Ich möchte ein bisschen vor der Verwendung des Begriffs “Incel“ warnen, und zwar aus folgendem Grund: Wenn du darunter alle Leute verstehst, die gern Sex oder eine romantische Beziehung hätten, aber keine haben, dann sind Incels eine extrem heterogene Gruppe.

Manche sind unfreiwillig ohne romantische Beziehung, weil sie behutsam suchen, aber einfach im Moment nicht die richtige Person finden, die sich auch in sie verliebt.

Andere sind zu schüchtern im Umgang mit für sie interessanten Partnern, als dass diese sie richtig wahrnehmen.

Noch andere verschrecken durch zu forsches Auftreten potenzielle Partner.

Dann gibt es welche, die zu kontrollierend sind oder zu sehr klammern, so dass sie damit potentielle Partner abstoßen.

Und es gibt welche, die unter denen, mit denen sie umgehen, niemanden finden, weil sie für diese zu ungepflegt sind oder zu schlechte Manieren.

Du siehst: Die Gründe, weshalb jemand unfreiwillig ohne romantische Beziehung ist, sind sehr vielfältig.

Willst du sie alle auf einen Begriff bringen, läufst du Gefahr, die Vielfalt der Gründe nicht wahrzunehmen und zu übersehen, dass der Grund, weshalb du in letzter Zeit bei keiner gelandet bist, wahrscheinlich jedesmal ein anderer war.

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Der Doppeldeckerbestand ist sehr gesunken und wächst erst ganz allmählich wieder. Die M46 wird bisweilen, aber nicht immer mit Doppeldeckern bedient und kommt am Südkreuz nach Tempelhof. Eine relativ sichere Nummer ist die 101. Ich vermute, um die 75% der Fahrten finden mit Doppeldeckern statt. Die fährt aber gar nicht durch Tempelhof, sondern von Charlottenburg über Wilmersdorf und Lichterfelde nach Zehlendorf. Viele der Linien, die ab Zoo westwärts den Kudamm befahren, werden viel mit Doppeldeckern bedient.

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Natürlich darfst du ihn gut finden. Das ist nicht strafbar, solange du niemanden damit beleidigst. (Verboten wäre zum Beispiel, dass du zu einem in Deutschland lebenden Russen sagst: Es ist gut, dass Putin Ungeziefer wie deine Familie in ein Arbeitslager gesteckt hat. Oder wenn du zu einem Ukrainer sagst: Es ist gut, dass Putin euch A***hlöcher fertigmachen will).

Aber du darfst sagen, dass du Putin gut findest und jeder, dem du das erzählst, darf seine Meinung dazu sagen, ohne dich zu beleidigen. Es ist immer ein Ermessensspielraum dabei, was eine Beleidigung ist. „Du bist ein A***hloch, weil du ihn gut findest“, darf er nicht sagen: Er darf aber sagen: Was du da erzählst, halte ich für Schwachsinn.

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Ganz schwer zu entscheiden. Wenn man plötzlich so etwas entscheiden muss, ist die Situation wahrscheinlich fast immer so, dass man weder Zeit noch Muße hat, das in Ruhe und mit kühlem Kopf zu bedenken. Also wird es eine affektgesteuerte Handlung sein. Wie die dann ausfällt: Keine Ahnung.

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Ja, das wäre wirklich ein krasses Gefühl von totaler Fadheit. Unbefriedigter kann man sich wahrscheinlich gar nicht fühlen. Denn es ist unmöglich, zu hundert Kindern eine so enge, emotionale Beziehung zu haben, wie man es zu einem Kind haben sollte. Es ist auch nicht möglich, sich um so viele Kinder zu kümmern und sie richtig gut zu kennen.

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Söhne erben nicht notwendigerweise die Penislänge des Vaters.

