Vollkommen überfordert mit Haushalt und Partner was tun?
Ich habe lange Zuhause geleben in einem sehr ordentlichen Haushalt und musste mich nur um meinen eigenen Bereich kümmern. Nun lebe ich mit meinem Freund zusammen und ich verzweifle an der ganzen Arbeit. Ich habe momentan soviel in meinem Leben am laufen. Mache gerade den Abschluss, dann Jobsuche, kümmere mich um die Haustiere und noch mehr. Es wird mir alles zu viel. Und bald ziehen wir in eine noch größere Wohnung und ich weiß nicht wie ich das managen soll.
Es sieht immer dreckig und unordentlich aus. Wenn ich die Wohnung so wie sie immer ist ansehnlich machen will brauche ich alleine 4 Stunden! Und dann ist sie nicht mal Blitzsauber, sondern nur ansehnlich. Es wird nie gesaugt, nie gewischt, kein Klo, kein Bad und kein Waschbecken geputzt. Geschirr steht in der Küche.
Essensabfälle stehen in der Küche bis zum nächsten Tag. Der boden ist dreckig. Überall Katzenhaare, staub und Straßenschuhdreck. Überall stehen Dinge rum, Kleidung liegt rum. Und wenn ich das alles mal sauber mache, sieht es am nächsten Tag wieder schmutzig aus. Ich weiß selbst nicht woher der ganze Dreck kommt. Und ich schaffe es einfach nicht täglich Stundenlang zu putzen und noch meine anderen Aufgaben zu machen. Und ich arbeite noch nicht mal Vollzeit. Mir graust es was dann passiert.
Und mein Freund will mir zwar helfen beim putzen aber er hat einfach kein Auge dafür. Wenn er saugt, dann liegen immer noch überall dreckkrümel am Boden. Wenn er wischt sieht es aus wie nicht gewischt. Und wenn ich das sage, dass es einfach nicht gründlich ist, ist er beleidigt weil er es nie recht machen kann.
Aber meine Ansprüche sind definitiv nur normal, nicht außergewöhnlich. Man muss halt nicht saugen, wenn man dabei die Ecken und Nischen einfach auslässt. Oder flecken am Boden nur mit einem Trockentuch abwischt.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter ich fühle mich unwohl in dem Dreck. Habe als letzen Ausweg schon überlegt ob ich mir eine Putzkraft leisten kann wenn ich arbeiten gehe. Aber ob das reicht zweifle ich wenn es doch jeden Tag wieder unordentlich ist.
6 Antworten
Hi,
so wie ich es verstehe, beschäftigt dich das Thema stark, weil Du dich unwohl fühlst, es wirkt wie starke Unzufriedenheit.
Wenn Du ihm etwas sagst, reagiert er abweisend, genervt. Die Frage ist, wie Du es sagst. Das geht aus der Frage nicht hervor.
Wenn ihr mit der Kommunikation nicht weiter kommt, schlage ich ein paar Stunden Paarberatung vor.
Letztlich fällt mir nichts anderes ein, als das, was ich geschrieben hab. Zu einer Paarberatung kannst du auch allein gehen, wenn er nicht mitkommt.
Oder ihr versucht es mit einer Putzkraft. Falles die Kommunikation und Zusammenleben sonst gut sind, kann das eine Lösung sein.
Vielleicht hast du es vorher - bevor ihr zusammengezogen seid - nicht gemerkt, wie er darüber denkt?
Du hast deine eingefahrene Ordnung und er sieht das anders. Wenn alles an dir alleine hängt, dann wird wohl viel Reden nichts nützen, dann musst du nicht viel Reden, sondern Taten sprechen lassen.
Vielleicht macht er es deiner Meinung nach nicht so wie du, aber wäre es so schlimm, wenn er er es nicht genauso macht wie du, aber es trotzdem macht?
Zeige ihm doch, wie man es besser machen kann und stelle dir vor, man würde dich jedes mal, wenn du was machst, nur Zurechtweisen, hättest du dann noch Lust, dich anzustrengen.
Wann gebt ihr beide euch mal ein Lob, anstatt nur zu schimpfen?
Schlage ihn mit seinen eigenen Waffen, wenn er seine Klamotten auf dem Boden liegen lässt, dann wäscht du diese nicht mit und das kommentarlos.
Wenn das nichts nützt, dann stecke seine herumliegenden Klamottenin einen Sack und stelle den auf sein Bett.
Je mehr du redest ohne zu handeln, wird er dich nicht ernst nehmen und so lange du dafür zuständig bist, in eurem geschilderten Fall - seine Haushälterin zu spielen, wird sich auch in der neuen Wohnung nichts ändern.
Hast du die Nerven dafür, das mal für eine Woche durchzuziehen. Schmutziges Geschirr? Dem würde ich sein dreckiges vor die Nase stellen und mir ein sauberes Geschirr.
Vielleicht schaffst du es ja auch, mal kurzfristig über manche Dinge etwas hinwegzuschauen und vor allem:
rede mit ihm, aber ohne große Vorwürfe zu machen, dass er sich genauso einbringen muss und in einer Partnerschft müssen beide sich anstrengen, sonst klappt keine Beziehung.
Eine Putzfrau löst euer Problem nicht, selbst wenn ER die bezahlen müsste.
