Leider eine immer wieder auffallende Missinterpretation von Feminismus und Gleichberechtigung. Im modernen Feminismus, zumindest bezogen auf Deutschland, geht es überhaupt nicht mehr um die rechtliche Gleichstellung, denn diese ist bereits gegeben. Sowohl Mann als auch Frau sind rechtlich vollkommen gleichgestellt - in sämtlichen Belangen. Vielmehr geht es um die soziale Gleichberechtigung. Also die Stellung der Frau im sozialen Gefüge unserer Gesellschaft. Es gibt nämlich weiterhin zahlreiche Männer, die meinen, dass eine Frau weniger wert ist und für bestimmte berufliche Qualifikationen als Beispiel nicht gut genug ist, weil sie eben bloß Frauen sind, oder Frauen in der Ehe als untegeordnete Rolle betrachten. All das sind Defizite, die durch Aufklärung behoben werden müssen.
Gleichberechtigung bezieht sich also nicht nur auf die rechtliche Stellung, sondern auf ganz vielen anderen Ebenen, die in Deutschland inzwischen viel wichtiger sind, da rechtlich eine Gleichberechtigung schon lange besteht.
Aber auch im modernen Deutschland gibt es immer noch enorme Defizite bei der sozialen Gleichberechtigung der Frau, vor allem getragen durch äußere Einflüsse und deren Subkulturen.