Die Erststimme wird maßlos überschätzt. In vielen Wahlkreisen haben ohnehin nur zwei oder maximal drei Kandidaten eine Chance auf den Sieg. In einigen steht der Sieger de facto jetzt sogar schon fest, weil diese Wahlkreise seit Jahrzehnten immer von Kandidaten ein und derselben Partei vertreten werden.

Wenn du der FDP helfen willst, gib ihr deine Zweitstimme. Und erkundige dich, welche Kandidaten in deinem Wahlkreis antreten und wie die letzten Wahlen dort ausgegangen sind, damit du deine Erststimme sinnvoll nutzen kannst.

...zur Antwort

Vielleicht bist du einfach etwas spät dran mit der körperlichen Reife? Sowas gibt es, das ist nicht so dramatisch.

Übrigens gibt es das gleiche Phänomen auch beim weiblichen Geschlecht. Ich kenne zum Beispiel eine Frau, die mit Anfang dreißig teilweise noch für eine Minderjährige gehalten wurde. Auch heute noch, zehn Jahre später, wird sie mitunter zehn bis fünfzehn Jahre jünger geschätzt. Immerhin nimmt man ihr mit vierzig Jahren mittlerweile ab, dass sie volljährig ist...😅

Dir bleibt vermutlich nicht viel anderes übrig, als dich damit zu arrangieren. Eine selbstbewusste Haltung und ein gesunder Humor können so manchen Makel kompensieren.

...zur Antwort

Das macht IMO nur dann Sinn, wenn es unter den Großen absolut keine gibt, die dich anspricht. Dann ist es klüger, eine interessante Kleinpartei zu wählen, als zu Hause auf der Couch sitzen zu bleiben.

Am allerbesten ist es aber, wenn man seine Stimme einer Partei geben kann, die damit auch effektiv im Parlament arbeiten kann.

...zur Antwort

Ich handhabe es immer so:

Wenn es eine Partei gibt, die locker im nächsten Bundestag sitzt und die mich größtenteils anspricht, dann wähle ich diese. Sie sollte in wichtigen Kernpunkten mit meinen Ansichten übereinstimmen, und es darf keine totalen Widersprüche geben.

Gibt es keine solche Partei, dann wähle ich eine Kleinstpartei, die mir stark zusagt. Da gibt es eigentlich immer irgendwas, was zu 90% passt.

Wenn ich absolut gar nichts Passendes finde (was bisher nie vorkam), ich die Wahl für zu unwichtig erachte oder andere Gründe im Wege stehen, dann wähle ich gar nicht.

...zur Antwort

Nicht direkt, sagen wir's mal so. Aber ich hatte eine Zeit lang indirekten Zugang zu Darknet-Inhalten, bzw. konnte mir Dinge von dort ansehen, über Videos und Screenshots. Dass diese Dateien authentisch waren, weiß ich aufgrund entsprechender Meldungen in den Medien, die später das bestätigten, was ich dort gesehen hatte.

Sehr vieles, das man darüber hört, ist maßlos übertrieben. Das Darknet besteht zu 90% aus Leuten, die dir dein Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Es gibt aber auch diesen kleinen Teil an wirklich bedrohlichen und hochkriminellen Inhalten, der einen als "normalen Menschen" echt verstört.

Allerdings findet man diesen Content nicht "zufällig", indem man in einer Suchmaschine den falschen Begriff eingibt. Man muss schon genau wissen, wonach man sucht.

Heute befasse ich mich nicht mehr mit diesem Mist, das hat mir damals nicht gut getan.

...zur Antwort

Dazu gibt es in der Videospiel-Reihe "Hearts of Iron" eine Fan-Modifikation namens "Kaiserreich". Einige Aspekte werden ziemlich realistisch dargestellt, andere wirken eher fantastisch... Ist ja auch kein Geschichtswerk, sondern ein Unterhaltungsprodukt. Der Zweite Weltkrieg geht hier übrigens von den kommunistischen Staaten "Union of Britain" und "Commune of France" aus.

