Ich finde die Vorstellung auch gruselig, aber gute Gesetzgebung sollte sich in einem Rechtsstaat nach meinem Verständnis nicht am moralischen Empfinden orientieren, sondern versuchen möglichst nüchtern eine gute Güterabwägung zu treffen.

a.) Für die Puppen spricht, soweit ich das verstanden habe, dass sie ggf. einen therapeutischen Effekt haben, bzw. pädophilen Menschen eine Möglichkeit geben ihren Leidensdruck zu mindern ohne für andere zur Gefahr zu werden.

b.) Gegen die Puppen spricht, dass sie eventuell das Verlangen nach einem realen Missbrauch hervorrufen oder steigern können.

Beides ist hypothetisch, soweit ich es verstanden habe und nicht abschließend geklärt.

Die Puppe selbst ist ein toter Gegenstand und kann somit kein Rechtsträger sein. Die Puppe selbst ist also egal. Man kann mit der Puppe selbst auch niemandem Schaden zufügen (im Gegensatz zu z.B. im Waffenrecht gemeinten Gegenständen)

Ich habe literally keine Ahnung. Also weder hab ich mich mit dem Thema intensiv beschäftigt (lese hier gerade das 1te Mal davon), noch bin ich Anwalt. Aber nach dem ich die anderen Beiträge gelesen habe triggert mich mal wieder, dass das Bedürfnis nach moralischen Urteilen so groß ist. Leider helfen die aber oft Niemandem und erreichen zudem noch das Gegenteil. Also wenn es sich mit Pädophile so verhalten sollte, wie mit anderen Sexualitäten – dass man da einfach ist wie man ist und niemand das ändern kann – dann macht es auch keinen Sinn als Gesellschaft das weg zu wünschen, sondern dann muss ein Weg gefunden werden damit umzugehen, der Schaden von allen abwendet. Dieser Gedanke spricht für mich am ehesten für a.)

Ein Story die als Vergleich entfernt zum Thema passt:

Ich habe mal von einem Fall gelesen bei dem ein Mann sich immer Nachts in einen Kuhstall geschlichen hat und eine Kuh "bestiegen" hat. Der Mann wurde erwischt und kam vor Gericht. In der Beweisaufnahme wurde festgestellt, dass er tatsächlich (so lächerlich das klingt) Gleitgel dabei hatte und glaubhaft machen konnte, das er zärtlich mit der Kuh umgegangen ist. Veterinärmediziner haben ausgesagt, dass die Kuh das vermutlich nicht mal gemerkt hat. Es konnte objektive keine Tierquälerei festgestellt werden. Der Mann wurde frei gesprochen. – Was ich damit sagen will: Ich traue einem rechtsstaatlichen System am meisten was nicht danach entscheidet, wer und wieviele etwas abartig finden, sondern Gesetzte schafft, die die Rechte aller Menschen schützen und eine Justiz hat die nüchtern nach diesen Gesetzen urteilt.

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Nein

Seit wann gibt es eine Rechtfertigung für Diskriminierung anhand des Merkmals der Natürlichkeit? Das ist ein konstruierter Rechtfertigungsgrund.

Ob Transidentität natürlich ist oder nicht spielt dafür überhaupt keine Rolle.

Wenn ich mit rosa Schleife im Haar und Gummistiefeln auf die Straße gehen will ist das wohl sicher nicht natürlich – im Sinn von angewachsen, muss so – aber gibt noch lange niemandem das Recht mich dafür zu diskriminieren.

Abgesehen davon ist die immer wieder hervorgeholte Behauptung XY kommt in der Biologie nicht vor nicht haltbar. Wenn man lange genug sucht kommt fast alles vor. Das ist einfach der durchsichtige Versuch sich sein Argument bequem hinzubiegen. Genauso biologisch sind auch rassistische Vorurteile und die Entwertung des Lebens von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Vergangenheit begründet worden. Also aus der Sicht der Möglichkeit sich ein biologisches Argument her zu konstruieren gesehen, sind deine Bekannten da noch lange nicht safe, sollten sie sich vielleicht mal klar machen.

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Meinung des Tages: Wie bewertet Ihr das Gerichtsurteil gegen Marine Le Pen?

