Kondensatormikrofon Funktionsweise und Impedanz?
Hey, habe zwei Fragen zu der Funktionsweise des Kondensatormikrofons.Und zwar habe ich die Funktion so verstanden, die Membran(Elektrode) und die Gegenelektrode bilden einen Platten Kondensator, der je nach Schalldruck eine Kapazitätsänderung beiführt. Dabei ist die Gegenelektrode an die Masse angeschlossen ( über einen der drei Pins im XLR Kabel ) und die Membran an die Phantomspeisung ( 48 V).Da die Kapazitätsänderung des Kondensators noch in eine Spannung interpretiert werden muss, ist dort das Mikrofon meist als Niederfrequenz-Schaltung mit einem hochohmigen Widerstand angeschlossen, dort wird dann durch den Ladungsausgleich am Kondensator eine Wechselspannung erzeugt die dann über das XLR Kabel an das Mischpult übertragen wird.
Jedoch Verstehe ich nicht genau was die Impedanz damit zutun hat, und zwar habe ich gelesen es gibt die Eingangs und Ausgangsimpedanz.
Eingangsimpedanz kommt vom folgenden Gerät wie Mikrofonvorverstärkers. Für optimale Resultate sollte die Lastimpedanz mindestens das Fünffache der Ausgangsimpedanz betragen. Hat also das Mikrofon eine Ausgangsimpedanz von 200 Ohm, dann sollte die Eingangsimpedanz des Vorverstärkers mindestens 1.000 Ohm (1 Kiloohm) betragen.
Ist dessen Eingangsimpedanz eher niedrig, spricht der Techniker von einer „hohen Belastung“. Und zwar deshalb, weil die Ausgangsstufe härter arbeiten muss , um eine niedrige Eingangsimpedanz „anzutreiben“.
Aber was genau macht diese Impedanz und wozu ist die da, mit ist klar das es ein Frequenzabhängiger Widerstand ist, kann es aber immer noch nicht ganz verstehen.
Mfg MineCore

1 Antwort
Wenn die EingangsImpedanz zu niedrig ist belastet du das Mikrofon als Quelle zu stark. Dann bricht dein Signal / Wechselspannung zusammen. Und je kleiner die Spannung, desto kleiner die Information.
Das ist der Eingangswiderstand des Verstärkers. Stell dir das Mikrofon als Spannungsquelle / Batterie und den Eingang des Verstärkers als Verbraucher / Widerstand / Lampe vor.
Übertrieben: ist die Eingangsimpedanz zu niedrig machst du einen Kurzschluss an deine Quelle.
Ok danke das habe ich jetzt verstanden, jedoch nur eine spezifische Frage auf diesen Satz "
Ist dessen Eingangsimpedanz eher niedrig, spricht der Techniker von einer „hohen Belastung“. Und zwar deshalb, weil die Ausgangsstufe härter arbeiten muss , um eine niedrige Eingangsimpedanz „anzutreiben“.
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Inwiefern arbeitet die Ausgangsstufe um die Impedanz anzutreiben, ich denke also da du ja gesagt hast wenn die Impedanz zu klein ist entsteht ein Kurzschluss. Wird also durch die Ausgangsstufe einfach eine Widerstand generiert ?
Der Ausgang des Mikrofons ist eine Spannungsquelle. Betrachte es mal alles unter Gleichspannung. Das Mikro ist eine Batterie. Die Ausgangsimpedanz ist ein Längswiderstand nach der Batterie. Der begrenzt den Ausgangsstrom. Dann kommt der Eingang des Verstärkers als Verbraucher. Als Widerstand. Dann hast du eine Batterie und eine Reihenschaltung von zwei Wideständen.
Die Spannung am zweiten Widerstand ergibt sich aus seinem Verhältnis zum ersten Widerstand. Je größer der Ohmwert ist, desto größer die Spannung dort am Eingang des Verstärkers.
Extreme: Kurzschluss = Spannung gleich null
Unendlich = Ub
Danke für das Kommentar, nur eine Frage was ist jetzt genau die Eingangsimpedanz ? Kann mir darunter nicht genau was vorstellen.