"Hinabgestiegen in das Reich des Todes..."

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Die Stelle im Glaubensbekenntnis bezieht sich auf Epheser 4, 8-10 und 1.Petrus 3, 18-22 (das sind Bibelstellen).

Darin wird gesagt, daß Jesus zwischen Kreuzigung und Auferstehung ins Totenreich gegangen ist, um die Menschen dort zu befreien.

Der Sinn dieser biblischen Aussage ist, festzuhalten, daß die Menschen, die vor Jesus gelebt haben und ihn also garnicht kennen konnten, trotzdem nicht einfach verloren gehen und abgehakt sind, sondern auch erlöst werden können. Also: daß der Himmel auch für sie offensteht. Damit wird festgehalten, daß durch Jesus Entscheidendes passiert ist, was so vorher nicht war, aber trotzdem keiner von vornherein ausgeschlossen ist. Interessante Frage übrigens!


Einen Himmel gab es schon, denn der Himmel ist dort, wo Gott ist und Gott ist ewig.

Ds Reich des Todes war der Zustand all derer, die vor Christus gestorben waren. Jesus begab sich mit seiner Seele, die mit seiner göttlichen Person vereint war, in das Reich des Todes zu den Gerechten, die ihren Retter erwarteten, um das zu erlangen, wovon sie bisher ausgeschlossen waren: Die Gottesschau.

Nachdem der Erlöser den Tod besiegt hatte, befreite er die Gerechten und öffnete ihnen die Pforten des Himmels. Es heißt im Weihnachtslied "denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor".

Ich kenn mich jetzt zwar nicht hundertprozentig in Dogmatik aus, für mich deute ich das folgendermaßen:

Das Reich der Toten steht für den wahren Tod, das Ende des Lebens. Bedeutet also Jesus ist wirklich gestorben, war dann auch drei Tage lang tot und ist dann aber aufgefahren in den Himmel. An dieser Stelle würde ich nicht versuchen mir das so sehr vorzustellen. Also dass das Reich der Toten unten ist und der Himmel eben oben. Beides eher als einen Zustand. Somit ist die Auferstehung ein anderes Leben im Himmel. Vielelicht etwas schwammig ausgedrückt :P

Kannst ja mal in verschiedenen Katechismen nachschauen hier eine sehr wissenschaftliche Seite: http://www.theologie-koeln.de/GBK.htm

Hallo!

In 1. Mose lesen wir: " Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde." Dem hebräischen Wort schamájim (immer im Plural), das mit "Himmel" wiedergegeben wied, scheint die Bedeutung "hoch sein" oder "erhaben sein" zugrunde zu liegen. Beispiele dafür sind in Psalm 103:11; Spruche 25:3; Jesaja 55:9). Die Hekunft des griechen Wortes für Himmel (ouranós) ist ungewiss).

Also können wir davon ausgehen, dass die Himmel (das Universum mit der Erde) und auch der geistige Bereich schon existierten, bevor Jesus in die Himmel aufgefahren ist.

Nachdem er gestorben war, war er gewissermaßen im Reich der Toten, oder auch im allgemeinen Grab der Menschheit (hebräisch: Scheol; griechisch: hades).

Apostelgeschichte 2:31: "Er [hat] vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, dass er weder im Hades verlassen wurde, noch dass sein Fleisch die Verwesung sah."

lg bibi

Eine gute Frage, die ich mir Jahrzehntelang auch stellte. Der für den Gottsucher mißverständliche Knackpunkt liegt im dem Wort "Tod": Wir Menschen verstehen darin das leibliche Sterben, das Jenseits aber die Verbannung aus dem Himmel (wegen des Sündenfalls unter Luzifer).

Zum besseren Verständnis für die Gläubigen müßte das christliche Glaubensbekenntnis eigentlich wie folgt lauten:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Christus, seinen erstgeschaffenen Sohn,unseren Erlöser. Gezeugt als Jesus von Nazareth durch den Geist Christi, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter der Ungläubigkeit der Menschen, gekreuzigt, gestorben und begraben. Hinabgestiegen in das Reich des abtrünnigen Luzifer. Nach dessen Machtbeschneidung am dritten Tag aus der Hölle zurückgekehrt und aufgefahren in den Himmel. Dort sitzt er zur Rechten Gottes,unseres allmächtigen Vaters, um zu richten über Böse und Gute. Ich glaube an die Gemeinschaft der heiligen Geister, das Königtum Christi im Himmel, die Vergebung des Sündenfalls, die Heimkehr aus der Verbannung und das ewige Leben.