Katze von Partner hasst mich?


02.04.2025, 21:34

Zusatz: selbstverständlich wurde sie nie geschlagen oder misshandelt. Wir gehen ihr aus dem Weg und zwingen sie nicht zu Nähe oder sonstigem. Wir versuchen sie lediglich zu kämmen, lassen es aber sein wenn sie anfängt Theater zu machen. Wir sind ein wirklich ruhiges und friedliches Paar

5 Antworten

Du zwingst sie also zu Nähe und Körperkontakt, obwohl sie SEHR deutlich zeigt, dass sie massiv Angst vor dir hat, und wunderst dich, dass sie dich hasst. Wow. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Außer: LASS DAS ARME TIER EINFACH IN RUHE.


Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 02.04.2025, 21:33

Nein, ich lasse sie in Ruhe. Mein Partner ebenfalls. Durchs kämmen muss sie aber durch. Nur meistens dauert das nicht lange an. Sobald sie anfängt Theater zu machen lasse ich los.

DaLiLeoMishu  02.04.2025, 21:52
@Habnhfrage12

Wie alt ist die Katze?
Ist die Katze kastriert?
Wurde die Katze kürzlich vom Tierarzt + Blutbild durchgecheckt? Sind Schmerzen ausgeschlossen?
Wie ist der Zahnstatus dieser Katze?

Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 02.04.2025, 21:56
@DaLiLeoMishu

Die Katze ist 3 und kastriert. Zähne sind top, Blutbild müsste man wieder mal machen. Aber für sowas ist mein Freund zuständig, deswegen weiß ich das nicht so genau. Meinst du, man soll zum Tierarzt gehen?

Ich geb dir mal ein Beispiel von meinem Kater vielleicht hilft das für dich um zu verstehen was du mit Beispiel kämmen da anrichtest.

Mein Kater Coon langes Fell freigänger somit fellpflege nötig. Er sieht Bürste hat schon kein Bock was er mit Ohren und Mimik ganz klar zeigt, tja hilft Nix die kleinen knuddel sollten raus, Warnung maunz mit Biss Androhung. Beim nächsten Mal kam Flucht Versuch und Kralle weil nett hat Frauchen nicht verstanden dann Biss noch blutfrei aber mehr als bissl aua weil das kämmen stresst ziept und mit Nachdruck hat Frauchen auch noch nicht verstanden! Dann war nur Sicht Bürste und der Kater war aufm kratzbaum mit voller fauch kron angriff Haltung und bereit mich zu verletzen. Es dauerte 3 Monate das ich mich meinem Kater abgesehen von füttern nur fürs streicheln mal nähern konnte, noch mal ein monat das ich wieder schmusen konnte und dann noch mal ein Monat bis ich mit Finger bürsten andeuten konnte und dann hald was nicht entzwirbelbar ist wegschneiden konnte. Bürsten geht nu aber nicht länger als 2 Minuten und auf Liebe ansagen von ihm es reicht habe ich auch einzuhalten weil der sich nur damit so reinsteigert das Bindung + Vertrauen flöten gehen

es ist missbrauch und wenn du blutest geht dieser sehr tief in Katzen Psyche und dauert echt lange bis weg ist

bei meinem Kater kann ich alles machen Wunden verbinden ausspülen Sachen die echt ned schön sind und echt weh tuen was so Mini Zip was ne Bürste anrichtet so gar nix is, denk ich aber nicht mein Kater. Das ist mir als enorm Katzen erfahren wo jede Warnung Mimik schon bei sehr nett erkennt passiert

das ist nu nur Beispiel Bürste was man da anrichten kann

dein Text ist schimpfen einfangen festhalten etc. mit dabei was weit schlimmer ist als „ Kleinigkeit“ ich mag das bürsten nicht

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – 1 Aussi 4 Coons, Eigenwurf

Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 00:28

Keines der Sachen ist dabei. Weder schimpfen, noch einfangen, noch wirklich festhalten. Festhalten in dem Sinne nur um sie von uns loszubekommen, wenn sie sich festgehakt hat.

