Ich hab Angst die Sünde gegen den Heligen Geist begangen zuhaben?

9 Antworten

Leute, die gegen den Heiligen Geist gesündigt haben, sind auf Satans Seite und haben weder Angst noch empfinden sie Reue, weil ihr Herz wie ein Stein verhärtet wurde.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Frieden drängt mich die Bibel zu erforschen.

Nein, keine Sorge. Aber ich empfehle trotzdem, unbedingt zur Beichte zu gehen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Praktizierender Katholik. Lese viel zu Glaubensfragen.

Hatte ich auch mal eine Weile lang. Aber wenn du das getan hättest, hättest du jetzt keine angst es getan zu haben. Wenn man sünde gegen den heiligen geist macht, zieht dieser sich nicht nur zurück, sondern verlässt dich.

Dann hat man gar keine lust mehr auf gott. Und will nicht mehr zu ihm.

Als ich diese angst auch eine ganze weile lang hatte habe ich pastoren angesprochen und eine alte frau (die unglaubliches bibelwissen hat) bei der ich im hauskreis bin undeinen der lange in deutschland missionierte.

Wenn dir diese antwort die angst nicht nimmt, rufe vrschiedene pastoren an. Die werden es bestätigen. verschiedene, damit du es endlich glaubst wenn alle das selbe sagen.

Und wenn du betest glaub dem feind nicht was er dir einflüstert. Zumal er stets hinterher ist dich vom glauben ab zu bringen ...

Denke er dir angst gemacht damit du trauerst bis zur verzweiflung und dich deshalb immer weiter von gott entfernst. Bete und hör hörbibel (yt) und predikten und hör christliche musik.

Und ab morgen früh pastoren ... fragen.

Ich bete für dich :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo Ari,

Sünde gegen den Heiligen Geist ist, wenn du die Wunder, die der Heilige Geist wirkt, dem Teufel zuschreibst. Das hast du aber gar nicht gemacht. Deshalb musst du dahingehend auch keine Angst haben.

Du beschreibst, dass du Dinge gemacht hast, von denen du nicht wusstest, dass du sie nicht tun darfst. Das ist der erste Grund dafür, warum dir vergeben wird. Wenn du nicht wusstest, was Sünde ist, dann kannst du dich auch nicht gegen die Sünde entscheiden. Erst jetzt, wo du es weißt, kannst du dich jeden Tag aufs Neue entscheiden, den richtigen Weg zu gehen.

Und selbst, wenn du einmal nicht durchhältst und der Sünde nachgibst: Gott wird dir vergeben, wenn du dich wieder zu ihm bekennst, ihm dein Vertrauen schenkst und ihn wissen lässt, dass du Jesus nachfolgen möchtest. Das wird er tun, weil er dich bedingungslos liebt und dich so geschaffen hat, wie du in deinem tiefsten Kern bist.

Liebe Grüße!

Die Sünde, die nicht vergeben werden wird, besteht in der Lästerung gegen den Heiligen Geist, indem man die durch Christus bewirkten Wunder der Macht Satans zuschreibt (Matthäus 12,31.32). Die Pharisäer wussten sehr wohl, dass Jesus durch den Geist Gottes die bösen Geister austrieb. Aber wider besseres Wissen nannten sie den Heiligen Geist lästernd "Beelzebub" (Matthäus 12,24.27). Diese Sünde konnte, wie der Herr sagt, nicht vergeben werden.

Es ist die Frage, ob sie heute überhaupt noch begangen werden könne. Viele meinen "nein", weil es Wirkungen des Heiligen Geistes in solch überzeugender Kraft wie in jenen Tagen nicht mehr gibt. Jedenfalls müssten ganz außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Der Bibelkommentar von Dr. John Walvoord zu Matthäus 12,30-37 beantwortet diese Frage ebenso mit "nein": "Die Menschen waren dabei, die Macht des Heiligen Geistes, die Jesu Handeln bestimmte, fälschlicherweise Satan zuzuschreiben und sich damit gegen den Geist zu versündigen und ihn zu lästern. Diese Sünde kann in dieser Form heute nicht mehr begangen werden, sie entzündete sich an Jesu leiblicher Gegenwart auf Erden und an den Wundern, die er durch die Macht des Geistes tat. Wenn nun die religiösen Führer der Juden, die ja für das Volk handelten, zu dem abschließenden Urteil kamen, dass Jesu Macht vom Satan stamme, dann begingen sie eine Sünde, die weder dem Volk noch dem einzelnen je vergeben würde (weder in dieser noch in jener Welt). Als Konsequenz dieser Verfehlung würde das Gericht Gottes über die ganze Nation und über jeden einzelnen, der bei dieser verkehrten Überzeugung blieb, kommen."

Es geht im Kontext ja darum, dass die Pharisäer Jesu Wunder live erlebten und diese dem Teufel zuschrieben. Das war die unvergebbare Sünde.

Alle andere Sünden können ja vergeben werden: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Jetzt wäre die Frage, ob diese Pharisäer noch hätten umkehren können oder ob sie (wie der Pharao bei Mose) an einem Punkt angelangt waren, an der Umkehr nicht mehr möglich war und Gott sie (wie den Pharao) weiter verhärtete.

Man liest, dass später auch Pharisäer zum Glauben kamen. Das könnten vielleicht auch welche von denen sein, die Jesu Wunder sahen und diese dem Teufel zuschrieben.

Deshalb gefällt mir die Auslegung von Dr. Arnold Fruchtenbaum sehr gut, der meint, dass sich die Konsequenzen daraus auf die Zerstörung Jerusalems und des Tempels bezogen. Der einzelne Jude konnte also noch gerettet werden (wie vielleicht manche dieser Pharisäer), aber nach der Ablehnung Jesu war Israel als Nation verurteilt und das Gericht über Jerusalem war damit besiegelt. Die nationale Schuld für Israel konnte nicht mehr vergeben werden, da sie den verheißenen Messias nicht erkannt, sondern abgelehnt hatten. 70 n. Chr. erfüllte sich dies in der Zerstörung der Stadt durch die Römer unter Titus mit fast einer Million Toten.

Es könnte aber auch sein, dass wirklich alle Pharisäer, die die Wunder Jesu erlebten und diese dem Teufel zu schrieben, danach keine Chance mehr hatten, zum Glauben zu finden.

Entscheidend ist m. E., dass niemand Angst haben muss, diese Sünde begangen zu haben. Es gab schon öfter die Frage hier, dass Menschen konkret Angst hatten, diese Sünde begangen zu haben und dann nicht mehr umkehren und zu Jesus gehören zu können. Aber das ist völlig falsch und ein ganz gefährliches Denken.

Wer zu Gott umkehrt, wird von Gott nicht abgewiesen, sondern in Liebe und mit Freude aufgenommen wie der "verlorene Sohn" in Lukas 15.