Marine Le Pen darf aufgrund eines Gerichtsurteils für fünf Jahre nicht bei Wahlen antreten. Le Pen selbst jedoch gibt sich kämpferisch und ruft zu landesweiten Protesten auf...

Ein hartes Urteil?

Die rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen wurde von einem Pariser Gericht wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt und für fünf Jahre von Wahlen ausgeschlossen. Darüber hinaus wurde sie zu vier Jahren Haft verurteilt, wovon zwei auf Bewährung ausgesetzt sind und die übrigen zwei durch das Tragen einer elektronischen Fußfessel abgeleistet werden sollen. Ihr Anwalt kündigte umgehend Berufung an.

Le Pen selbst sieht sich als Opfer einer politischen Entscheidung und behauptet, das Urteil sei dazu gedacht, sie gezielt von der Präsidentschaftswahl 2027 auszuschließen. Sie kündigte an, trotz des juristischen Rückschlags politisch aktiv zu bleiben.

Reaktionen

Das gestrige Urteil rief in ganz Frankreich, aber auch weltweit Reaktionen hervor: Während einige Politiker die harte Strafe als problematisch für die Demokratie erachten, verteidigen andere das Urteil und kritisieren die Angriffe auf die Justiz.

Politiker wie Viktor Orbán und Matteo Salvini sowie Vertreter der US-Regierung äußerten sich kritisch und soliradisierten sich mit Le Pen. Aus dem rechtspopulistischen Lager wird das Urteil als Angriff auf die Demokratie gewertet und als gezielte politische Maßnahme zur Verhinderung von Le Pens Kandidatur dargestellt.

Rassemblent Nation ruft zu Protesten auf

Le Pens Partei Rassemblement National (RN) hat als Reaktion auf das Urteil zu landesweiten Protesten aufgerufen. Während ihre Anhängerschaft empört reagiert, zeigt eine Umfrage, dass 42 Prozent der Franzosen das Urteil befürworten, 29 Prozent dagegen sind und weitere 29 Prozent neutral bleiben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Le Pen und weitere RN-Politiker EU-Gelder systematisch veruntreut haben. Trotz der juristischen und politischen Turbulenzen bleibt Le Pens Partei weiterhin stark in den Umfragen und könnte bei der nächsten Wahl eine entscheidende Rolle spielen.

Unsere Fragen an Euch:

  • Wie bewertet Ihr das Urteil gegen Marine Le Pen?
  • Welche Auswirkungen könnte das Urteil auf die politische Zukunft des Rassemblement National haben?
  • Wie könnte das Urteil das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz beeinflussen?
  • Denkt Ihr, dass der Grund des Urteils durch Le Pens Reaktion sowie mögliche Proteste im Land in den Hintergrund geraten könnte?

Wir freuen uns auf Eure Meinungen.

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

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Ich befürworte das Urteil, da...

Gleiches Recht für alle. Wenn ich losziehe und überfalle eine Bank werd ich wohl weniger erbeuten und wesentlich härter bestraft werden.

Klar hat es ein gewisses politisches Konfliktpotential, aber ich versteh die Kommentatoren nicht die damit argumentieren, dass es jetzt den Rechten in die Hände spielt. Die Rechten bauen ihre Opfer-Erzählungen so oder so. In die Hände spielt man ihnen wenn man darauf eingeht und die Institutionen damit untergräbt in dem man darauf politisch motiviert Rücksicht nimmt und damit die Abweichung von rechtsstaatlichen Prinzipien normalisiert.

Kann man gerade wunderbar in den Staaten beobachten, was für arme Opfer die MAGA-Leute immer noch sind obwohl sie den Präsidenten stellen, im Kongress die Mehrheit haben und sowieso vollkommen außerhalb der Institutionen agieren (DOGE) oder sie einseitig instrumentalisieren.

Also die Idee auf dieser Ebene politische motivierte Rücksicht zu nehmen und Ausnahmen von rechtsstaatlichen Prinzipien zu machen um die Anhänger der extremen Rechten wieder einzufangen halte ich für widerlegt.

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Ich finde schade, dass sich so viele Männer durch Feminismus bedroht fühlen.

