Warum behandelt meine Mutter mich so?

Ich bin 19 Jahre alt und wohne noch bei meiner Mutter. Sie ist alleinerziehend und wir beide haben eine schwierige Vergangenheit.

In der Pubertät gab es viel Streit zwischen uns, welcher zugegebenermaßen von mir ausging. Ich habe sie grundlos angeschrien, weil sie mich einfach manchmal ausgefegt hat. Ich denke, dass das Verhalten bei pubertierenden Menschen normal ist, da da einfach dieses Gefühl von Wut, Aggression ist.

Seit drei Jahren ist es ganz schlimm. Ich habe letztes Jahr mein Fachabitur mit 1,6 gemacht. Alle beneiden mich darum, bis auf meine Mutter. Generell höre ich sehr selten, dass sie auf mich stolz ist. Darüber habe ich mit ihr schon gesprochen, jedoch meint sie, dass sie mir versucht die Welt zur Füßen zu legen. Das stimmt auch, jedoch lege ich keinen Wert auf materielle Dinge. Ich kann einer Person jeden Tag etwas kaufen, dennoch finde ich es schöner, wenn die Person durch Umarmungen etc. die Liebe zeigt. Des Öfteren höre ich mir an, dass ich nur das Fachabitur habe und das das auf jeden Fall vergleichbar mit dem Abitur sei. Ich gebe private Nachhilfe und bei Ausschreibungen steht, dass Abiturientinnen gesucht werden, dann sagt meine Mutter entweder, dass man der Person gar nicht schreiben braucht oder das man das auch verheimlichen könne. Sie stellt mich einfach sehr dumm da. Heute fiel auch schon, dass ich eine Furie sei und ich solle doch mal einen Psychiater aufsuchen. Das sind nur ein paar Dinge… Aber in solchen Momenten erkenne ich meine Mutter nicht wieder. Sonst sind wir beide wie beste Freunde. Ich habe sonst niemanden, weder familiär noch Freunde.

Langsam denke ich, dass es besser sei, wenn ich nicht mehr da bin. Ich habe sowieso ein schlechtes Leben. Dann kann meine Mutter sich auch nicht mehr über mich beschweren.

Kann mir jemand helfen bzw. hat das jemand schon mal erlebt?

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Es stimmt zwar, dass Abitur und Fachabitur zwei unterschiedliche Dinge sind, aber ich denke, du kannst und solltest stolz auf dich selbst sein. Wen interessiert es, was deine Mutter oder sonst irgendjemand über deine Errungenschaften denkt? Das Einzige, das wichtig ist, ist dich selbst zu respektieren und auf dich selbst stolz zu sein. Du kannst deine Mutter oder andere Menschen nicht zwingen dich zu respektieren bzw. deine Leistungen anzuerkennen, es ist also etwas, das du nicht ändern kannst. Akzeptiere, dass es unzufriedene Menschen gibt, ohne beleidigend/beleidigt zu sein und versuche, selbst nicht so ein Mensch zu sein. Denn das Einzige, das du beeinflussen kannst, ist, wie du selbst bist.

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  • Schauspielerei (Unnatürliches Selbstbewusstsein, Theatralische Liebesbekundungen, Lügen, Idealistisches Gerede von sich selbst)
  • Zu schnell zu viel wollen (Nach wenigen Wochen zusammenziehen, nach dem 1. Date mit hochkommen etc.)
  • Aufdringlichkeit
  • Radikale Ansichten (Vor allem politischer/religiöser Art)
  • Übermäßige Neugier
  • Übermäßige Verschlossenheit

Und, das ist aber mein persönlicher Geschmack, zu starker Optimismus/Pessimismus. Ein Realist wäre optimal.

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An einem öffentlichen Ort. Wenn eure Eltern dabei sein müssen, dann vielleicht ein Freizeitpark.

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Außerdem meinte er aus dem nichts heute früh, dass er findet, dass er mir zu wenig Aufmerksamkeit schenkt (was ich übrigens so nicht empfinde).

Jeder hat seine eigenen Ansprüche, denen er gerecht werden will. Auch, wenn du das nicht so empfindest, solltest du seine Gefühle akzeptieren und respektieren. Er möchte dir mehr geben und widmen, kann das nicht und ist unglücklich. Ich würde fragen, ob ich ihm irgendwie helfen kann und mich ansonsten zurücknehmen. Gib ihm einfach das Gefühl, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht und versichere ihm, dass du dich in seiner Nähe wohl fühlst etc. Aber rede seine Probleme auch nicht klein oder beschuldige ihn, solche Gedanken zu haben. Versuch positiv zu bleiben, auch wenn es schwierig erscheint.

