Brauchen wir strengere Regeln für soziale Medien?
Soziale Medien sind überall – wir nutzen sie zum Austausch, zur Unterhaltung und um informiert zu bleiben. Doch sie haben auch Schattenseiten: Fake News verbreiten sich rasant, Hasskommentare sind alltäglich, und viele fühlen sich durch Algorithmen manipuliert.
Sollte der Staat stärker eingreifen, um solche Probleme zu lösen? Oder wäre das eine Einschränkung der Meinungsfreiheit? Wie könnte eine sinnvolle Regulierung aussehen, die sowohl Sicherheit als auch freie Diskussion ermöglicht?
Was denkt ihr? Brauchen wir strengere Regeln oder sollten Plattformen selbst Verantwortung übernehmen?
7 Antworten
Grundsätzlich seh ich bei der Nutzung Sozialer Medien durchaus Aufklärungsbedarf, sehe dabei aber nicht den Staat in der Pflicht, sondern vorallem die Eltern.
Die gibt's doch schon längst. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Netzwerkdurchsetzungsgesetz#Gesetzentwurf
Und damit lassen sich auch ganz bequem unbequeme Dinge unterdrücken.
Ich wäre dafür das Plattformen wie X staatlich verboten würden, da diese bewusst FakeNews verbreiten.
Noch besser wäre natürlich, man könnte jeden Menschen zum hinterfragen und selbst denken bewegen, also selbst den FaktenCheck zu machen BEVOR sie blind glauben und weiter verbreiten. Ist aber leider utopisch.
Nun, wenn schon die Anbieter der sozialen Medien (auch hier) sich nicht dafür interessieren, dass die Richtlinien eingehalten werden, wird es wohl nie etwas werden.
In der Schule sollte auch mehr der Umgang mit sozialen Medien gelehrt werden.
Ja, weil heute gefühlt jeder ein Journalist ist und Meinungen Wahrheit gleichgesetzt werden.
Die Verbreiter der Meinungen, die Plattformen unterliegen keinem Presse Kodex und werden nur wenig oder gar nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn Unwahrheiten verbreitet werden.
Nur wer extreme Meinungen vertritt, wird geliked und durch die Algorithmen nach vorne gepushed und damit weiter verbreitet. Also ist die schlechte unwahre Nachricht, die erfolgreiche.
Gut recherchiere Beiträge, sind nicht gratis zu erhalten. Aber für solche Nachrichten will niemand bezahlen. Es ist ein ziemlicher Teufelskreis.
Es gibt Vorschläge dies zu ändern:
https://you.wemove.eu/campaigns/fur-neue-grundrechte-in-europa#xtor=CS5-281
Auch das Bewusstsein, was Fake News anrichten können, muss geschärft werden.
Des Weiteren müssen auch „In-Verkehr-Bringer“, sprich Plattformen ihrer Verantwortung gerecht werden. Sie dürfen sich nicht darauf zurück ziehen, dass sie nur technische und digitale Mittel zur Verfügung stellen.
Wer Meinung verbreiten will und damit Geld verdienen will, muss auch dafür gerade stehen, wenn der Gesellschaft Schaden entsteht, wenn falsche Inhalte verbreitet werden.
Soviel Medienmacht in privater Hand ist Demokratien nicht zuträglich. Man sollte aufhören diese private Datenkraken als sozial zu bezeichnen. Denn das sind sie nicht.
Ich halte es da mit Ferdinand von Schirachs Vorschlag:
Artikel 2 - Digitale Selbstbestimmung
Jeder Mensch hat das Recht auf digitale Selbstbestimmung. Die Ausforschung oder Manipulation von Menschen ist verboten.