Ich verstehe den modernen Feminismus als eine Bewegung die über die Frauenrechte hinausgeht und eine generelle Emanzipation von geschlechtsbezogenen Stereotypen und Diskriminierungen anstrebt. In diesem Sinne finde ich die Ziele des Feminismus ganz generell für das Zusammenleben der Geschlechter einen Fortschritt, aber insbesondere bin ich der Meinung, dass gerade für Männer der Feminismus eher eine ebensogroße Befreiung sein könnte als eine Bedrohung.

Angst zu haben vor dem Feminismus find ich im Übrigen eine der unmännlichsten Eigenschaften die man haben kann.

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Also ich würde sagen geopolitisch transformieren die sich gerade auf des Level einer Bananenrepublik. Wo ist die Linie? Ich seh da keine Strategie. Die treten einfach reihum allen einmal kräftig vors Schienenbein. In der Jugendhilfe nennt man sowas glaub ich Systemsprenger. Was soll das werden, wenns fertig ist?

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Ich finde das ultrawichtig dass die Leute die sich in einer Umkleide befinden alle das gleiche zwischen den Beinen haben.

Leider erkennt man das immer so schlecht. Ist das nur so klein, oder muss es erst noch hinoperiert werden? Bei 99% ist es eher ersteres, aber um sicher zu gehen, bin ich dafür an Umkleiden, Toiletten etc. direkt am Eingang große Lupen zur Verfügung zu stellen, damit jeder der sich dazu berufen fühlt direkt jeden Mitbenutzenden auf seinen Geschlechtsteilstatus überprüfen kann

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Ich denke eine Diskussion führt selten dazu, dass sich eine Meinung instant ändert. Darum geht es meiner Meinung nach auch nicht (ihr könnt gerne versuchen die zu ändern ;-), sondern um den Austausch von Gedanken und Sichtweisen zum Thema.

Wenn überhaupt, dann findet die Änderung des Standpunktes beim Gegenüber in seinem eigenen Prozess des Nachdenkens außerhalb der unmittelbaren Dikussion statt, falls in der Diskussion ein neuer Gedanke oder eine neue Sichtweise auf das Thema ausgetauscht wurde.

Ich denke das Ändern der Meinung des Gegenübers als primäres Ziel einer Diskussion zu haben führt mehr oder weniger automatisch zur Verhärtung und zum Streit. Die Leute fühlen sich in ihrer Identität angegriffen und machen zu.

Also ich habe meine Meinung bzgl. meines Menschenbildes, politischer Überzeugung oder Minderheitenrechten noch nicht geändert aufgrund von Diskussionen auf GF, aber ich hab schon oft gute Meinungsäußerungen hier gelesen, die mir andere Sichtweisen auf meine Überzeugungen verständlicher gemacht haben. Umgedreht hoffe ich auf das gleiche.

Obwohl ich die Moderation hier ziemlich gut und fair finde, sind viele Beiträge hier oft provokativ und nicht an sinnvollem Meinungsaustausch interessiert, dazwischen gibt es aber auch immer wieder ernsthaftes Interesse an Gedankenaustausch und gute Diskussionen.

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Bin für LGBTQIA+, weil

Was soll das heißen „Gegen LGBTQIA+“ zu sein?

Ist euch nicht klar das hinter den Buchstaben echte lebendige Menschen stehen?
Mit Eltern, Kindern, Freunden …
Menschen die von irgendwem geliebt werden, Menschen die lieben!
Menschen die durch ihre bloße Existenz als LGBTQIA+ niemandem was getan haben, die einfach nur so sind wie sie sind. LGBTQIA+ zu sein greift niemanden an, stellt nichts und niemanden in Frage. Nicht deine Männlichkeit, nicht deine Weiblichkeit, nicht dein Geschlecht oder deine Art zu Leben und nicht deine Familie. LGBTQIA+ zu sein ist nichts wozu man eine Meinung haben kann, es ist einfach eine Art sich selbst zu sein.

Ob jemand Lesbisch, Gay, Bi , Trans, Queer, Inter, Asexuell oder irgendwas dazwischen ist + kann man sich im Gegensatz zu menschenverachtenden Haltungen weder aussuchen noch abgewöhnen. Man kann weder dafür noch dagegen sein.

Was also soll die Konsequenz sein, die ihr euch erhofft wenn ihr auf „bin gegen LGBTQIA+“ mit JA anwortet? Der rosa Winkel?