Beccs2590  03.04.2025, 00:37
@Habnhfrage12

Das hier ist ein Beispiel was mir bei einem voll zutraulichen verschmusten nicht ängstlichen Kater passiert ist.
Stell dir dies Beispiel auf ängstliche Katze die gar kein Vertrauen hat vor das dauert und braucht Verständnis

solange man nicht wirklich Bindung hat muss eine Katze zu einem kommen

und wenn dein Partner sie schon eh ned gern mag. Tiere spüren auch sowas. So wenn diese Katze nicht echt super Bindung zur 2. Katze hat und die 2 Katzen zusammen glücklich sind wäre Überlegung zur Abgabe schon da da es für kein Tier gut ist wenn Abneigung von Menschen ist.
wenn die Katzen dicke sind werdet ihr einen Weg finden müssen wo ihr mit der Katze zurecht kommt

Du solltest sie niemals gegen ihren Willen festhalten, dann bist du selber schuld wenn sie dich Kratzt und Beisst

Doch, ihr misshandelt sie. Auch, wenn es nicht eure Absicht und eure Motivation ist - aus ihrer Sicht ist das Festhalten und Bürsten eine absolute Misshandlung, ein absolutes Nicht-Berücksichtigen ihrer körperlichen Selbstbestimmung, ein ganz krasser Missbrauch eurer körperlichen Überlegenheit ihr gegenüber! Katzen sind absolute Lehrmeister, was Konsens betrifft, kaum eine Tierart fordert Konsens so stark ein wie Katzen und macht ihre Zuneigung und Sympathie so stark davon abhängig, ob Menschen das respektieren oder nicht. Und ihr respektiert das mit diesen Bürstaktionen eben absolut gar nicht. Ja, das muss man so knallhart sagen, sorry.

Der Schlüssel ist somit, sie nicht mehr gegen ihren Willen einzufangen, fest zu halten und zu bürsten!

Dass aber offenbar noch keiner von euch mit einer schweren Sepsis wegen eines ernst gemeinten Bisses im Krankenhaus liegt, lässt aber Hoffnung, dass Hopfen und Malz noch nicht komplett verloren sind. Es liegt allerdings ein weiter Weg vor euch, euch das Vertrauen dieser Katze wieder zu erarbeiten!

Als Einstieg dazu wäre mein Tipp, dass ihr euch intensiv mit Katzenkörpersprache und Katzenbedürfnissen befasst. Zum Beispiel, was angehobene Tatzen und somit auch Hände in Katzensprache bedeuten. Oder auch, was Blinzeln bedeutet. Was sie alles mit kleinsten Bewegungen oder auch nur der Haltung ihres Schwanzes zum Ausdruck bringen.

Wenn ihr euch damit befasst habt, beobachtet die Katze genau und lernt, sie zu lesen! Begegnet ihr auf kätzisch in freundlich, zugewandt und nicht bedrohlich. Bedenkt, dass die höchste Form der freundlich zugewandten Höflichkeit bei Katzen ist, im gleichen Raum entspannt zu sitzen und einander zu ignorieren, also auch nicht anzuschauen oder gar anzustarren!

Leckerlis sind natürlich auch immer gute Hilfsmittel, um das Herz einer Katze zu gewinnen. Aber auch hier: niemals audrängen, sondern respektvoll und ohne bedrohliche Gesten anbieten!

Und wenn ihr dann so irgendwann doch wieder ein freundliches, vertrauens- und liebevolles Verhältnis zueinander aufgebaut habt, kann auch ganz allmählich, langsam und Schritt für Schritt eine Gewöhnung ans Bürsten stattfinden. Aber eben erst dann, nicht jetzt direkt, jetzt ist die Bürste erst mal komplett "vergiftet"!

Sollte es in der Zwischenzeit dazu kommen, dass sich bei der Katze Filze im Fell bilden, weil sie ein langhaariges Exemplar ist und allein mit der Fellpflege echt nicht zurecht kommt, gibt es immer noch die Notlösung, sie beim Tierarzt unter leichter Sedierung zumindest an den verfilzten Stellen scheren zu lassen. Klar, irgendwie auch doof. Aber auf jeden Fall besser als der massive Stress und das völlig vergiftete Mensch-Tier-Verhältnis, was ihr da momentan fahrt!


Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 00:12

Ich finde deine Wortwahl wirklich zu hart. Wie du dir das wahrscheinlich vorstellst ist absolut nicht der Fall. Wir versuchen mit Ruhe an sie ranzugehen, zerren sie nicht weg oder sonst was. Wir arbeiten bereits mit leckerlis und versuchen sie erstmal darauf vorzubereiten, mit sanfter Stimme. Das Festhalten passiert nur aus dem Grund sie von uns zu lösen um sie freizuhalten. Außer die Situation beim bürsten gehen wir ihr komplett aus dem Weg. Wir lassen ihr Freiraum. Bürsten muss man sie trotzdem. Wie das besser geht und dass man ihr erstmal Zeit geben soll bis wir sie wieder kämmen; haben wir aus einem anderen Kommentar gelernt-aber misshandlung geht echt zu weit.

