ist der von Maria geborene Jesus vollkommener Gott und ist zugleich wahrer, geschaffene Mensch in E i n e r Person!
Der Vater ist dabei das ungeschaffene Göttliche in Jesus, der Sohn ist das geschaffene Menschliche an Jesus, und der Heilige Geist ist die Willenskraft Gottes, die aus Jesus ausgeht und die alles schafft in der ganzen Unendlichkeit.
Das Göttliche in Jesus ist natürlich größer, als das Menschliche an Jesus! Das Menschliche an Jesus (Sohn) hat immer getan was das Göttliche in Jesus (Vater) gewollt hat. Die Wunder hat nicht das Menschliche an Jesus, sonder das Göttliche in Jesus vollbracht. Vater und Sohn in Jesus haben natürlich, in Gedanken, miteinander gesprochen. Wenn Jesus betete geschah das deshalb, um sein Menschliches mit seinem Göttlichen inniger zu vereinigen.
Das beste Verständnis des Verhältnisses von Vater, Sohn und Heiligem Geist findet man im „Großen Evangelium Johannes“, das der Prophet Jakob Lorber durch göttliche Offenbarung für unsere Zeit erhalten hat. (Das ist das Ewige Evangelium. Siehe „Offb 14,6) Darin erzählt Jesus sein dreijähriges Lehramt und erklärt viele Geheimnisse der Schöpfung! Ein wunderbares Werk für alle die Jesus lieben!
Doch echte Propheten wie Jakob Lorber (1800-1864) haben es schwer. Mit Ausnahme von Elias und Samuel wurden nahe alle von Gott gesandten Propheten mit Steinwürfen getötet: Mt 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Heute werden sie t o t geschwiegen, lächerlich gemacht, verdammt und verleumdet!