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Dominanz braucht keinen Penis.

Dominanz bedeutet doch nur, dass du den Ton angibst oder besser ausgedrückt – führst – wie beim Tanzen. Dazu brauchst du keinen Penis und auch keine spezielle Technik oder so. Hör in dich rein worauf du Lust hast und sei einfach kompromisslos (natürlich im Rahmen eures consent) darin deine Fantasien umzusetzen.

Was hilft ist den Partner auch physisch (wenigstens symbolisch) zu dominieren. Z.B. durch Augenbinde und/oder Fesseln. Aber auch einfach ein fester entschlossener Griff ist dominant. Das ist alles in deinem Kopf (oder auch nicht ;-)

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Meinung des Tages: Nach Tortenangriff auf Lindner - wie weit darf politischer Protest Eurer Meinung nach gehen?

Egal, ob Farbbeutel, Eier oder Torten: Attacken auf Politiker gab es hierzulande immer wieder. Nun traf es auch FDP-Chef Christian Lindner. Doch obgleich er's zunächst mit Humor nahm, warnen viele vor der Verrohung politischer Diskussions- und Streitkultur...

Torten-Attacke auf FDP-Chef Lindner

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Greifswald wurde FDP-Chef Christian Lindner von einer linken Lokalpolitikerin mit einer Torte beworfen. Diese traf den FDP-Politiker mitten ins Gesicht. Nach anfänglichem Schock reagierte er in der Situation zunächst mit Humor.

Gegen die 34-jährige Tortenwerferin wurde Anzeige wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Beleidigung erstattet. Die LINKE distanzierte sich von der Tat der Politikerin.

Reaktionen aus der Politik

Der designierte FDP-Generalsekretär Marco Buschmann sagte, dass "solche Angriffe [ . ] in unserer Demokratie nichts verloren" hätten. Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb auf X, dass "Angriffe auf Politikerinnen und Politiker [ . ] kein Ausdruck demokratischen Verhaltens" seien. Auch Innenministerin Nancy Faeser verwies darauf, dass "Attacken jeder Art und Einschüchterungsversuche [ . ] in einer demokratischen Debatte nichts verloren" hätten.

Droht eine Verrohung der Diskussions- und Streitkultur?

Union-Kanzlerkandidat Friedrich Merz vermutet, dass der Angriff "einen Vorgeschmack darauf [bietet], was wir hier möglicherweise in diesem Wahlkampf noch erleben" werden. Zugleich warnte er vor der zunehmenden Gewaltbereitschaft in der politischen Auseinandersetzung.

Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht in dem Tortenwurf den Beginn einer Gewaltspirale und mahnte, es würde "mit der Torte [anfangen] und mit Steinen oder mit Sprengsätzen" aufhören.

Unsere Fragen an Euch:

  • Wie weit darf politischer Protest Eurer Meinung nach gehen?
  • Ist es Eurer Meinung nach in Ordnung, politischen Unmut durch das Werfen von Torten oder Eiern zu äußern?
  • Befürchtet Ihr, dass die politische Diskussionskultur in diesem Wahlkampf weiter verrohen könnte?
  • Was muss Eurer Meinung nach geschehen, dass Politiker und Menschen unterschiedlicher politischer Meinungen wieder auf Augenhöhe miteinander diskutieren können?

Wir freuen uns auf Eure Antworten.

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

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Derartige Aktionen sind nicht in Ordnung, weil...

Solche Angriffe überschreiten ganz klar die Grenze von verbaler zu körperlicher Auseinandersetzung. Diese Grenze sollte grundsätzlich gewahrt bleiben, ansonsten diskutieren wir demnächst wo die Grenze verläuft zwischen jemanden mit einer Schwimmnudel oder mit einem Baseballschläger schlagen. Auf dieses Terrain darf man sich daher grundsätzlich gar nicht erst begeben.

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Gegenfrage: Wenn man ab und zu gern mal Schokolade ist, aber ansonsten nur Gemüse. Ist das normal?

Was ist schon normal? Normal ist was einer Norm entspricht. Wer macht die Norm und für wen und wenn ja, warum würdest du ihr gerne entsprechen wollen?

Also die Frage danach was normal ist hängt dermaßen von persönlichen Einstellungen der Leute die du fragst ab, dass sie hier so pauschal gestellt keinen großen Sinn macht.

