Was ist der Sinn der Refraktärphase bei einem Aktionspotenzial?
Ich lerne im Moment für eine Biologie Klausur zum Thema Neurobiologie und ich habe mir die Frage gestellt, warum eine Refraktärphase zur Auslösung eines neuen Aktionspotentials überhaupt notwendig ist.
Was diese Refraktärzeit genau ist weiß ich, nur den Sinn dahinter kann ich mir nicht ganz erschließen.
Kann mir da jemand helfen?
3 Antworten
Die Na-Poren sind für eine kurze Zeit nicht aktivierbar.
Gäbe es nicht diese kurzfristige Unerregbarkeit des Neurons, würde das AP in beide Richtungen laufen, denn das AP an einer Stelle depolarisiert die Membran an der nächsten Stelle.
Außerdem wird die Frequenz der AP's so begrenzt.
Ohne diese Begrenzung würde das Herz zu schnell schlagen können.
Hier ist da gut erklärt:
Wie kann das AP in beide Richtungen laufen?
Tut es nicht.
Die Na-Poren sind spannugsgesteuert, herrscht an einer Stelle der Membran ein AP, so öffnen sich benachbarte Na-Poren und es wird ein neues AP ausgelöst. An der Stelle, wo gerade ein AP war sind die Na-Poren für kurze Zeit nicht erregbar (Refraktärzeit).
Die rel. Refraktärzeit dient der Codierung der Erregungsstärke: je stärker der Reiz, desto kürzer diese Phase, desto höher die Frequenz dieser APs (denn über die Amplitude kann nicht codiert werden: AoN-Gesetz)
Na, wenn Du das weißt , sollte Dir klar sein dass es , zB. am Herz zu Herzrhythmusstörungen/ Kammerflimmern kommen würde...
Kannst du das vielleicht erläutern bzw. die Abläufe beschreiben? Der Zusammenhang ist mir noch unklar. :(
Weil es sonst zu einer Überreizung der Zellen käme.
Wie mein Vorredner schon schrieb: wichtigstes Beispiel ist das Herz. Ohne Refraktärzeit, würde früher oder später das Herz Kreislauf System zusammenbrechen.
Hallo :) ich habe eine Frage zu deiner Antwort, denn ich habe sie nicht so recht verstanden. Wie kann das AP in beide Richtungen laufen? und in dem Teil Satz danach bekomm ich irgendwie kein Sinn raus. Ja das AP depolarisiert das Membranpotenial aber was kommt dann an der nächsten Stelle?