Kann man Wasser mit nem Fön schneller kochen als mit nem Herd?
also ich hab mir überlegt ob man nicht einfach eine schüssel mit wasser auf den herd stellen könnte und dann mit nem fön reinpustet damit es schneller kocht weil der fön ist ja heiß und bläst luft genau wie ein herd nur halt von oben und wenn man das lange genug macht müsste das wasser doch eigentlich kochen oder nicht weil wasser kocht ja wenn es heiß wird und der fön macht heiß also sollte es gehen aber warum macht das dann keiner ist das zu gefährlich oder funktioniert das wirklich und könnte man nicht einfach den fön näher ans wasser halten damit es schneller geht
und was ist wenn man stattdessen einen staubsauger nimmt der kann ja auch luft bewegen nur halt andersrum aber wenn man den rückwärts laufen lässt dann bläst er doch auch oder wäre das dann zu schwach und würde das wasser nur umrühren statt es zu erhitzen aber umrühren ist ja auch gut beim kochen also wäre das vielleicht sogar besser weil dann verbrennt nichts an der schüssel
vielleicht sollte ich einfach beides ausprobieren erst mit fön dann mit staubsauger und gucken was schneller geht aber woher weiß ich wann das wasser wirklich kocht wenn ich kein thermometer habe kann man das hören oder sieht man das an den blasen die dann hochkommen aber was wenn die blasen vom fön kommen und nicht vom kochen das wäre dann ja blöd
4 Antworten
Deine Idee hat mehrere Nachteile.
- dein Fön hat nicht genug Leistung. Ein guter Herd liefert pro Platte das doppelte oder dreifache von dem was der Fön liefert
- der Herd erhitzt (je nach Art) direkt oder indirekt den Boden des Topfes also die Stelle wo das kälteste Wasser ist, der Fön erhitzt nur das „warme“ Wasser oben.
- der Herd erhitzt den Topf, dieser ist aus Metall und leitet die Wärme gut zum Wasser weiter, der Fön erhitzt erstmal die Luft und dies Neuss ihre Energie dann an das Wasser angehen, durch den Luftstrom wird aber ein großer Teil der Energie nur sinnlos in den Raum geblasen und kommt nie beim Wasser an
- wer will schon nen Fön dauerhaft auf seinen Topf halten wenn wen es bequemer, einfacher und schneller geht den Topf einfach auf den Herd zu stellen und diesen einzuschalten.
Wasser siedet bei 100° C. Ist die Luft die aus Deinem Föhn bläst so heiß? Dann föhne Deine Haare lieber nicht damit, der wird schön Haare und Kopfhaut verbrennen. Auf den Rest gehe ich nicht ein, der ist noch blödsinniger.
Es gibt auch Heißluftföhne für das Handwerk zum Schrumpfen von Schrumpfschlauch, die werden ordentlich heiß.
Stimmt. Hätte ich nicht gedacht. Aber, die Idee ist trotzdem - nett ausgedrückt - dumm.
Nein.
Wie schnell etwas warm ist oder kocht, hängt von der Leistung ab, die du reinbringst. Also wieviel Energie pro Sekunde ins Wasser gehen.
Je direkter diese Leistung oder eine bestimmte Leistung eingebracht wird, desto schneller geht es.
Angenommen zu hast 1kW Leistung:
- Beim Herd ist da mal die Platte selber, welche die Wärme leiten muss, und dann ist noch die Pfanne dazwischen.
- Besser ist der Wasserkocher, weil das das Wasser quasi "in der Platte" drin erhitzt wird
- Noch besser ist der Tauchsieder, wo das Heizwendel im Wasser drin ist
- Hingegen mit einem Föhn über die Wasseroberfläche zu blasen, ist praktisch nutzlos. Erstens geht so mind. 90% der warmen Luft übers Wasser weg und nicht ins Wasser hinein. Zweitens fördert der Luftzug die Verdunstung und transportiert eher noch die warmen Teile weg, und die kalten bleiben zurück (wie beim Trocknen der Haut, wenn man im Luftzug friert)
- "Besser" noch als der Tauchsieder wäre nur, wenn man den Föhn ins Wasser taucht (VORSICHT, LEBENSGEFAHR), weil dann das 1kW-Heizwendel direkt im Wasser liegt und seine Energie am effizientesten abgibt. (Föhn hat das natürlich nicht gern, und eben gefährlich ist es auch, aber mit gegebener Leistung das effizienteste).
In der Weise wirst Du das Wasser nie zum Kochen bringen. Die Wärme aus der über das Wasser strömenden Luft dringt kaum in das Wasser ein, weil
- es an einer höheren Temperatur mangelt seitens dem zuführenden Wärme-Reservoir.
- es an einem Wärme leitenden Medium mangelt wie z.B. einer eisernen Gussplatte unter dem eisernen Kochtopf auf dem Herd oder einer eisernen Heizspirale im elektrischen Wasserkocher.
- dem Wasser Verdundstungswärme entzogen wird durch die Bewegung trockener Luft.
Die klassischen Herdplatten aus Gusseisen erreichen um die 400 Grad Celsius. Das Glas von Coranfeldern kann bis zu 600 Grad heiß werden. Bei einem Haarföhn mit nur 100°C könnte man sich bereits die Haare verbrennen. Und 100°C Wassertemperatur würden ja schon mindestens gebraucht zum Kochen!
Und von dieser geringen Wärme der Luft kommt im Wasser kaum etwas an, weil die Luft ein sehr schwacher Wärmeleiter ist im Vergleich zu metallenen Wärmeleitern.
Wenn die durch die Temperatursteigerung relativ ausgetrocknete Luft aus dem Föhn über das Wasser streicht, nimmt diese Verdunstungswasser auf und entzieht dem Wasser dabei Verdunstungswärme.
Es kann u.U. sein, dass bei dem Experiment der rechnerische Wärmentzug größer ist als die rechnerische Wärmezuführung. Möglicherweise wird mit dem Föhn also das Wasser sogar abgekühlt und nicht aufgewärmt.
Ein handelsüblicher Fön erreicht je nach Einstellung 50 bis über 100C° je nach Einstellung.