Es gibt Leute, die es wissen, wie es ist, gestorben zu sein. Zumindest "fast".
Googel mal ein bisserl nach "Nahtoderfahrungen".
Ich denke, der Tod wird von jedem ganz individuell erfahren.
Jedenfalls ist es eine ganz normale, ganz alltÀgliche Sache, man muss kein Problem draus machen, vorausgesetzt, dass es kein gewaltsamer Tod ist. StÀndig wird gestorben, Menschen, Vögel, Katzen, Hunde, KÀfer, Schmetterlinge. Ich hab mal eine schöne Definition von "Tod" gelesen:
"Die Natur hat den Tod erfunden, um stÀndig neues junges Leben haben zu können."

Woraus besteht denn die bewohnbare Erdkruste? Aus den verwesten Leichen all der Lebewesen, die vor uns gelebt haben. Wir leben auf einem riesengroßen Friedhof.
Auch der Meeresboden ist ein Friedhof. Doch der Tod bewirkt, dass das Leben weitergeht, sich stÀndig verÀndert, erneuert.

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Mary Oliver?
Englische Gedichte und tiefgrĂŒndig! Zum Beispiel

Wild geese

You do not have to be good
You do not have to walk on your knees
for a hundred miles through the desert, repenting.
You only have to let the soft animal of your body
love what it loves.
Tell me about despair, yours, and I will tell you mine.
Meanwhile the world goes on.
Meanwhile the sun and the clear pebbles of rain
are moving across the landscape,
over the prairies and the deep trees
the mountains and rivers.
Meanwhile the wild geese, high in the clean blue air,
are heading home again.
Whoever you are, no matter how lonely,
the world offers itself to your imagination,
calls to you like the wild geese, harsh and exiting
over and over announcing your place
in the family of things

đŸŠâ€âŹ›đŸŒ»đŸŠ‹đŸ˜„đŸȘ°đŸ˜ž

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Maurice, der Kater

von Terry Pratchett.
Ich hab das Buch im Flughafen in Berlin gekauft und bis ich in MĂŒnchen war, hatte ich es ausgelesen.
Es hat nicht nur hohen Unterhaltungswert, sondern ist sprachlich gut und sehr lehrreich.

Maurice lebt auf der Scheibenwelt und treibt sich meistens in der NĂ€he der ZaubereruniversitĂ€t herum. Wenn Zauberer zaubern, dann mißlingt ihnen auch so manches, und den Abfall ihrer Experimente werfen sie einfach aus dem Fenster.
Ihre AbfĂ€lle sind natĂŒrlich, wenn sie durch die HĂ€nde der Zauberer gegangen sind, meistens noch etwas magisch. Am Fuß der UniversitĂ€t wohnt ein Rattenvolk, das sich an diesen AbfĂ€llen gĂŒtlich tut. Und deshalb ist auch Maurice dort oft unterwegs. Nicht wegen der AbfĂ€lle, sondern wegen der Ratten.
Wenn man magisches Zeug frisst, geht die Magie halt auch in den Blutkreislauf und ins Gehirn. So geschah es, dass die Ratten das Denken lernten.
Und Maurice fraß so eine intelligente Ratte. Da nahm das Schicksal seinen Lauf.
Die Ratte quiekte nÀmlich nicht, sondern redete, schlug dem Kater einen Handel vor.
Wenn sich ein intelligenter Kater mit intelligenten Ratten verbĂŒnden, dann können sich die Menschen auf was gefasst machen, entweder sie lernen oder sie gehören der Katz .......
Oh oh, ich merk schon, ich geh heut mit Maurice und den Ratten ins Bett. :-)
Das war mein erstes Buch von der Scheibenwelt, und das hat mich sĂŒchtig gemacht nach den anderen ScheibenweltbĂŒchern.