Genies einfach worauf du stehst solang es niemanden anderen angeht. Du brauchst keinen Angst vor irgendwelchen Labeln zu haben. Leb einfach dein Ding.

P.S.: für mich bist du ganz klar schokoflexibel ;-)

P.S.S: Ich hab keine Zahlen, aber ein nicht unerheblicher Teil von Männern wichst gerne auf lesbische Pornographie. Ob die sich wohl oft fragen, ob sie lesbisch sind?

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"Kampf dem Bartschatten" - Der Feind in meinem Gesicht?

Hey hoo 👋

unszwar geht's bei Dir darum, daß ich nach dem Rasieren immer so einen Bartschatten hab, also im Prinzip immer noch unrasiert ausseh.
ich hab erst gedacht, daß es daran liegt, daß mein Rasierer nichts mehr taucht. Hab mir jetzt den Nassrassierer von Gilette ProShield (die Schose hier, nur ohne die Kühlfunktion: https://www.gillette.de/de-de/produkte/rasierer/proshield-chill-rasierer) geholt, aber Problem bleibt immer noch Bestehen.

Ich hab mir jetzt überlegt, das Ganze mit Concealer zu verdecken. Weiß jemand, was da hilft? Ich würde gern wie ein Mädchen aussehen, also darf auch gern bißchen mehr Make-Up sein - hauptsache der Bartschatten verschwindet endlich.😂

Hab mir bei dm diesen Concealer geholt. Erstmal nur das billige Zeug für 2,95 €, weil ich erstmal schauen wollte, ob die Farbe gut passt. (nicht, daß ich eine Farbe kaufe, die überhaupt nicht zu mir paßt und ich dann plötzlich einen "Concealer"-Bart im Gesicht hab😂)

https://www.dm.de/essence-concealer-camouflage-matt-waterproof-10-light-rose-p4059729038333.html

Naja, Farbe paßt zwar, aber Verdecken klappt nicht wirklich. Dazu fühlt sich das Zeug unglaublich trocken an - und das obwohl ich extra nach dem Rasieren noch AfterShave aufgetragen hab.

Soll ich evtl. Feuchtigkeitscreme / Hautcreme nochmal vorher drüber machen? Oder andere Marke nehmen, die bisschen hochwertiger ist?
Oder kann ich meinen Traum vom Bartschatten-Frei gleich komplett begraben?

LG,
Jensek81 mit dem Bartschatten.

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Concealer ist nicht das richtige Produkt. Concealer hellt auf. Für Bartschatten nimmt man Camouflage. Das ist ein stark pigmentiertes Makeup in einer Farbe, die im Farbkreis genau gegenüber diesem bläulichen Ton des Bartschattens liegt. (Orangetöne). Man schminkt sich an den Stellen wo der Bartschatten ist quasi erstmal orange. Ich weiß, klingt komisch, sieht auch erstmal so aus, aber darüber kommt dann die ganz normale Foundation und zusammen mit der Foundation cancelt die Camouflage die bläulichen Töne des Bartschattens aus.

Hier ist es super erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=Vr5ALBA342c&t=479s (englisch)

Oder wenn du zu den ganz harten Mädels gehörst, ohne Schmerzempfinden – es gibt auch Leute, die sich die Barthaare kontinuierlich auszupfen: https://www.youtube.com/watch?v=sunUsfKigYU

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  • auf gepflegte Nägel achten. Z.B. Nagelhaut pflegen und ggf. entfernen bzw zurück schieben.
  • auf gutes Hautbild achten und Feuchtigkeitscreme verwenden
  • Augenbrauen zupfen.
  • Ohrlöcher stechen lassen. (bitte beim Piercer, nicht mit der Pistole im Laden)
  • Frauen bewusst beobachten (dezent versteht sich) – Was ziehen sie so an? Welche Mode steht welchem Typ, Figur, Alter etc.? Wie bewegen sie sich? – und davon lernen.
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Auftreten als „crossdresser“ im alltäglich Leben?

ich poste hier recht gerne ab und zu weil ich mit vielen von euch echt immer tolle Konversationen habe und ihr echt immer super hilfreich seit.

