Ab welchem Alter verarbeitet das Gehirn alles genauso wie bei Erwachsenen?
Also das man richtig in Bildern träumt.
Ich hatte von 2015 - 2020 Deja vu Erlebnisse, bin mir sicher, das vor meiner ersten bewussten Erinnerung etwas war.
Hatte nach 2 Traumszenen eine längere Leere, danach kamen ganz viele Bilder, bevor ich als 3jähriges Kind in Bett meiner Eltern aufgewacht bin, es war in Jahr 1984.
These:
- Person XY stirbt mit z.B. 50 auf einer alternativen Welt z.B. irgendwo in Universum.
- Person XY träumt noch die letzten beiden Traumszenen, bevor es ganz aus ist.
- Es kommt zu einer längeren Leere (Tod), gleichzeitig könnte man nach der zweiten Traumszene auch gerade neugeboren worden sein.
- Es sind 3 Jahre vergangen und plötzlich blitzen ganz viele Bilder auf.
- Person XY findet sich hier auf der Erde in Bett der Eltern wieder und ist 3 Jahre alt mit erster bewusster Erinnerung.
- von da an kann das Kind jede Nacht etwas träumen, wenn Eindrücke und Erfahrungen aus der Vergangenheit verarbeitet werden.
Also könnte es vor der ersten bewussten Erinnerung z.B. in dem ersten 3 Lebensjahren einen ähnlichen Effekt geben wie bei einer Narkose? Man würde davon nichts mitkriegen.
Beispiele:
- Man bekam nicht mit, das man geschrien oder geweint hatte.
- Man hat nichts davon mitbekommen, das man gefüttert wurde.
- Von mit Spielzeugen spielen hat man auch nichts mitbekommen.
usw.
Wenn in einer Nacht ganz viele Bilder aufblitzen, das dadurch das Gehirn trainiert wird und man von da an immer etwas träumt, also so etwas wie ein einspielen.
Was meint Ihr?
2 Antworten
Bei der Geburt ist nur der Hirnstamm, die Region, die Vitalfunktionen wie Herzschlag und Atmung kontrolliert, voll funktionsfähig. Sogar wo ein Schmerz herkommt, muß ein neugeborenes Kind erst lernen.
Insbesondere wird das autobiographische Gedächtnis erst ab einem Alter von etwa 3 Jahren ausgebildet und ist erst im Alter von etwa 6 Jahren voll funktionsfähig. Die Anzahl der Neuronen bleibt dabei etwa gleich, die Zahl der Synapsen erhöht sich aber etwa um den Faktor 16. Die Entwicklung der übrigen Bereiche wird durch die Lebenserfahrungen (Umwelt) gesteuert. Drei- bis Zehnjährige haben dann etwa doppelt so viel Synapsen wie Erwachsene, dadurch lernen sie besonders leicht.
Nicht das größte Hirn ist das leistungsfähigste, sondern das Hirn mit der für die Lebensbedingungen am besten angepassten Struktur. Vor der Pubertät besteht für den Heranwachsenden die Aufgabe Erfahrungen (Wissen) zu erwerben, die dann nach der Pubertät verwendet werden können. Das Gehirn eines Erwachsenen stellt nur etwa 2% seines Gewichts dar, verbraucht aber 20% der Energie und bei Jugendlichen teilweise doppelt so viel. Nach der Pubertät ist der große Energieverbrauch des Hirns überlebendsschädlich und deshalb werden in der Pubertät etwa die Hälfte der Synapsen des Gehirns abgebaut. Aber auch nach der Pubertät müssen zur Aufrechterhaltung der Struktur in bestimmten Teilen des Gehirns ständig neue Neuronen und an diesen entsprechende Synapsen als Ersatz für abgestorbene Neuronen gebildet werden. Nicht verwendete Synapsen werden nicht mehr versorgt und werden dadurch funktionsunfähig. Häufig verwendete Synapsen werden gestärkt.
Wahrnehmung heißt eine Gesamtheit von Sinneseindrücken mit einer bekannten Struktur zu vergleichen. Wiederholen sich solche Gesamtheiten von Sinneseindrücken, so wird die angelegte Struktur gefestigt. Dabei wird die Möglichkeit diese Gesamtheit von Sinneseindrücken mit anderen Sinneseindrücken zu verknüpfen mehr und mehr abgebaut.
Die Effektivität geht zu Lasten der Flexibilität.
Diese These scheint ein Phantasieprodukt zu sein, das durch keine empirischen Untersuchungen belegt ist, sondern im Prinzip widerlegt ist.
Wie meinst Du es genau mit widerlegt? Woher weiß man, ob man in 3. Lebensjahr in einer Nacht viele Bilder träumt, was nur in dieser einen Nacht so wäre oder ob es nicht so ist?
Du befindest dich in einem vollkommenem Irrtum in Bezug auf die Träume. Das, was du als Bild bezeichnest ist eine Konstruktion des Gehirns das, die jeweiligen Erwartungswerte zu einer Einheit ergänzt, die dann als Bild interpretiert wird. Hierzu ist die Funktion des Sprachzentrums notwendig. Das Denken (auch das in Bildern) setzt sprachliche Begriffe voraus. Im Schlaf ist aber das Sprachzentrum als Teil des Großhirns ausgeschaltet. Selbst die rein visuelle Wahrnehmung benötigt die Einschätzung des zukünftigen Ablaufs um Zwischenbilder zu erzeugen, damit zwischen der akustischen und der visuellen Wahrnehmung keine Diskrepanzen entstehen. Die akustische Wahrnehmung ist etwa 100 mal schneller als die visuelle.
Thesen, wie die obige von dir, haben den Wert von Kaffeesatzinterpretationen.
Das hat nichts mit Träumen zu tun. Ab etwas 3 Jahren hat man als Baby ein sogenanntes Ich Bewusstsein was ich immer entwickelt bis zum Tod.
Littlethought
Was ist mit der These, das in dem ersten 3 Jahren nur Leere ist und man nichts mitbekommt und in einer Nacht in 3. Lebensjahr sieht man ganz viele Bilder aufblitzen?