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Gib mal bei Amazon das Stichwort "BuchfĂŒhrung" ein. Da gibt es eine ganze Reihe solcher BĂŒcher.
Auch "BuchfĂŒhrung fĂŒr Dummies" gibt es da. Ich habe selber ein paar Dummie-BĂŒcher. Die sind gar nicht schlecht. Z.B. hab ich "Italienisch fĂŒr Dummies, Latein fĂŒr Dummies und Ă€hnliche. Da wird die Sache einfach und anschaulich erklĂ€rt, nicht so kompliziert wie in FachbĂŒchern. Wenn du so ein Dummie-Buch durch hast, dann kannst du dich auch an FachbĂŒcher wagen.
Ein Traumberuf ist es meiner Ansicht nach nicht, aber wenn man gern mit Zahlen umgeht, warum nicht?
Und wenn du nicht nur Finanzbuchhaltung lernen willst, sondern Bilanzbuchhaltung - solche Leute werden gut bezahlt.
Ich drĂŒck dir die Daumen!

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Wenn die Grundvoraussetzungen stimmen wie Zeit zu haben, eine warme Stube und was gutes zu essen, und meine Hausgenossen keine schlechte Laune verbreiten - ja dann brauche ich nur noch einen Garten mit Vogelbesuch, einen gefĂŒllten BĂŒcherschrank und ein Klavier. Da sitze ich dann mitten im Universum auf meinem kleinen Fleckchen Erde und bin rundum glĂŒcklich. Und kein Sechser im Lotto könnte mich glĂŒcklicher machen. Höchstens ein neues Klavier. Meines war beim Kauf schon ziemlich ramponiert. Je nun, so eines ist jedenfalls viel viel besser als k e i n Klavier.

Ja noch was: der FrĂŒhling gehört auch noch dazu.

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Das ist ein falscher Schluss. Nur milliardĂ€re sollte es nicht geben. Zu so einer Meinung kommt man durch Lebenserfahrung und vernunft. Wenn Kommunisten der gleichen Meinung sind, ist doch gut. Das ist ein Ă€hnlicher Schluss wie: hexen haben rote Haare. Marie hat rote Haare, also ist Marie eine Hexe. đŸ˜ș

Oder: Demokratien sind grundsÀtzlich gut und Diktaturen sind grundsÀtzlich böse.

Athen, die Wiege der Demokratie, war im 5. Jahrhundert v.chr. eine imperialistische macht. Sie war nicht friedliebend. Sie war völlig militaristisch und schlug die anderen Stadtstaaten. Und sie war eine Demokratie. Das britische Empire war im 19. Jahrhundert die demokratischste und gewalttĂ€tigste nation der Welt. Und wie ist es jetzt? Die USA sind das militaristischste Land der Welt. UmstĂŒrze von Regierungen, putsche, farbrevolutionen, kriege unter falschem Vorwand usw. Sie sind extrem gewalttĂ€tig und eine demokratie

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Seltsamer SchĂŒler, was tun?

Ein SchĂŒler (6. Klasse, 12 Jahre) fĂ€llt auf, weil er "anders" ist als andere Kinder. Er ist ruhig und freundlich, motiviert und zuvorkommend, er macht seine Aufgaben, fĂŒhrt die Hefte sauber, hat gute Noten und stört den Unterricht nicht. Er ist nett zu den anderen, aber er macht keine Anstalten, "dazu zu gehören". Er kommt einfach nur jeden Tag zur Schule.

Er ist ganz anders als die anderen seiner Klasse sehr unsportlich, wenig gesellig, hat recht alte Eltern (der Vater ist bereits Rentner) und hört Schlager und Kinderlieder, sieht Kinderprogramm und liest viel. Sein "Style" ist sehr schlicht und einfach, T-Shirt oder Sweatshirt, er interessiert sich weder fĂŒr die Gruppe noch fĂŒr alles, was typisch fĂŒr Kinder und Jugendliche ist. Seine Eltern sind vermögend, aber zurĂŒckgezogen, die Familie geht zwar in die Kirche und ist gut katholisch, geht aber nicht in die Vereine. Es fĂ€llt in der kleinen Gemeinde auf, dass er "anders" ist.