Mehrer Leute verfolgen meine „Entwicklung“ hier aber nochmal einen Zwischenstand. Ich bin 23 und studiere. seit ca 6-7 Monaten versuche ich mich selbst zu verweiblichen. Ich hatte schon längere Interesse hab gesehen wie das ein paar Leute online gemacht haben und auf einmal bin ich mittendrin 👀. Derzeitiger Stand, ich rasiere mich komplett unterhalb des Halses, hab seit neuestem shellac an den Zehen (traue mich bei meinen Händen noch nicht), perfume und etwas Augenbrauen Styling, hab aber noch normale kurze Haar und einen Schnurrbart. Meine Männer-wardrobe wird immer kleine, da eine Freundin vorgeschlagen hat ich sollte doch vieles nicht getragen verkaufen damit ich öfters die Möglichkeit habe weibliche Sachen zu tragen. Habe keine „Männer“ Schuhe und Jacken mehr auch nur noch Handtaschen, versuche so wenig wie möglich Hosen zu tragen meistens Röcke. Hab es auch geschafft fast eine Woche lang meinen neuen 10cm Stiefel zu tragen nach dem einlaufen Haha. Allgemein sehr girly unterwegs und es macht echt Spaß

hier ist nur mein Thema (Frage) das mir Schwierigkeiten bereitet. Öffentlich fahren ist viel besser geworden wenn mich niemand trifft der mich kennt. Ich geh zwar in die bib und zum lernen en‘fem aber noch nicht zu meinen Uni Freunden bzw in die Vorlesung. Bin letzte Woche zum ersten Mal zu einer meiner Erledigung also zum Zahnarzt en‘fem gegangen das war wahnsinnig unangenehm. War da erst zum zwoten mal jetzt normaler Termin zur zahnreinigung. Outfit für Kontext (Blazer mit einer rüschen Bluse drunter, Blazer war dunkel dazu passenden engen Minirock, ne flauschige Jacke drüber meine go to scharte Handtasche, Stiefeletten ca 9cm Absatz und eine gefütterte Strumpfhose.) Die Rezeptionistinnen waren sehr nett und freundlich haben jedoch etwas gekichert die andere Dame im Wartezimmer hat nichts gesagt. Als ich dann dran war hat die Dame die die Reinigung gemacht hat sehr seltsam gekuckt und ein paar Fragen gestellt. Und die ganze Erfahrung auch beim auf Wiedersehen sagen war sehr merkwürdig und unangenehm.

was kann ich tun das ich in meinem Alltag beim weiblicher Kleidung tragen nicht mehr so heraussteche, angeglotzt werde, Sprüche hinterher etc. wie Integriere ich das besser

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2 spontane Gedanken

  • mach den Bart ab [1]
  • Nagellack ist kein Problem – bin auch CD und trage im Boy-Mode meistens Nagellack. Am Anfang war ich auch skeptisch, aber es interessiert wirklich absolut niemanden. Keine Kommentare etc. pp. Null, Nix

[1] … hängt natürlich davon ab, was für ein Crossdressing du möchtest. Ich bin trans. Wenn ich im Girl-Mode draußen bin, will ich so gesehen werden wie ich bin – weiblich, aber es gibt ja auch CD, die gerne einfach die Klamotten tragen und die Grenzen nicht akzeptieren möchten und gerne Mann im Rock [2] sind.

[2] Schöne Seite zu dem Theme gibt’s übrigens hier: https://dermannimkleid.de/

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Nein

Steuern sollen steuern.

Sind sind wichtig für das funktionieren und damit den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Ich zahle gerne Steuern.

Unangenehm finde ich hingegen dass das nicht auf gerechte Art und Weise geschieht und scheinbar die Bereitschaft ehrlich Steuern zu zahlen mit zunehmendem Besitz immer kleiner wird. Das ist das eigentliche Problem, nicht die Steuern selber.

Wieso ist es so einfach für Vermögen Steuern mit allerlei Tricks zu vermeiden, während Einkommen knallhart besteuert wird. Das ist unfair. Alle und alles sollte in gerechter Weise entsprechend der Leistungsfähgikeit besteuert werden. Am besten progressiv ohne Obergrenzen, damit sich absurder Reichtum irgendwann nicht mehr lohnt. Das wäre auch für den Mittelstand gut.