Dann krieg bloß keine Kinder, rat mal was du da herumrotieren musst 😂
Warum eine Putzkraft? Ist nicht nötig, Ihr müsst einfach lernen die Aufgaben untereinander aufzuteilen und wenn dein Partner meint er müsse nichts tun, dann lass seinen Kram schlicht und ergreifend liegen, soll er dann selbst klar kommen, manchmal begreift es der andere Part einfach nicht anders.
Wir sind hier 4 Personen und wohnen ihn einen Einfamilienhaus und es funktioniert, da müssen nicht einmal zwingend die Kinder mithelfen, die brauchen lediglich ihre Zimmer sauber halten und die Wäsche in die Waschküche bringen, den Haushalt schmeiß ich im Alleingang, dann noch Kinder bespaßen bzw mit ihnen lernen und Tiere versorgen kommt auch noch dazu, das ist alles eine Sache der Durchsetzung und Planung. 🤷♀️
Einfach anfangen zu putzen und nicht dasitzen und einen langen Jammerbrief schreiben, andere kriegen das auch ohne Putzhilfe hin. Du dafst nicht das große Ganze anschauen , mach dir einen Putzplan uns erledige immer nur das was gemacht werden muss und noch ein Ding extra. z. B. Küche muss immer sauber sein und saugen und Putzen nur 1 mal die Woche.
Dann kannnes sein das dein Normal etwas pingelig ist ?
Haha saugen nur einmal die Woche? Hier sieht es aus wie in einer Scheune. Das ist unmöglich wenn man sauber leben will. Einen Tag nach saugen habe ich wieder eine Staubschicht mit Krümeln auf dem Boden.
Jammerbrief klingt abwertend! Warum liest und antwortest Du, wenn Du andere abwertest?
sorry sollte nicht so rüberkommen, aber deine Probleme hat jeder
Bis zu einem gewissen Grad kann man seinen Partner zu mehr Ordnungsliebe erziehen. Indem man einfach unangenehm ist, wenn er oder sie Dreck liegen lässt. Ich war früher auch ordentlicher als meine Frau, mittlerweile ist sie fast so ordentlich wie ich. Einfach, weil ich immer wieder sagte "Schatz, komm mal her. Siehst du, wo hier gekleckert wurde? Siehst du hier den Wasserfleck? Gehört die Wäsche auf den Boden, oder ziehst du die nochmal an? Wieso liegt hier Makeup am Schreibtisch?"
Sie hat dann oft genörgelt und oft unter Protest weggeräumt. Wir hatten Phasen, wo sie bei jeder Kritik geheult hat, und solche wo sie meinte "Wenn ich dauernd kritisiert werde hab ich keine Lust auf Sex mehr"... aber ich war da ziemlich kühl und unnachgiebig. Und vor allem: Wenn die Arbeit an mir hängen blieb, hab ich ihr zu spüren gegeben, dass ich sauer bin. Da wurde ich auch mal laut.
Heute wird alles so erledigt, wie ich es erwarte und sie sagt selbst "Ich mache es, weil ich nicht will, dass du sauer wirst, aber auch, weil es mir mittlerweile so selbst besser gefällt."
Das selbe gilt übrigens fürs Thema Geld. Wir werfen es jetzt nicht mehr für irgendwas einfach raus, sondern wir haben eine strenge Bilanz und sie ist dankbar dafür. So dankbar, dass sie es mir schon oft sagte "Schatz, dank dir hab ich endlich keine Schulden mehr, sonder kann endlich mit Geld umgehen! Danke, dass du mir das beigebracht hast."
Es erfordert halt Durchsetzungskraft und viel Geduld. Und auch ich scheiterte an einer anderen Frau. Die hat ihre vollgerotzten Taschentüchter direkt an Ort und Stelle fallen lassen, mitten in der Wohnung. Sie stapelte dreckiges Geschirr überall in der Wohnung. Ihre Schuladen waren ein Chaos, in dem man nichts finden konnte. Und einmal ließ sie ihr benutztes, blutiges Tampon am Badewannenrand einfach liegen. Das war für mich dann mit ein Trennungsgrund.
Ja das ist hier auch ein Problem weil er dann auch nur wiederwillig aufräumt wenn ich sage dass es nötig ist und er sagt dann auch dass er es nur macht damit ich glücklich bin weil er selbst mit dem Dreck zufrieden ist und das ist das Problem.
Er sieht kein Problem und deshalb ist es verdammt schwer ihm beizubringen richtig sauber zu machen, weil einmal mit nem trockenen lappen drüber wäre für ihn schon sauber.
Du musst deinen Freund putzen lernen..^^ So geht das doch nicht weiter, er muss auch putzen.
Sonst solltest du einfach schauen, dass du immer alles putzt nachdem du etwas dreckig gemacht hast (Sofort abwaschen, Krümmel wegputzen usw..) Fordert halt viel Disziplin^^..
Ich kenne es selbst, bei mir sieht es genau so aus. Da muss einfach jeder mithelfen der kann.
Eine Putzhilfe wäre wahrscheinlich eine sehr große Hilfe wenn du das Geld hast. Du schaffst das schon
Ich habe es oft versucht neutral zu erklären warum ich es unsauber finde und es mir zu dreckig ist und habe Vorschläge gegeben wie man es sauberer halten kann.
Aber die Antwort war immer, dass muss doch nicht sein, das passt doch so auch und so schlimm ist es nicht. Und meine Vorschläge wurden nicht angenommen.
Mittlerweile reagiere ich genervter und sage deutlicher dass es dreckig ist und er könnte genauer sauber machen. Aber tut es trotzdem nicht wie vorher auch.