Einige Eltern der Klasse halten ihn fĂŒr schlechten Umgang und tuscheln.

Noch etwas verwundert: Er hat keine typischen "Jugendhobbys". Wenn er von Hobbys spricht, dann geht er mit seinem Vater wandern oder hilft der Mutter im Haushalt oder besucht seinen Onkel oder Opa oder hört Musik. Er zeichnet auch gern und baut Modelle zusammen. FĂŒr MĂ€dchen interessiert er sich ĂŒberhaupt nicht, er ist nur "normal nett" zu ihnen.

Er ist privat die meiste Zeit zuhause bzw. im Familienkreis, was auch die Mutter bestÀtigte. Er sei mit Nachbarskindern befreundet.

Er ist in der Klasse kein Außenseiter und immer freundlich zu den anderen und andere Kinder mögen ihn, aber er ist weder selbstbewusst noch gesellig, immer sehr ernst, lacht nur selten. Die Eltern sind Ă€hnlich. Es fĂ€llt den Lehrern auf, dass er so gar nicht "jugendlich" ist, einerseits hat er kindliche, nicht altersgemĂ€ĂŸe Hobbys, andererseits wirkt er viel "Ă€lter", weil er so "abgeklĂ€rt" wirkt.

Sollte man als Lehrer etwas machen oder sollte man ihn einfach in Ruhe so lassen, wie er ist? Sollte man ihn Ă€rztlich ĂŒberprĂŒfen lassen?

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Ich hatte auch alte Eltern. Mein Vater war fast 60, als ich zur Welt kam.
In der Schule war ich lange ein Außenseiter. Bis eine "Neue" in die Klasse kam, die so Ă€hnlich wie ich war. Wir beide waren Leseratten. Das mag nicht viel aussagen.
Ich wĂŒrde den Jungen nur ein wenig im Auge behalten.
Aus Zeichnungen kann man manches herauslesen, angefangen mit der Auswahl der Farben bis zu den Motiven. Ist Bewegung in den Bildern oder sind sie eher statisch.
Vielleicht könnte er mit einer kleinen Aufgabe betraut werden, die er außerhalb der Schulzeit erledigen mĂŒsste. Das wĂ€re eine Gelegenheit, mit ihm ins private GesprĂ€ch zu kommen.

Dass er sehr ernst ist und selten lachten, das gibt schon etwas zu denken.
Ich finde es große Klasse, dass du dir um ihn Gedanken machst. đŸŒ» Kinder, die irgendwas verbergen mĂŒssen, sind seelisch oft total allein.
Behalte ihn in deiner Aufmerksamkeit. Er wird das auch spĂŒren.
Aber vielleicht ist die ganze Familie sehr introvertiert und der Junge ist eben darin aufgewachsen.

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Die Evolutionstheorie ist eine altehrwĂŒrdige Theorie. Doch so manches ist nicht bewiesen. Eines davon: Die Makroevolution, wie aus einer Art andere Arten entstanden sind. Adaption und VarietĂ€t fĂŒhren zu VerĂ€nderungen innerhalb einer Art.

Ein anderes Klima, andere Nahrungsquellen, andere Fressfeinde. Der Anpassungsprozess der isolierten Population an die aktuellen Gegebenheiten fĂŒhrt nach und nach zu einer Entfernung von der Ursprungsform.

Das ist eine gedankliche FortfĂŒhrung der Anpassung. Doch um glaubwĂŒrdig zu sein, mĂŒssten Fossilienfunde vorhanden sein. Zwischenstufen zwischen einer Art und einer anderen. Aber die gibt's nicht.

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Weil ich diese Aussage, dass wir zum Lernen auf dem Planeten sind, schon so oft in meinem Leben hörte, habe ich mich schließlich genau so oft gefragt:
Was um Himmels willen soll ich denn lernen? Was ist es???

