Wie kommt ihr mit eurer Depressionen klar?
Was tut ihr dagegen, damit eure Depressionen nicht schlimmer wird? Welche Erfahrungen habt gemacht? Anregungen und Vorschläge. Danke.
4 Antworten
Meine Geschichte:
Früher wurde ich stationär behandelt, weil mein Zustand kritisch wurde.
Danach verschwanden die Suizidgedanken, doch die Depression und die Angststörungen waren immer noch stark ausgeprägt.
Eine Psychotherapie beim Psychiater begann. In der Anfangsphase war ich recht instabil, weil die Therapie neu war und vor allem hatten die Psychopharmaka massive Nebenwirkungen. Die Medikamente mussten oft gewechselt werden und die Dosis musste angepasst werden. Dies ist aber normal. So wurde die Erkrankung nicht geheilt, doch sie wurde erträglicher.
Jedoch lag mein Leben in Trümmern. Mein Vater starb und meine Mutter konzentrierte sich auf die Partnersuche. Meine Geschwister arbeiteten weit weg. Meinen Job als Koch in einer Gaststätte musste ich aufgeben. Es war einfach zu stressig. Ich arbeitete eineiige Zeit als Autor.
Ich begriff, dass ich in einer Sackgasse bin und Medikamente kein Allheilmittel sind. So ging ich der Sache auf den Grund und bereifte, dass man auch die Probleme im Leben angehen muss und es notwendig ist, auch heiße Eisen anzufassen. Ansonsten steckt man fest. Bei mir waren das vor allem Traumata, finanzielle Probleme, Einsamkeit und Zukunftsängste.
Die Medikamente wurden ausgeschlichen und Alternative Therapien wurden angewandt. Eine Therapieresistente Depression wurde diagnostiziert. Mit Lichttherapie, Akupunktur, Ergotherapie, Physiotherapie, Elektroschocktherapie und Magnetfeldtherapie wurde das Problem angegangen. Lebenskrisen, wie Einsamkeit konnte ich lösen (z.b. durch mehr Aktivität draußen, Vereine usw.) Auch konnte ich Beruflich wieder Fuß fassen, doch diesmal bequem von zuhause aus.
In weiterer Folge kam es zwar zu keiner Heilung, doch zu einer Stabilisierung, welche ein normal Leben wieder ermöglichte.
Dennoch muss ich aufpassen, da ich leicht wieder aus der Bahn geworfen werden könnte, wenn es Probleme gibt. Ich habe also immer einen Nachteil, welchen gesunde Menschen nicht haben. Das hält mich aber keineswegs davon ab, am Ball zu bleiben.
Wichtiger Schlussatz:
Nur wenn man kämpft und den Willen für Veränderung zeigt, so kann es sich ändern.
LG ❤️
Finde ich nicht. Du sollst das so erzählen wie du es erlebt hast. Also keine Scheu. Schön das du so offen damit umgehts. Größen Respekt mir fällts auch nicht immer einfach. Ich mache auch das Beste daraus.
Ausreichend Schlaf.
Aufregung und Schlimmeres (Ängste, Panik) vermeiden. Das setzt voraus, das Leben unter Kontrolle zu bekommen und ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu leben.
Soziales Umfeld. Sowohl die richtigen Menschen suchen als auch die falschen meiden.
Auf sich selbst achten und ab einem gewissen Punkt auch keine Rücksicht mehr nehmen. Wenn alles reden nichts hilft, dann muss man seinen eigenen Weg zur Gesundung finden ohne ewig darauf zu warten, bis das von anderen Menschen verstanden wird.
Medikamente wenn es sein muss. Das geht auch phasenweise. Wäre mit Arzt abzusprechen.
Situationen meiden, die einem nicht gut tun. Zumindest die, auf die man nicht angewiesen ist.
Mir hat ein Klinik Aufenthalt und medikamentöse Behandlung geholfen.
Ich bin Schizophren Depressiv, ich hab nicht nur Negativsymptome sondern auch Depressionen... ich komm damit gar nicht klar... ich hol mir einen runter, konsumiere Nikotin, Energy Drinks.... macht mich aber alles depressiver. Was ich dagegen tun kann? Einfach nichts...
Was ich dagegen tun kann?
dich in Therapie zu begeben, wäre mal ein erster Schritt
Danke das du so offen bist, und offen damit umgehts.
Ein bisschen zu lang… 🙈