Hallo Freunde,
manchmal braucht man einfach einen Ort, um seine Gedanken loszuwerden, und vielleicht ist das jetzt dieser Ort für mich.
Ich frage mich: Wie geht man mit Erinnerungen um, die einen nicht loslassen? Drei Monate sind vergangen, seit meine Beziehung zu Ende ging, aber die Gedanken an sind jeden Tag da. Sie kommen und gehen, oft plötzlich, und erinnern mich an das, was einmal war – an die schönen und auch die schwierigen Momente.
Es begann alles so unspektakulär, dass ich nie geahnt hätte, welche Bedeutung sie einmal für mich haben würde. Wir lernten uns zufällig kennen, ohne Erwartungen. Doch mit der Zeit wuchs etwas zwischen uns – erst Freundschaft, dann Nähe, schließlich Liebe. Ich erinnere mich an unsere ersten Spaziergänge, das erste Händchenhalten, die kleinen Gesten, die damals wie große Abenteuer wirkten.
Aber von Anfang an war da auch eine Mauer, unsichtbar, aber spürbar: ihre strengen Eltern. Unsere Beziehung musste im Verborgenen stattfinden, immer mit der Angst entdeckt zu werden. Treffen waren kompliziert, spontane Ausflüge unmöglich. Ich richtete mein Leben nach ihr aus, lehnte Jobangebote ab, nur um jede freie Minute mit ihr verbringen zu können.
Nach unserem Jahrestag sprach ich ein Gebet. Ich bat darum, dass sie aus meinem Leben gehen möge, wenn sie nicht die Richtige für mich sei. Zwei Wochen später begann alles auseinanderzubrechen. Ihre Eltern fanden heraus, was wir monatelang geheim gehalten hatten, und lehnten unsere Beziehung ab. Von da an ging alles sehr schnell. Missverständnisse, Streit, und schließlich die unvermeidliche Trennung.
Heute bin ich 20 Jahre alt, habe mein eigenes Unternehmen aufgebaut und arbeite an mir – körperlich, mental und beruflich. Von außen mag es so aussehen, als hätte ich alles im Griff. Aber tief in mir gibt es diese Erinnerungen, die mich nicht loslassen. Ich denke an den Schnee, den Nebel, die Bank am Wasser, wo wir uns in die Augen sahen, als wäre das Universum für einen Moment nur für uns stehen geblieben. Und ich frage mich: War das wahre Liebe? Oder war es die Idee von Liebe, die ich so festhalten wollte?
Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die mich stärker gemacht haben, und für die Chancen, die ich ergriffen habe. Doch da ist immer noch diese Leere, dieses Gefühl, dass ich all das erreicht habe und trotzdem etwas fehlt.
Vielleicht liest das hier jemand, der Ähnliches durchgemacht hat, jemand, der weiß, wie man solche Erinnerungen verarbeiten kann. Wie verkraftet man Momente, die so schön sind, dass sie schmerzen? Und wie findet man Frieden inmitten der Stille?
Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben um das hier zu lesen :)
Ja das kenne ich auch deshalb kann ich in Berlin nur zu Besuch sein aber nicht da wohnen