Und - so wie's aussieht, schĂ€lt sich so langsam eine Antwort heraus. â˜șâ˜șâ˜ș

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Ich nicht, aber meine Eltern.
Im 2. Weltkrieg waren Verwandte in die Armee eingezogen worden.
Meine Eltern hatten Fotos dieser Verwandten an die Wand gehÀngt.
Sie saßen gerade beim Essen, als ein bestimmtes Foto auf den Boden fiel.
Mein Vater sagte: Der Paul ist gefallen.
Paul war sein Neffe. Und als sein Vater die Nachricht vom Tod seines Sohnes bekam, hat er Tag und ungefÀhre Uhrzeit bestÀtigt.
Pauls Überreste liegen heute in einem Soldatenfriedhof in Polen. Er war noch jung.

Und ich erinnere mich an ein Buch, das ich mal gelesen habe.
Zwei französische Wissenschaftler durften in einem Krankenhaus mit schwer herzkranken Menschen dahingehend Versuche machen, ob es etwas gÀbe, das beim Tod den Körper verlÀsst, sowas wie eine Seele. Mit Erlaubnis der Kranken und der Klinikleitung trainierten sie die Kranken, mit Gedankenkraft den Fernseher einzuschalten, ohne Fernbedienung, nur durch deren Absicht und Willen.
Die Einschaltvorrichtung war auf sehr leicht eingestellt. Und einige Kranke lernten das.
Und der Versuch war erfolgreich. Hab leider vergessen, wieviele Sterbende es schafften, beim Tod den Fernseher einzuschalten, aber es soll angeblich bei einigen gelungen sein.

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Die Evolution des menschlichen Bewusstseins wird weitergehen, hoffe ich.
Die Bewusstseinsforscher unterscheiden verschiedene Phasen des Bewusstseins:
Die Àlteste: das archaische Bewusstsein, dann darauffolgend entwickelte sich das magische Bewusstsein, das mythische und das mentale, das Wissenschaft und Technik so hochbrachte.
https://xn--schlsseltexte-geist-und-gehirn-7ed.de/downloads/Bewusstseins-Entwicklung.pdf

Das jetzige Bewusstsein, das mentale, lÀuft sich tot. Es wird aber nicht ausklingen wÀhrend das neue Bewusstsein allmÀhlich entsteht, sondern zusammenbrechen.
Das neue Bewusstsein, das schon seit einiger Zeit immer mehr Menschen entwickeln, nennt man das integrale Bewusstsein.
Ich kenne mich auf diesem Gebiet noch nicht so gut aus, aber ich glaube, wir können uns auf das neue Bewusstsein freuen.
Die Empathie, das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl wird zunehmen und der Sinn fĂŒr die Menschheitsfamilie. Die Kinder können wieder artgerecht aufwachsen, weil ihre Eltern wissen, was sie brauchen und es ihnen geben.
Es wird keine Kriege mehr geben.

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Es gibt tatsĂ€chlich Echsenmenschen. NatĂŒrlich nicht solche wie in der Science-Fiction-Literatur. Doch im ĂŒbertragenen Sinn kann man von Echsenmenschen sprechen. Man erkennt sie am Ausdruck ihrer Augen. Ihre Spiegelneuronen spiegeln nicht viel. Sie sind kalt.
Der Neurowissenschaftler Paul MacLean zeigt in seinen Forschungsarbeiten die auffallenden Ähnlichkeiten zwischen den drei neuronalen Systemen in unserem Kopf und den Gehirnstrukturen der drei Haupttiergruppen der Evolution: denjenigen von Reptilien und denen der alten und neuen SĂ€ugetiergruppen.
Die Natur gibt ein funktionierendes System niemals auf, sondern baut neue, erweiterte und effizientere Systeme auf dem alten auf. Den ererbten BauplĂ€nen fĂŒgen wir dann noch die Inhalte der sich stĂ€ndig verĂ€ndernden LebensumstĂ€nde hinzu. Deshalb sind wir so außerordentlich anpassungsfĂ€hig.