Ich fühle mich verarscht wenn Superreiche und ihre Lobbies immer so tun als hätten sie das alles ganz alleine aus dem Nichts erschaffen. Alles ist in irgendeiner Form miteinander verbunden und voneinander abhängig. Jede Firma braucht Infrastruktur und gut gebildete Mitarbeiter. Das ist eine Gemeinschaftsleistung – immer! Daher sollen gefälligst auch alle daran mitarbeiten proportional zu den Vorteilen die sie aus dieser Gemeinschaftsleistung ziehen. Das ist keine linke Ideologie oder Sozialismus oder irgendwas sonder liegt einfach auf der Hand, wenn man mal drüber nachdenkt.

Z.B. diese ganzen Vögel auf YT, die für passives Einkommen werben. Es gibt kein passives Einkommen. Irgendwer arbeitet immer dafür. Wenn du passives Einkommen hast beklaust du irgendwen der für dich die Arbeit macht. So sieht’s aus!

Oder CumEx. Ok, der Staat hat nicht aufgepasst und scheiß Gesetze gemacht, die eine Lücke hatten, aber was sind das für korrumpierte Menschen, die daraus für sich das legitime Recht ableiten sich da zu bedienen uns uns alle zu beklauen?

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Ich hab irgendwann zufällig, noch vor der Pubertät einen alten BH meiner Mutter im Papierkorb unter der Nähmaschine gefunden und der hat eine magische Anziehung auf mich ausgeübt, sodass ich ihn angezogen und ausgestopft habe. Ab da wollte ich gerne das komplette Bild sehen und hab immer heimlich die Sachen meiner Mutter ausprobiert. Kleider, Strümpfe etc. Interessant finde ich, dass sich das wirklich auf mich bezog, also ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich zu dem Zeitpunkt da schon in erotisch romantischer Weise für Mädchen in meinem Alter interessiert habe.

Ein anderes Ding, welches nicht direkt was mit dem Crossdressing zu tun hat, aber mit Geschlechtsidentität ist, dass ab da wo ich bewusst wahrgenommen habe, wie die männliche und weibliche Genitalien sich unterscheiden, irritiert davon war das ich einen Penis habe und das Gefühl hatte ich hätte eigentlich eher eine Vagina haben sollen. Erstaunlich finde ich das, weil das war glaub ich noch im Vorschulalter. Vielleicht so mit 6 oder eher. Also wo man mit Sexualität an sich noch nichts zu tun hat und auch nicht über das andere Geschlecht weiter nachdenkt.

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Mir geht es sehr ähnlich wie dir und ich beschäftige mich auch sehr intensiv mit dieser Frage. Ich seh das wie folgt:

Erstmal würde ich die Frage hinterfragen, bzw. warum du dich das eigentlich fragst, oder mit welchem Gefühl. Weil meistens ist damit eine gewisse Angst vor der Antwort JA! verbunden. Viele Crossdresser scheinen irgendwie diese Abgrenzung zu brauchen, weil die Erkenntnis ggf. trans zu sein ja unter Umständen eine ganzen Rattenschwanz an Veränderungen nach sich zieht, die auch schmerzhafte Seiten haben, wenn man sie durchzieht (Outing etc. pp) – Diese Angst muss man nicht haben, weil die Erkenntnis das man irgendwas ist, nicht bedeutet das man dann auch irgendwas bestimmtes damit machen muss. Also angenommen die Antwort ist JA – du bist trans – was bedeuted das konkret für dich? Erstmal gar nichts. Du musst deswegen keine Transition machen etc. pp. Also musst du vor der Frage (bzw. Antwort) auch erstmal keine Angst haben.

Ich persönlich würde es mittlerweile klar mit Ja! beantworten.
Warum? Weil wir weiblich gelesene Personen sein möchten, bzw. uns als weibliche gelesene Personen viel wohler fühlen und uns damit eher identifizieren. Also allein schon das wir diesen Weg solange und soweit gehen bedeutet mMn das das Teil von uns ist. Ich kenne einige Crossdresser und keiner von denen verkleidet sich nur. Ich glaube die Idee, dass es da nur um Klamotten geht ist vorgeschoben aus Angst und als Selbstschutz gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Bewertungen und dem Gefühl, das trans irgendwie noch schlimmer abweichendes Verhalten ist als Crossdressing und auch direkt medizinische und sonstige Folgen nach sich zieht. Ich glaub das ist alles Quatsch. Wir identifizieren uns als weibliche Personen und das ist ganz klar eine Form von Transidentität.

