Hi, zuerst zu meinem Backround:
Ich habe nach meiner Ausbildung zuerst den Maschinenbau-Techniker gemacht, dann an einer FH den Bachelor in Mechatronik und im Moment mache ich an einer UNI den Master in Automatisierungstechnik. Auch wenn mein Bachelor-Studiengang kein Maschinenbau-Studium war, hatte ich trotzdem einige Vorlesungen die auch im Maschinenbau so vorkommen.
Ein sehr gutes Beispiel ist finde ich, das Fach "Technische Mechanik", das gibt es in der Techniker-Ausbildung, sowie im Studium.
Den Stoff, von *TM*, den wir während des Technikers in zwei Jahren durch genommen hatten, wurde wehrend des Studiums in 4 Monaten durchgezogen. Allerdings muss man dabei auch beachten, dass man im Studium mit ganz anderen Mathematischen verfahren arbeitet, die einen eben sehr viel schneller und eleganter ans Ziel bringen.
Ein anderer Punkt sind auch die Übungen. Im Techniker wird während des Unterrichts bis zum erbrechen geübt, während einer Vorlesung wird höchstens mal eine Aufgabe zum Verständnis durchgerechnet.
Es stimmt schon, dass der Techniker näher an der Anwendung ist. Aber das ist nicht immer besser! Denn es verhindert oft auch dass man über den Tellerrand hinaus schaut...
Alles in allem muss ich sagen, dass das Studium doch eine ganze Ecke anspruchsvoller war, besonders weil man auch einiges neben den eigentlichen Vorlesungen tun muss, um erfolgreich zu bestehen. Aber es macht auch sehr viel mehr Spaß!
Wenn du die Wahl hast zwischen einem Studium und dem Techniker, du auch mal in Eigenverantwortung lernen kannst und du zumindest ein grundlegendes mathematisches Verständnis mitbringst. Dann studiere!