Das Àlteste Gehirn ist das Reptiliengehirn. Mit ihm können wir Fahrrad fahren lernen oder Klavier spielen. Das Repertoire seiner Handlungen ist spÀrlich: Kann ich es fressen, taugt es zur Paarung oder kann ich von ihm gefressen werden?
Dieses R-System versteht sich auf TĂ€uschungsmanöver, erlernt in Urzeiten, um Raubtieren zu entkommen. Diese FĂ€higkeit zur TĂ€uschung kann im Sinne unseres Neokortex angewendet werden. Wenn dieser ein BĂŒndnis mit dem R-Gehirn eingeht, lernen wir zu lĂŒgen und uns zu freuen, wenn wir erfolgreich getĂ€uscht haben. Es ist auch sehr hilfreich fĂŒr Strategien fĂŒr geschĂ€ftliche oder politische Erfolge. Mit dem R-System kann man sehr schnell reagieren, es kann lebensrettend sein.

Das alte SĂ€ugetiergehirn hat die Grundlagen fĂŒr jegliche Art von Beziehung geschaffen, mit dem Hilfsmittel von Emotionen. Es will ja seine Jungen großziehen.
Mit diesem SĂ€ugetiergehirn hat die Natur einen Quantensprung ĂŒber das Reptil hinaus gemacht.

Unser drittes Gehirn ist der Neokortex, der das Denken und die Sprache möglich macht.

Die drei Gehirne reagieren auf die Signale der jeweils anderen zwei. So wie das emotional-kognitive Gehirn auf Warnsignale aus dem R-System reagiert, indem es uns mitteilt, dass sich ein SĂ€belzahntiger nĂ€hert, so reagiert es auch auf Bewertungen, Kritik, Ängste und Sorgen und malt sich auf verschiedene Weisen aus, dass sich der SĂ€belzahntiger an uns heranschleicht.
Jeder negative Gedanke oder Vorfall fĂŒhrt eine Verlagerung unserer Energie und Aufmerksamkeit aus dem Vorderhirn in das Hinterhirn herbei und sieht SĂ€belzahntigergespenster und schmĂŒckt das gerade gĂ€ngige Narrativ aus.

Die neueste Errungenschaft der Evolution ist das vierte Gehirn, die vorderen Stirnlappen, der prÀfrontale Kortex. Die Erforschung der zweiten Phase des prÀfrontalen Kortex - in der ersten Phase in der Kindheit entwickeln sich konkrete Sprachmuster - steckt noch in den AnfÀngen. Aber anscheinend hÀngt es von der QualitÀt der Entwicklung dieser Phase ab, ob wir den Weg der Gewalt einschlagen oder den Weg der Transzendenz.

Die Entwicklung der menschlichen Gehirne ist ungeheuer spannend.
Aber an der Fantasie von Echsenmenschen - da ist was dran. Menschen ohne Empathie, krasse Egoisten, deren Reptiliengehirn die FÀhigkeiten der spÀteren Gehirne in seine Dienste stellt, anstatt umgekehrt.
Im Extremfall: menschliche SĂ€belzahntiger.

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Am treffendsten finde ich "gefeit".

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Das kommt öfter vor. Ein Kind, das katholisch erzogen wurde, will raus aus der Religion. Und umgekehrt auch.
Du musst getauft werden, wenn du nach kirchlichem Recht Katholik werden willst.
Aber dich interessiert bestimmt nicht die kirchliche BĂŒrokratie, sondern die reine Religion. Und das ist eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.
Gott wird nicht von der Kirche verwaltet, der ist fĂŒr die Menschen da, und zwar direkt, ohne kirchliche BĂŒrokratie.
Ich schlage vor, du handelst das mit Gott selber aus. Rede einfach mit ihm.
Er hört zu. Du bist dann halt heimlich eine katholische Christin.
Noch besser wĂ€re es, wenn du ohne kirchliche Institution eine Beziehung mit ihm aufbauen wĂŒrdest. Dazu braucht es weder Taufe noch Kommunion. Aber wenn dir die kirchliche Tradition gefĂ€llt, warum nicht?

