Warum ist der Öffnungswinkel beim Mikroskop über einen nicht vorhandenen Lichtstrahl definiert?
Auf Seite 4 hier: https://tu-dresden.de/mn/physik/ressourcen/dateien/studium/lehrveranstaltungen/praktika/pdf/MI.pdf?lang=en
Keiner der realen Lichtstrahlen hat den Winkel wie die gestrichelte Linie, über die der Öffnungswinkel definiert ist. Wie kommt die zustande? Ich verstehe das leider nicht :(
Hier nochmal das ganze Bild
1 Antwort
Das ist wie beim Spiegel, da gibt es auch keine Lichtquellen hinter dem Spiegel, aber es scheint welche zu geben. Auge und Gehirn meinen, etwas am Kreuzungspunkt der gestrichelten Linien zu sehen, wenn es in deren Fortsetzung das Auge erreicht.
Damit ist auch deine Aussage nicht korrekt, denn Lichtstrahlen erreichen das Auge schon in dem Winkel, nur nicht vom Ursprung der gestrichelten Linien..
Was du meinst nennt man gepunktet oder punktiert, daher wohl das Missverständnis.
Die bekannten Hilfslinien, die Fachausdrücke kenne ich nicht, jedenfalls parallel vor der Brechung, durchs Linsenzentrum und nach der Brechung parallel, dienen nur zur Abschätzung, Hilfslinien eben.
Von der Pfleilspitze im Virtuellen BIld y' gehen keine Lichtstrahlen aus, die durchs Zentrum des Okulars gehen, die gehen alle durch die Randbereiche des Okulars. Genauer genommen gehen sie auch nicht davon aus, sondern nur durch. Das ändert aber nichts daran, dass alle von dem Punkt ausgehenden oder dort durchgehenden Strahlen so gebrochen werden, dass sie vom Auge in einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt werden.
Ja, genau , so sehe ich das auch, nur verstehe ich einfach nicht, was diese gepunktete Hilfslinie bedeuten soll :/ man will damit die Vergrößerung zeigen... verstehe das nicht.... hab als Ergänzung nochmal das ganze Bild gepostet
Die gepunktete Hilflinie soll nur zeigen, unter welchem Winkel σₘ das Auge den Bildpunkt sieht, und dass der Winkel deutlich größer ist als der Winkel σ₀, und seitenverkehrt.
Mit anderen Worten, warum man neben dem Objektiv noch ein Okular braucht, ob nun beim Mikroskop oder beim Teleskop.
Sorry, dass ich so häufig doof nachfrage , in der Gefahr, dass du meine Frage schon beantwortet hast. Würde mich trotzdem freuen, wenn du mir nochmal erklärst, warum das Auge denn, beim Schauen durchs Okular, unter dem Winkel σₘ den Gegenstand sieht. Du meinst doch selber, dass gar kein Licht in diese Richtung strahlt. :/
Das Auge wirkt ja auch wieder wie eine Sammellinse, und zwar hauptsächlich durch die gekrümmte Hornhaut, nebensächlich durch die Augenlinse. Das Licht entlang der gestrickelten Linien oder gepunkteten Linie wird/würde auf einem Punkt der Netzhaut gesammelt, und das interpretieren Auge und Gehirn als "aus einer Richtung kommend".
Welches Licht "entlang der gepunkteten Linie" denn? Du hattest doch selber geschrieben: "Von der Pfleilspitze im Virtuellen BIld y' gehen keine Lichtstrahlen aus, die durchs Zentrum des Okulars gehen, die gehen alle durch die Randbereiche des Okulars."
Und all diese Lichtstrahlen, die in die Randbereiche des Okulars gehen, treffen in einem kleineren Winkel als σₘ auf.
Das Grundsätzliche dabei verstehe ich schon. Nur verstehe ich nicht, WELCHE Lichtstrahlen das Auge erreichen sollen unter diesem Winkel. So wie ich das Bild verstehe, erreichen die 3 darunter fett gedruckten Strahlen das Auge. Aber unter einem anderen Winkel als die gepunktete Linie.