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Ich gehe einmal davon aus, dass ein Blutbild erstellt worden ist, wo schwarz auf weiß deutlich wird, dass du an einer Schilddrüsenüberfunktion leidest.

Ich habe ebenfalls eine Schilddrüsenüberfunktion und merke zB meinen hohen Puls selbst nicht wirklich, doch der Pulsmesser zeigt etwas anderes an und ich denke da muss man dann einfach mal dem Arzt vertrauen.

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Verständlich. Mein eigener Bruder ist so jemand, der sich mit 27 immer noch so verhält, als wäre er 15. Ist wohl ein verbreitetes Verhalten bei jungen Männern.

Ich würde sagen du ignorierst ihn einfach und zeigst so gut es geht, dass er dich kein bisschen nervt, sondern sich selbst nur zum Affen macht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Gespräch mit dieser Art Mann oft fehlinterpretiert wird und zu keinem Ergebnis führt.

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Nein, das ist keine Arroganz.

Im Übrigen verstehe ich ohnehin nicht, warum man sich dafür bedanken soll, was irgendjemand über einen denkt. Wen interessiert es, was du an ihr schön findest? Warum muss sie sich daraufhin bedanken? Ein idiotischer gesellschaftlicher Standard, vorallem, wenn es von Fremden kommt.

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Ich wurde bis zu meinem 14. Lebensjahr streng muslimisch erzogen. Mein Vater hat mir und meinem Bruder jeden Abend gepredigt, wie man ins Paradies kommt, was wir nicht tun dürfen, dass wir uns nicht mit Nicht-Gläubigen in der Schule anfreunden sollen etc. Am Wochenende mussten wir in die Koran-Schule gehen, wo wir gelernt haben, den Koran zu lesen. Mein Vater war allgemein sehr radikal (ist es heute noch) und hat versucht, diese Radikalität auf uns zu projizieren. Meine Mutter war "liberaler", hatte von seiner Mission auch oft nichts mitbekommen, bis ich ihr davon erzählt habe. Dann kam die nicht sehr schöne Trennung, in der mein Vater viel Geld (von meiner Mutter erarbeitetes Geld) mitgehen lassen hat, meiner Mutter damit drohte, dass "aus ihrer Tochter eine Hur* wird" und "ihr Sohn ein Penner wird" wenn sie sich von ihm trennt. Dann musste er polizeilich von der Wohnung verwiesen werden.

Meine Mutter musste sehr viel arbeiten, dass sie kaum Zeit für uns hatte und an Depressionen und Angstzuständen litt. Wir haben im Winter teilweise kein Geld für Winterstiefel gehabt und lebten relativ ärmlich. Mit diesen Veränderungen verlor ich auch immer mehr den Glauben an Gott. Ich ging nicht mehr zur Koran-Schule, aß Schweinefleisch und tat eigentlich alles, was wir früher nicht tun durften, ohne Konsequenzen. Heute studiere ich, lebe ein tolles, qualitatives Leben, habe Menschen, die mich lieben und keine Reuegefühle. Es ist das Beste, was meinem Leben passieren konnte, dem Glauben den Rücken zu kehren - auch, wenn es sich am Anfang noch merkwürdig angefühlt hat, plötzlich Schweinefleisch zu essen. Ich habe erkannt, dass das Ganze letztlich nur Gehirnwäsche war, bin Atheistin und sehe den Grund, dass sich die Menschheit nicht weiterentwickeln kann, auch bei den Religionen.

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Hat der Verkäufer angegeben, ob die Tasche benutzt wurde oder ob sie nur "rum lag"? Sieht schon sehr abgenutzt aus.

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Nutze die Zeit, um an dir selbst zu arbeiten und deine Probleme nicht mehr an anderen herauszulassen - auch unabhängig von deinem Freund. Ihr braucht diesen Abstand beide, um einander nicht noch weiter zu verletzen. Wenn in 1-2 Wochen dann die Nachricht kommt "Ich mache endgültig Schluss" hast du deine Zeit nicht mit Warten verschwendet. Wenn das passiert, dann kannst du nichts daran ändern. Dränge ihn zu nichts, weder für eine Antwort noch für ein Treffen. Was geschehen ist, ist geschehen, an der Vergangenheit lässt sich nichts ändern außer es zu akzeptieren. Du kannst nur noch deine Zukunft beeinflussen und das lege ich dir nahe, auch wenn es gerade weh tut.

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Mir ist das wichtig (w)

Mir ist es grundsätzlich wichtig, dass Menschen ihrer Leistung entsprechend und fair entlohnt werden. Wenn ich Ungerechtigkeiten bei Menschen entdecken würde, die mir wichtig sind, dann würde ich versuchen dagegen anzugehen.

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