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Die neuen Rechten verstehen unter Meinungsfreiheit etwas vollkommen anderes, als dei meisten anderen. In unserem Grundgesetz steht (Artikel 5):

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Zu den Zielen der Mütter und Väter unseres Grundgesetzes, als sie diesen Artikel formulierten, gehörte die Sicherstellung dessen, dass im öffentlichen Diskurs ein möglichst großer Teil der Überzeugungen und Meinungen der Gesellschaft Raum finden, damit in einem intersubjektiven Aushandlungsprozess politische Entscheidungen reifen können, in denen sich am Ende möglichst viele wiederfinden. Dazu gehört auch, dass ich als Staatsbürger die Pflicht habe, von meiner Meinung abweichende Meinungen auch dann zu ertragen und davon Abstand zu nehmen, Sanktionierungsmaßnahmen dagegen zu ergreifen, wenn ich selbst und alle Wissenschaftler:innen, bei denen ich mir Rat hole, sie für blanken Unsinn halten. Diese Weite hat einen sehr guten Grund! Schließlich kann es immer sein, dass ich selbst oder die mich beratenden Wissenschaftsgemeinschaften über die Bewertung einer anderen Meinung als Unsinn schlicht im Irrtum bin.

Die Einschränkungen dieser Meinungsfreiheit im GG sind im Absatz 2 gut festgehalten.

Die neue Rechte hingegen ist der Meinung, dass es einen wahren Willen des Volkes gebe, den sie repräsentiere und der von sogenannten "Altparteien" und angeblicher "Lügenpresse" unterdrückt werde. Dieses angebliche Konsortium aus Establishment und Mainstreampresse dominiere mit Aussagen, die angeblich dem Volkswillen entgegenstünden und ihn gefährdeten.

In dieser Logik ist Meinungsfreiheit nicht der freie Austausch verschiedener Meinungen mit dem Ziel einer Politik, die möglichst viele politische Stimmen mitnimmt, sondern in dieser Logik ist Meinungsfreiheit das Vertreten dieser angeblichen Volksmeinung ohne Widerspruch durch die Altparteien und ihre Vertreter/Sympathisanten mit ihren, nach der Logik der Rechten, falschen Meinungen. Solcher Widerspruch gegen rechte Überzeugungen und mithin jegliche Forderung von Meinungsvielfalt wird als Angriff auf die Meinungsfreiheit wahrgenommen. Dahinter steckt letztlich ein dualistisches Weltbild: Wir stehen für das Gute, Wahre, Gesunde. Menschen anderer Überzeugungen hingegen haben eben diese anderen Überzeugungen, weil sie eine finstere Agenda verfolgen, gegen das Volk sind, oder das Richtige noch nicht begriffen haben. Sie sind böse und müssen bekämpt werden, ihre Meinung hat kein Recht auf Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.

In diesem Video ist dieser Gegensatz schön sichtbar: Ein Parteifunktionär vertritt das eben skizzierte Konzept der neuen Rechten, während Angela Merkel die Logik des Grundgesetzes dagegen hält:

https://www.youtube.com/watch?v=-zqA2OwhRI8

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Das hängt immer auch davon ab, wie man selbst mit anderen umgeht. Aber es ist schon ein bisschen was dran. Man kann einfach nicht mit jedem und es gibt immer Leute, mit denen man auf keinen grünen Zweig kommt. Und man jeder Mensch sollte sich auch in aller Demut eingestehen: Auch ich kann schon mal für andere eine Belastung sein.

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In muslimischen Haushalten in Deutschland ist er zu Hause In anderen eher nicht.

Generell würde ich sagen, Religionen generell sind in Deutschland nicht wirklich zu Hause. Zum Selbstverständnis von Christen gehört es zum Beispiel, sich als Gäste auf Erden zu verstehen (Brief an die Hebräer 13.14)

Insgesamt habe ich auch den Eindruck, dass wir zunehmend auf Zeiten zugehen, wo wir Christen uns fremd im Land fühlen. Christliche Grundwerte wie Nächstenliebe, Schutz und Unterstützung von verwundbaren Menschen werden stärker hinterfragt und es gibt immer mehr Leute, für die das Recht des Stärkeren, Durchsetzung von Interessen und Hass wichtiger sind als christliche Werte.

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Kommt wahrscheinlich sehr drauf an, wer es ist und wo die Wurzeln in Asien liegen. Indonesiern, Malaysiern, Philipinos, Pakistanern, Bangladeshis, dürfte es relativ veetraut sein, Saudis und Iranern noch mehr. Chinesen, Koreanern, Japanern, Thais, Vietnamesen hingegen weniger.

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Wieso? Was wäre positiv daran, wenn die AfD allein Untersuchungsausschüsse einsetzen könnte? Wenn es ein wichtiges Thema gibt, zu dem es einen Untersuchungsausschuss geben sollte, ist es doch von Vorteil, wenn so etwas überparteilich geschieht.

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