Pendeln fürs Medizinstudium?
Hallo zusammen
Ich bin M23 und habe nun endlich einen Platz fürs Medizinstudium ergattert. Leider ist die Platzverteiling eher nervig, weshalb ich nun mein Studium in einer anderen Stadt absolvieren muss. Damit verbunden wären täglich 60 Minuten zugfahrt, anstelle von 15 Minuten an die Uni, an der ich gern zugeteilt worden wäre. Eigentlich ist es mein traum und entsprechend viel habe ich für die Vorbereitung auf den Numer Clausus investiert.
Mit dem Pendeln hat das Ganze leider nun einen Sauren Beigeschmack bekommen. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Die lange Zugfahrt in Kauf nehmen oder das 2t. beste Studium was euch auch gefallen würde antreten?
12 Stimmen
60 Minuten einfache Strecke?
Jo
8 Antworten
Wenn für dich bereits die Aussicht zu pendeln ein mögliches Hindernis für ein Medizinstudium ist, dann solltest du dir gut überlegen, ob dieses Studium wirklich das richtige ist. Denn auf dich werden ganz andere Hindernisse zukommen. Eine Stunde mit dem Zug zu pendeln ist für viele Studierende ein Luxus, die meisten Studierenden müssen für ihr Studium wegziehen und sich eine Wohnung/ einen Wohnheimplatz oder eine WG suchten.
Stell dich auf ganz andere Opfer ein, die du für dein Studium und deinen Späteren beruf erbringen wirst. Massenhaft auswendig lernen, Prüfungen mehrfach machen, weil du sie nicht auf anhieb bestehen wirst, Pflegekräfte, dich auch mal einen härteren Ton drauf haben, Schichtdienst und das Gefühl, dem ganzen nicht gewachsen zu sein. Das alles gehört zu einem (Medizin)studium dazu!
Eine Stunde mit den Öffis ist noch vertretbar, da du unterwegs auch für das Studium lernen kannst, also mit dem Auto würde ich die Strecke nicht fahren, da die Zeit sonst sinnlos verschwendet wäre. Und ja, ich würde das für meinen Wunschberuf in Kauf nehmen.
Das studieren was du möchtest (Medizin) und dann hinziehen. Pendeln wird dixh nerven und dir unglaublich viel Zeit rauben im laufe der Jahre.
Es gibt an jeder Uni eine Bibbliothek mit Lesesälen. Dort kann man sich hinsetzen und arbeiten.
Du hast Glück, daß du überhaupt einen Studienplatz in Humanmedizin bekommen hast. Manch einer würde dafür mehr in Kauf nehmen, als pendeln. Die vorklinischen Semester bis zum Physikum sind sehr lernintensiv, in Anatomie, Biochemie, Physiologie, medizinische Terminologie etc. Trotzdem kannst du nebenbei jobben. Dann kannst du in eine WG ziehen, am Studienort.
60 Minuten finde ich jetzt nicht viel.
Jain
Pendeln bei einem Vollzeitjob ist kein Problem.
Allerdings gibt es im Studium seltens zusammenhängende Vorlesungen. Wenn eine vormittags und die andere nachmittags ist, ist extrem viel tote Zeit dazwischen