HappyMe1984  03.04.2025, 00:16
@Habnhfrage12

Es ist nun mal das, wie die Katze es empfindet. Und für die Katze ist das eben nicht "nur das Bürsten", sondern regelmäßige, wiederkehrende Momente, in denen sie zu etwas gezwungen wird, mit dem sie nicht einverstanden ist. Womit ihr nicht aufhört, obwohl sie euch doch so deutlich sagt, dass sie das nicht möchte.

Stell dir doch mal vor, dich würde ein 10 Meter große Riese, der deine Sprache nicht spricht, festhalten und etwas an dir machen, was du als bedrohlich und unangenehm empfindest. Obwohl du laut und deutlich und immer wieder "NEIN!" schreist. Obwohl du dich mit allem, was du hast, dagegen wehrst. Was denkst du, wie du das empfinden würdest? Würdest du diesen Riesen abseits von diesen Momenten trotzdem voll okay finden und ihn als Freund betrachten? Oder würdest du in ständiger Anspannung leben, wann wieder der Moment kommt, wo er dich greift und festhält und etwas mit dir macht, was du schlimm findest?

Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 00:25
@HappyMe1984

Wir lassen sie doch los, wir sind nur verzweifelt und versuchen es immer wieder.wie bereits gesagt. Trotzdem muss sie halt gekämmt werden, wäre es anders würden wir es lassen. auch Babys müssen manchmal Sachen machen die sie nicht mögen. Windeln wechseln. Kann sich das Kind noch so wehren- irgendwann muss es passieren. Aber wir lassen sie erst mal in Ruhe damit

HappyMe1984  03.04.2025, 00:38
@Habnhfrage12

Der Weg hin zum Bürsten mit Konsens führt eben nicht über "Festhalten und Loslassen", sondern über langsames Gewöhnen, so, dass die Miez selbst gern sitzen bleibt und das Bürsten im Idealfall genießt. Das erreicht man, indem man zum Beispiel damit beginnt, im Rahmen einer gemütlichen Schmuseeinheit die Bürste erst mal einfach hin zu legen und sie daran schnuppern und sich daran selbst reiben zu lassen. Was man dann sofort mit Lob und ruhig auch einem Leckerli belohnt. Und dabei belässt man es erst mal einige Tage bis Wochen.

Dann kann die Bürste mal in die Hand genommen und der Katze vom Menschen aktiv hingehalten werden. Auch hier wieder loben und belohnen, wenn sie von sich aus dran geht. Und auch das wieder einige Tage wiederholen.

Dann kann man die Bürste mal von der Berührung ausgehend aktiv an die Katze heranführen und sie damit kurz berühren, an einer Stelle, wo sie gern berührt wird. Sanft und vorsichtig und nur kurz. Und auch wieder loben, belohnen, wiederholen.

Dann kann man an angenehmen Stellen erste Striche mit der Bürste machen. Wenige, zwei, drei Stück - dann wieder weg, loben, belohnen und so weiter.

Und dann kann man sich Tag für Tag, Woche für Woche, immer weiter entlang der Katze vorarbeiten. Vielleicht hat man an diesem Punkt auch schon erreicht, dass die Katze das Bürsten sogar richtig genießt an ihren Lieblingsstellen! Dann kann man von diesen aus langsam und Schritt für Schritt an weniger bevorzugte Stellen gehen. Aber auch hier: sofort aufhören, wenn die Miez leicht zurückweicht, sich anspannt oder sich entzieht. Denn genau damit signalisiert man ihr "Ja, es ist okay, wenn du nicht willst, ich respektiere deine Grenzen!".

Bedenkt dabei auch, dass Katzen sowohl vom Streicheln als auch vom Schmusen irgendwann in die Überstimulation rutschen können. Auch das zeigen sie mit ihrer Körpersprache - schon lange, bevor sie zu hauen oder gar schnappen! Aber genau deshalb muss man als Katzenhalter eben lernen, seine Katze zu lesen, denn nur dann erkennt man diese ersten, viel subtileren Hinweise auf "Okay, ich glaube, so langsam hab ich genug...".

Deshalb eben Einstieg über Katzensprachkurs generell, wie ich oben schrieb.

Tipps für Anfänger zum Umgang mit Katzen:

1) Wenn ein Tier sehr scheu bzw stark verängstigt ist (die Gründe sind zunächst sekundär), soll man der Katze auf keinen Fall seine Nähe aufdrängen.

• Gebt ihr stattdessen viele Rückzugsmöglichkeiten, in die sie flüchten und von wo aus sie beobachten kann.

• Respektiert ihr Bedürfnis nach Abstand!