Einen guten, ersten Einblick bietet die Auseinandersetzung mit den deutschen Kriegszielen, etwa im so genannten Septemberprogramm von 1914. Da deutet sich schon einiges an.

Kernpunkte waren:

  • Gebietserweiterungen im Westen: Belgien soll Gebiete abgeben, Luxemburg dem Deutschen Reich beitreten. Frankreich soll so geschwächt werden, dass es Deutschland nie wieder bedrohen kann.
  • Russland soll territorial weitgehend zerschlagen und alle nicht-russischen Völker in die Unabhängigkeit entlassen werden. Diese sollen dann zu deutschen Vasallen werden und eine Art "Satelliten-Mauer" an der Ostgrenze des Reiches bilden, um Russland quasi für immer aus Europa "rauszuschmeißen" und Deutschland im Osten vor jeglicher Bedrohung abzuschirmen.
  • Es soll eine mitteleuropäische Wirtschafts- und Zollunion gebildet werden, in der Staaten wie die Niederlande, Dänemark usw. formell unabhängig bleiben, tatsächlich aber zu deutschen Klientelstaaten herabgestuft werden. Auch Österreich sollte unter deutsche Dominanz fallen.

Insgesamt fällt auf, dass bei diesen Ideen relativ wenig auf direkte Gebietsgewinne, dafür aber umso mehr auf indirekte Machtausübung und wirtschaftliche Dominanz geachtet wurde.

Ob ein solches Friedenskonzept von langfristiger Dauer gewesen wäre, ist natürlich fraglich.

...zur Antwort

Im Endeffekt ist es Wurscht, an wen meine Erststimme geht. Ich lebe in einem Einparteien-Wahlkreis, in dem seit Menschengedenken immer nur eine Gruppe gewinnt. Etwa so, als würde man in den USA in Idaho oder New York leben.

...zur Antwort

Ich war immer "stiller Atheist" - sprich: ich habe an keine Götter geglaubt, mich nie für Götter interessiert, mich aber auch nicht aktiv als Atheist bezeichnet.

Irgendwann erwachte dann mein Interesse an Religion und Spiritualität. Ich begann, mich mit unterschiedlichen Glaubens- und Gottesbildern zu befassen. Ich habe mehrere Heilige Schriften und auch wissenschaftliche Literatur zu theologischen Themen gelesen.

Heute, nachdem ich die verbreitetsten Gottesvorstellungen überprüft und für mich verworfen habe, bezeichne ich mich in dieser Frage aktiv als Atheist. Genauer gesagt: als agnostischer Atheist.

...zur Antwort

Ich kenne diesen Film, er soll angeblich zumindest teilweise auf realen Fällen basieren.

Wie oft solche Verbrechen in der Realität passieren, kann man wohl nicht wissen. Aber da es immer wieder Vermisstenfälle gibt, die auch nach vielen Jahren nicht aufgeklärt werden können, ist es durchaus vorstellbar, dass solche Szenarien schon passiert sind.

...zur Antwort

Ich kann mich an tolle Diskussionen mit manchen Nutzern erinnern, bei denen man super harmonierte und die mir viel Freude bereitet haben.

Auch die liebevollen Dankesworte eines Fragestellers, dem mein Rat bei einem familiären Problem geholfen hat, haben mich damals tief berührt.

Aber das alles ist nun schon Jahre her, und die Community hat sich sehr verändert... Leider nicht zum Positiven.

Die meisten der alten Nutzer, die ich noch kannte, sind offenbar längst verschwunden, und solche tiefgründigen, persönlichen und niveauvollen Fragen, wie ich sie damals täglich beantwortet habe, sucht man heute mit der Lupe. Die Seite quillt über von sexbesessenen Teens, religiösen und politischen Hetzern und Belanglosigkeiten, die niemanden mehr hinter'm Ofen hervorlocken.

...zur Antwort

Reddit ist weniger an ein bestimmtes Format gebunden als gutefrage. Du findest dort so ziemlich alles, was du dir vorstellen kannst... Und vielleicht sogar noch mehr. Ich würde es als eine Art offizielle Irrenanstalt des Internets bezeichnen.

