ich hatte gestern eine denkwürdige Begegnung im Gym. Ich habe zum ersten Mal an einem kurs teilgenommen, obwohl ich immer nur kraftraining und ausdauer machen. die frau, die den Kurs macht, kannte ich auch und habe schonmal mit ihr gesprochen, aber eben noch nie ein Kurs besucht. Sie hat mich in der Vergangenheit schon beobachtet, war immer angetan, euphorisch positive vibes und so weiter. Jedenfalls habe ich den Kurs ausprobiert und war auch alles toll. Nach der Stunde haben wir uns mehr als eine Stunde dort unterhalten, obwohl ich nicht der gesprächigste bin. Sie redete mir ein wie fleißig und toll ich bin, ich hätte bestimmt viele Frauen, die mich interessant fänden und Männer, die neidisch seien. Dass dem nicht so ist und dass ich auf viele Männer neidisch sei (stämmiger Körperbau im Gegensatz zu meinem eher länglichen drahtigen Körperbau), das war nur ganz mühselig zu vermitteln. Dass geringes Selbstbewusstsein eben bei mir dazu geführt hat ins Gym zu gehen, obwohl diese Sichtweise so unpopulär ist. Dass ich schwul bin, habe ich weggelassen.
Ich habe mich aber irgendwie gefragt wie die Realitätswahrnehmung so derart verschieden sein kann. Ich meine, ich habe gefreut über die ganzen Komplimente, aber es passt überhaupt nicht zu meiner Wirklichkeit.
woran liegt es, dass Menschen das machen? Es gibt noch ein paar andere Frauen im gym, die das so ähnlich machen. Auch Männer teilweise, aber die machen eher eine Verbrüderung. Ich kann das gar nicht richtig verarbeiten, deuten. Habe mich am Ende halt verabschiedet und dass ich gerne wiederkomme