Es gibt so viel Crossdresser die sich zum Beispiel jahrelang nicht trauen sich gegenüber ihre Partnerin zu outen und immer alles heimlich machen. So ein Struggle und so ein Risiko geht man doch nicht ein, wenn es nur um einen Hobby mit Verkleiden gehen würde. Das das so eine wichtige Sache für uns ist, ist doch allein schon ein klarer Beweis wie wichtig das für unsere Identität ist.

Andersherum kannst du dich ja z.B. mal fragen, wenn du schon eine Frau wärst (z.B. aufgrund irgendeines magischen Zaubers) würdest du zurück wollen? Oder anders, wenn die ganzen potentiellen Zwänge und Diskriminierungen nicht wären, sondern es wirklich 100% nur auf deine eigene freie Entscheidung ankäme und sonst alles cool wäre, wärst du dann dauerhaft lieber eine weibliche Person? Ich behaupte mal, dass jeder Crossdresser da JA! sagt. Also ganz klar trans. Der ganz Struggle kommt nur durch die Abwägung mit den ganzen möglichen gesellschaftlichen Implikationen die das haben kann. (im Grunde ist das der s.g. Button-Test)

Eine ganz andere Frage ist, welche Folgen diese Erkenntnis hat.
Das hängt einfach nur von dir selbst ab und welchen Weg du einschlagen möchtest um ein glückliches Leben zu führen. D.h. du kannst das einfach so für dich annehmen und weiter machen was du jetzt machst wenn das dein Weg ist und du kannst aber auch irgendwann an den Punkt kommen das du weiter gehen möchtest. Beides ist möglich und nichts davon zwingend. Die Erkenntnis das du trans bist zwingt dich zu gar nichts.

Für mich selbst bin ich mir mittlerweile sicher, dass ich trans bin, aber ich hab keine krasse Dysphorie. Aber Leute, denen gegenüber ich nicht geoutet bin, sprechen mich z.B. regelmäßig drauf an, was für eine tolle und gelöste glückliche Ausstrahlung ich habe. Das passiert immer im zeitlichen Zusammenhang mit meinem Crossdressing. Das hat mir gezeigt, das es noch mehr mit mir macht, als mir selbst überhaupt bewusst war.

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Ich nehme Mizellenwasser und Kosmetiktücher zum eigentlichen Abschminken und danach ganz normal Gesicht waschen in der Dusche und Feuchtigkeitscreme, für den letzten Rest und ein gutes Hautgefühl

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Es wurde ja schon viel geschrieben. Im Prinzip war fast alles schon dabei.

Ich empfehle dir einen Kurs zu machen. Wenn du etwas im Internet suchst, findest du MakeUp-Kurse für Transgender. Ich war z.B. bei Kryolan in Hamburg um das das erste mal zu probieren. Hier werden diese Kurse angeboten. Im Moment steht keiner drin, aber eigentlich gab es die immer regelmäßig also schau einfach mal ab und zu:

https://de.kryolan.com/veranstaltungen#workshops

Momentan verwende ich:

  • Primer (sehr wichtig für die Haltbarkeit und die Haut)
  • Foundation (in mehreren Tönen für ein leichtes Contouring)
  • Transparentes Fixierpuder
  • Lidschatten
  • Wimperntusche
  • Eyliner (Kombiprodukt mit Wimpernkleber)
  • Wimpern
  • weißen Kajal für die Wasserlinie
  • Augenbraunstift
  • 2 Rougetöne (für Contouring)
  • flüssigen Lippenstift
  • Fixierspray

… nicht zu vergessen. Man(n) braucht Pinsel, Puderquasten, Makeupschwamm, Wimernzange, Spitzer

… ebenfalls nicht vergessen: Was zum Abschminken. Also entweder fertige Abschminktücher oder Makeuptücher und Mizellenwasser (als Beispiel. Gibt noch andere Möglichkeiten)

Super Video zum Thema hier: https://www.youtube.com/watch?v=Vr5ALBA342c

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