Es geht darum, ob du dich selber taufen kannst oder ob das ein anderer fĂŒr dich tun muss. Guck mal, da hat schon mal jemand Ă€hnlich gefragt:

https://www.gutefrage.net/frage/kann-ich-mich-alleine-taufen-lassen

Wenn das mit der Taufe geklÀrt ist, das mit der Kommunion ist nicht kompliziert.
Du hast ja bestimmt noch keine schwere SĂŒnde begangen, also kannst du jederzeit zur Kommunion. Und da gibt's ja noch eine Steigerung: die TodsĂŒnde. Nur die mĂŒsstest du vorher beichten. Aber glaub mir, eine TodsĂŒnde begehen, das bringen nur Erwachsene zustande, nicht Jugendliche in deinem Alter.

Ich bin katholisch aufgewachsen und habe meine Kinder auch taufen lassen.
Mein Sohn kam mit dem Religionslehrer in der Grundschule nicht zurecht. Nicht weil er frech war, sondern der Lehrer konnte mit Kindern ĂŒberhaupt nicht gut umgehen und bestrafte ihn hĂ€ufig. Weil sich mehrere Eltern ĂŒber ihn beschwerten, wurde er dann von der Kirchenbehörde an einen anderen Ort versetzt.

Aber warum ich das erzĂ€hle: Mein Sohn war durch den missglĂŒckten Religionsunterricht so verstört, dass er sich weigerte, den Kommunionsunterricht zu besuchen. Ich wollte ihn auch nicht dazu zwingen. Aber das hatte seine Folgen. Meine ganze katholische Familie stellte eines Tages fest, dass mein Junge noch keine Erstkommunion gefeiert hatte, zu deren Feier sie natĂŒrlich kommen wollten.
Der Druck der Familie war so stark, dass ich nachgab und meinen Sohn ĂŒberredete, doch noch das mit der Kommunion zu machen. Er war einverstanden, wollte aber nicht mit den kleineren Kindern in den Kommunionunterricht. Es war ja mittlerweile schon ein Jahr vergangen. Die Sache war nun schwierig. Ich wandte mich deshalb an den Jugendpfarrer in MĂŒnchen.
Der sagte, "ja warum geht er nicht einfach zur Kommunion? Laden Sie die Verwandtschaft ein und gehen Sie in irgendeinen Gottesdienst. Und da kann der Junge zur Kommunion gehen. Er geht dann einfach nach vorne, wenn andere Leute auch gehen."
"Ja geht das denn auch ohne Erstkommunionfeier und ohne Kommunionkerze und Beichte?"
Der Pfarrer sagte: "NatĂŒrlich. Eine TodsĂŒnde hat er bestimmt nicht. Also kann er gehen. Und die Feiern und Zeremonien sind nur Brauchtum, sind nicht notwendig."
Und so haben wir das dann gemacht, und alle waren zufrieden.

Das kannst du auch so machen. Einfach an einem Gottesdienst teilnehmen und dabei zur Kommunion gehen. Und du brauchst es niemandem erzÀhlen.
Du machst dich nicht strafbar, auch nicht nach dem Kirchenrecht.

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Keine. Außer du lĂ€sst bayrisch gelten. :-)
Ziemlich unperfekt beherrsche ich Ungarisch, Italienisch, Englisch und Latein.
Ich wĂŒrde sehr gerne noch Altgriechisch unperfekt beherrschen. Aber ich stecke in der 1. Lektion fest, weil ich den Umgang mit den Apostrophen nicht kapiere.

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