• Setzt "Feliway optimum Verdampfer" ein. Dieser verbreitet Wohlfühl-Pheromone, die den Stress der Katze deutlich reduzieren und ihr ein angenehmes Gefühl geben.

• Das regelmäßige Bürsten setzt bereits eine gewisse Vertrauensbasis voraus, die offensichtlich (noch) nicht gegeben ist. Lass es vorerst sein bzw lass das deinen Partner machen, den sie immerhin schon länger kennt.

2) Lass die Katze neugierig auf dich werden.

• Sei vorerst einfach nur "anwesend". Sprich die Mieze mit ruhiger, freundlicher Stimme an, aber gehe nicht aktiv auf sie zu.

• Vermeide Hektik und strahle Ruhe aus.

• Zeigt sie aus eigenem Antrieb Interesse an dir, belohne dieses Verhalten sofort, indem zu ihr aus einiger Entfernung ein Leckerli hinhältst bzw ihr Lieblingsspielzeug sanft bewegst (-> positive Verstärkung).

3) Die Macht der Wiederholung!

• Wiederhole alles bisher Beschriebene so lange, bis sie Vertrauen zu dir gefasst und gelernt hat, dass sich die soziale Interaktion für sie lohnt und es für sie etwas Schönes ist, in deiner Nähe zu sein.

4) Beziehe deinen Partner mit ein.

• Die Katze gehört ihm, also ist er für sie hauptverantwortlich, und seine Beziehung zu ihr scheint ebenfalls nicht die beste zu sein. Alles, was für dich gilt, gilt ebenso auch für ihn.

5) Belohnen statt bestrafen!

• Katzen ist das Konzept der Bestrafung fremd - sie können keinerlei Bezug zum unerwünschten Verhalten herstellen. Lass also jede Form des Maßregelns unbedingt sein!

• Belohne die Katze sofort (ohne Zeitverzögerung), wenn sie etwas "richtig" gemacht hat. Jede Form der liebevollen Kontaktaufnahme, jedes Interesse an deiner Person und Suchen deiner Nähe wird sofort mit einem Leckerli etc positiv verstärkt.

• Bei unerwünschtem Verhalten wie zB nach dir schlagen, fauchen, knurren ... verlässt du wortlos und ruhig die Situation und sprichst sie für eine kurze Zeit nicht an. Hat sie sich beruhigt und kommt sie wieder auf dich zu -> positiv verstärken!

• Jede Flucht in den Rückzugsort wird auch in Zukunft respektiert - die Katze wird weder von dort hervorgezerrt noch festgehalten.

6) Was lange währt, wird endlich gut.

• Euch steht ein langer Prozess bevor, der viel Liebe, Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert.

• Wenn die Maus keine schwierige Vergangenheit hatte, wie du schreibst, müssen die Ursachen - bei allem Respekt für eure bisherigen Bemühungen - leider in der Gegenwart zu finden sein.

• Hat eine Katze einmal das Vertrauen in ihren Menschen verloren, Ist es schwer wiederherzustellen, aber es ist möglich!

Gebt der Kleinen also eine Chance, bevorzugt den Kater ihr gegenüber nicht - sie hat eure Liebe und Geduld verdient!!

Von Herzen alles Gute für euch und eure Katze!!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Seit 40 Jahren krisenerprobte Katzenmama

Habnhfrage12 
Beitragsersteller
 02.04.2025, 22:49

Das sind wirklich gute Tipps, danke! Ich weiß trotzdem nicht was ich falsch mache im Bezug auf „Fehler in der Gegenwart“. Ich komme eigentlich gut mit allen Tieren zurecht, mein Partner verwöhnt sie ausgiebig, wir geben ihr Freiraum, laufen ihr nicht hinterher, schreien nicht, schlagen nicht, haben viele Versteck und Klettermöglichkeiten gekauft, Spielzeuge sowieso. mein Partner achtet auf ihre Ernährung. Eigentlich gehen wir ihr immer aus dem Weg. Es wäre wirklich gut zu verstehen was die Fehler denn sind! Wir möchten ja auch, dass es den Katzen gut geht. Wir machen nichts böswillig. Was ich auf jeden Fall mitnehme ist wie ich mit der Bürsten Situation umgehe! Vielen Dank für die Tipps!

honeybee71  02.04.2025, 23:43
@Habnhfrage12

Sehr gerne!

Es kann übrigens schon reichen, dass die Maus eure Vorbehalte ihr gegenüber spürt. Die Ursachen sind leider manchmal sehr subtil und alles andere als offensichtlich. Dass ihr nichts böswillig macht, das glaube ich sofort!

Manches Irritierende geschieht vielleicht auch, ohne dass es euch bewusst ist!?

Alles Beste!