Weiß jemand, warum die Zeugen Jehovas das Vaterunser nicht beten wollen?

9 Antworten

Entschuldige bitte. Aber auch in der Lutherbibel 2018 steht, dass es eine Sünde ist, Gebete aufzusagen. Die Fußnote sagt dabei auswendiges vorzutragen.

Die Evangelische King James Version sagt:

"Aber wenn ihr betet, haltet euch nicht an eitlen Wiederholungen, wie es die Heiden tun; den sie meinen, für ihr viel Reden gehört zu werden." - Matthäus 6:7

Das Vaterunser gilt als Mustergebet. Man kann es zwar beten, aber wer es immer wieder betet, ist ein Heide. Das sagen nicht Zeugen Jehovas, sondern eben DIE Evangelische Bibel, die 1,3 Milliarden Evangelikale nutzen!

Es war Sitte von Sekten wie den Pharisäern, Gebote wie das Händewaschen oder Aufsagen penibel auszuführen. Aber dabei andere umherzustoßen und Gottes Grundsätze zur WAHRHEIT und Liebe zu übertreten. Deshalb verurteilte Jesus sie als Otternbrut. Ebenso ist das heute bei Sekten, die vorgeben Christlich zu sein, wie es die Kirchen tun. Aber neben Pomp, Ritualen und Bräuchen missachten sie Christi Lehren. Milliarden Christen beten das Vaterunser und darum das Gottes Königreich komme und Gottes Name geheiligt werde. Aber Gottes Name löschen sie aus, sie gehen nicht Predigen und missachten alle Gesetze die Christus Jesus erlassen hat. Beispiel: 1. Korinther 5-6, Apostelgeschichte 15:29.

Jesus warnte genau deshalb in der Bergpredigt in Matthäus 6:7 vor dieser scheinheiligen und falschen Anbetung. Und auch wenn Milliarden Menschen diese Bibelverse heute kennen, anwenden tun dies eben nur Zeugen Jehovas, siehe Matthäus 28:19-20; Römer 10:13, Apostelgeschichte 15:29. Alle anderen bekommen schon Hautausschlag wenn Zeugen Jehovas klingeln. Darum machte Jesus den Vergleich zu Noahs Zeiten, als Noah predigte, keiner hörte, oder Notiz nahm. Erst als das Wasser 7 Meter hoch stand, haben die Heiden erkannt, dass es aus war.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Es ist schon so, wie du sagst … man will nicht der Versuchung erliegen, einen vorgegebenen Text einfach nur zu wiederholen und sieht Jesu Vaterunser als ein Gebetsbeispiel, als ein Muster, was dort – außer dem eigenen Wunschzettel – alles reingepackt werden kann – nicht muss.

Persönliche Gebete sind keine Ritual, sondern Gespräche mit Gott, die je nach Lebenslage und Zielrichtung völlig unterschiedlich formuliert werden, mal kurz – als Dank / mal andauernd bei Sorgen, wenn man sich wie bei einem Freund aussprechen will.

Mat 6:7 ist hier schon einschlägig. Lies es mal nach in der blueletterbible.org … dort findest du unter Tools diesen Vers in einem anerkannten griechischen Urtext – Version in dem Sinn:

„Wenn ihr betet, benutzt keine vergeblichen Wiederholungen, wie es die Heiden tun; denn die denken, dass sie wegen ihres vielen Geredes erhört werden.“

Verwiesen wird in der blueletterbibele unter anderem auf das Thayer’s Greek Lexicon, in dem die Schlüsselwörter wie folgt wiedergegeben werden (Übersetzung von mir):

A, Stottern, weil Stotterer üblicherweise die gleichen Töne wiederholen

B, die gleichen Dinge immer und immer wieder wiederholen …

Permanente Gebetswiederholungen waren nicht nur damals, sondern sind heute noch Inhalt vieler religiöser Handlungen. Aber das sind keine persönlichen Gedanken, sondern Rituale, wie unzählige Ave-Maria bei Wallfahrten, immer wieder gleiche Gebete bei Buddhisten und Hindus. Die Buddhisten haben sich das noch effizienter gestaltet, mit Gebetsanliegen auf Gebetstrommeln, die man man nur noch drehen muss oder Gebetsfahnen, die man nur noch in den Wind hängen muss.

Sieht zwar malerisch aus, aber macht aus der Sicht Jehovas als Hörer der Gebete keinen Sinn, weil er möchte, dass die Betenden ihren Verstand einschalten und ihre Beweggründe offen legen, wenn sie sich an ihn wenden. Das schließt jedoch das Vaterunser nicht als Gebet aus und deshalb wird es – vor allen in den Anfangssätzen – ab und zu auch mal von der Bühne ins Gebet eingeflochten … nur eben nicht als täglich gleiches Gebet.


Religionen spalten sich ab, weil jemand einen Fehler entdeckt, der seiner Auffassung nach dieser nicht gerecht wird.

Und daher wird es immer ein Wandel irgendwelcher heiligen Schriften geben. Nur die Angst vor Gott kann das verhindern, und die liebe dazu es beschleunigen.

Denn dann wird die Erfahrung Gottes wichtiger als seine Worte.

Ist es daher eine Erfahrung der Angst, oder eine der Liebe?


nn er dEin wahrer Christ öffnet dem Schöpfergott Jehova sein Herz, wenn er mit seinem himmlischen Vater im Gebet spricht.

Wie fühlst du dich, wenn deine engste Bezugsperson immer nur Stereotype, z. B: gute Nacht, schlaf gut, guten Morgen, guten Appetit etc. gebraucht, wenn er mit dir spricht und niemals ein persönliches Wort an dich richtet? Vor allem, wenn er immer und immer wieder das gleiche sagt? Mit der Zeit wird es langweilig.

Dieses Gebet ist so machtvoll; zu machtvoll?

Die Betrachtung des Vaterunser
Vater unser im Himmel
Wir dürfen Gott Vater nennen, denn durch die Taufe und durch den Glauben an Jesus Christus sind wir zu Kindern Gottes geworden. Gott, unser Vater, kennt uns von Mutterleib an, er hat uns geformt, uns ins Leben gerufen. Und in der Taufe hat er uns zugesagt: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein." (Jesaja 43,1)
Wir gehören alle zu Gottes Familie, und deshalb beten wir auch nicht "Mein Vater", sondern "Vater unser im Himmel". Jesus ruft uns in die Gemeinschaft seiner Jüngerinnen und Jünger. Er war den ersten von ihnen ein guter Lehrer und Ratgeber. Und sie haben uns alles, was er gelehrt und bewirkt hat, als Vermächtnis hinterlassen. In der Gemeinschaft derer, die mit uns im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft sind, üben wir Nächstenliebe, die Bereitschaft, andere anzunehmen, wie sie sind, und auch denen zu vergeben, die uns das Leben schwer machen. Keine leichte Aufgabe – aber wir dürfen der Hilfe Gottes, unseres Vaters sicher sein.
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https://www.katholisch.de/artikel/39-das-vaterunser

Wenn Zeugen Jehovas durch das Beten des Vater Unser das alles erkennen, dann gibt es keine Wachtturmgesellschaft mehr.