Was macht der (N) Neutralleiter?
Hallo Zusammen,
Ich mache eine Ausbildung zum IT-SE und habe aktuell viel mit Elektrotechnik zutun. Was die verschiedenen Leiter PE, L1 usw. sind weiß ich, nur N kommt mir nicht in den Kopf. Wofür braucht man "N" bzw. was macht "N" im Stromkreis ?
LG
Ich hab gelesen der sei dafür da um dem "Stromkreis" zu schließen, nur wie genau ?
6 Antworten
Eine Stromquelle, auch das Netz, hat zwei "Pole". Sonst kann ja gar kein Stromkreis entstehen.
Ein Pol nennt sich Phase oder L1, L2, L3.
Der andere nennt sich Neutralleiter (früher Nullleiter) N, weil er in der Quelle geerdet ist, also neutrales Potential gegenüber der Erde hat.
Der dritte Leiter, die Erdung (PE), ist für das Funktionieren nicht nötig, aber für die Sicherheit.

Die Erde ist auch ein guter Leiter. Ihr spezifischer Widerstand ist eher schlecht, aber dafür ist sie schön dick. Sieh die mal als einen dicken Draht, nur eben erdiger.
Theoretisch könnte man auf den Nullleiter auch verzichten, wenn man einen langen Metallstab in die Erde haut. Macht man aber nicht, weil nicht jeder so einen langen Stab hat. Daher wir der Nullleiter mitgeführt. Jeder muss ihn ein Stück weit verbessern, indem man ein Metallteil in die Erde bringt und den da auch anschließt. Vor allem in der Trafostation.
Im Kurzschlussfall geht der Strom dann nicht nur in die eigene Erde, sondern über den Nullleiter auch bei allen Nachbarn, damit sich keine gefährliche Spannung aufbauen kann.
Der Schutzleiter wird da so zentral wie möglich auch angeschlossen, aber noch bevor er auf alle Stromkreise verteilt wird. Da soll nämlich kein Strom fließen, solange alles in Ordnung ist. Das war früher anders, als die Steckdosen noch zweipolig waren, und ohne FI-Schutz. Da gab es sowas nicht, wie man in Krimis sieht, wo einer den Fön in die Badewanne schmeißt und die Nachbarn glauben da wird nur Wurstsuppe gekocht.
in einem Stromkreis braucht man immer 2 Pole wo 2 Potentiale unterschiedlich zueinander stehen. Nur so kann Strom fliessen ;)
der Neutralleiter ist quasi so was wie die Masse. duch ihn fließt der strom so zu sagen zurück. Natürlich haben wir es mit wechselstrom zu tun. d.h. die stromrichtung an sich ändert sich permanent. aber so von der vorstellung her kann man sagen, er kommt durch die phase raus und geht durch den neutralleiter wieder zurück.
Weil er, jedenfalls in den meisten Fällen, mit der Erdung im Gebäude verbunden ist, ist seine Spannung gegen Erde (fast) 0 Volt. er verhält sich so zu sagen elektrisch neutral. daher auch der Name bzw. die alte Bezeichnung "Nullleiter"
Für einen funktionierenden Stromkreis braucht man bekanntlich mindestens 2 Leiter. Bei den üblichen Wechselstromnetzen der Haushalte dienen hierzu einer der drei Außenleiter ("Phase") und der Neutralleiter (Nullleiter). Der Neutralleiter liegt am Trafo des Ortsnetzes auf dem Sternpunkt. Deshalb führt er gegenüber dem Neutralleiter die Strangspannung von 230 V bei einer Außenleiterspannung von 400 Volt.
Verbraucherseitig gibt es zwischen der Phase und dem Nullleiter nur einen überprüfbaren Unterschied: Der Nullleiter/Neutralleiter ist geerdet, hat also das gleiche Potential wie die Erde. Ein funktionstüchtiger Neutralleiter kann also keine Spannung gegen Erde führen.
Jeder Außenleiter führt bei dieser Konstellation deshalb nicht nur die Strangspannung gegenüber dem Neutralleiter, sondern auch gegenüber der Erde, weil die nun das gleiche Potential hat. Damit ist auch jederzeit ein Stromkreis wahlweise über den Neutralleiter oder über die Erde zu schließen. Bei Erdschluss sollte allerdings der FI-Schutzschalter auslösen wegen eines "Fehlerstromes".
Alles klar, oder noch Fragen dazu?