Dabei ist reddit in den letzten Jahren bereits deutlich zahmer geworden. Es gab Zeiten, da wurde dort offen mit Drogen gehandelt. Andere haben eindeutig sexuell ausgerichtete Kinderfotos geteilt, mit den entsprechenden Kommentaren inklusive. Es gab auch ein subreddit für Kannibalen, auf denen derart üble Schockbilder gepostet wurden, dass man vor Entsetzen vom Stuhl gefallen ist und hinterher keinen Bedarf mehr hatte, zu Abend zu essen.

Dank sehr viel öffentlicher Empörung gibt es auf reddit mittlerweile etwas, das man mit viel gutem Willen als "Moderation" bezeichnen könnte. Absolut nicht mit gutefrage.net vergleichbar, man kann dort immernoch ziemlich düstere Inhalte finden.

Seit die Seite wenigstens minimal reguliert wird, haben sich die Drogendealer, Kinderschänder und Kannibalen zum größten Teil ins Deepweb verzogen. Reste dieser Communities gibt es dort aber heute noch. Selbst das deutschsprachige reddit ist mehr als fragwürdig, so werden z.B. ganz offen volksverhetzende Inhalte einfach stehen gelassen, weil die Moderatoren in den jeweiligen subreddits oft selbst mit diesen Ansichten übereinstimmen.

Ich nutze reddit mittlerweile nur noch als Quelle für Browsergames, Mods und Ähnliches. Nach dem sonstigen Müll der dort grassiert habe ich keinen Bedarf.

...zur Antwort

Ja, natürlich. Du kannst im Wahl-O-Mat die Statements der einzelnen Parteien zu den jeweiligen Thesen nachlesen. Diesbezüglich kann also kein Betrug stattfinden.

Die einzige Möglichkeit, bei diesem Konzept überhaupt zu manipulieren, liegt in einer selektiven, unausgewogenen Themenauswahl. So etwas konnte ich beim Wahl-O-Maten aber bisher nicht wirklich feststellen.

Und ja - da das Programm eine gute Übersicht zu diversen wichtigen Themen bietet, kann es meine Wahlentscheidung durchaus beeinflussen, wenn ich z.B. zwischen zwei Parteien schwanke.

...zur Antwort

Hui, das wäre echt schwierig. Auf der einen Seite eine marktradikale Kapitalistenpartei, auf der anderen eine, die frisch aus Putins Rektum gekrochen kam...

Ich denke, da würde ich von meinem Recht Gebrauch machen, auf die Teilnahme an der politischen Willensbildung zu verzichten. Oder kurz gesagt: ich wäre Nichtwähler.

...zur Antwort

Bei manchen Mitschülern habe ich das erlebt, ja. Ein Mädchen aus der Nebenklasse zum Beispiel. Sie war nicht wirklich "hässlich", aber wenig attraktiv, sehr unscheinbar. Äußerlich nicht allzu sehr zurechtgemacht, kaum geschminkt, unspektakulär gekleidet, charakterlich extrem still und ängstlich, eine Außenseiterin. Der Begriff "Graue Maus" passte bei ihr wohl ganz gut.

Ein paar Jahre nach der Schule - wir müssen etwa Anfang 20 gewesen sein - hab ich sie zufällig wiedergesehen und hab einen richtigen Schock bekommen: aus ihr ist eine wahnsinnig hübsche und attraktive junge Frau geworden. Auch ihr ganzes Auftreten hat sich komplett verändert, sie lachte jetzt öfters, wirkte lebensfroh und optimistisch. Wir haben uns noch etwas über die gemeinsamen Erinnerungen an die Schulzeit ausgetauscht, aber ein fester Kontakt ist nicht mehr draus geworden.

Ich freue mich für sie, dass sie so eine tolle Entwicklung hingelegt hat.

...zur Antwort

Das ist eben das typische Geheule der AfD-Fanboys.

Es ist schon lustig: einerseits hetzt man ständig gegen die "Altparteien", fantasiert davon, dass man deren Vertreter "jagen", "an die Wand stellen" und "das Land aufräumen" wolle... Wenn die "Altparteien" dann aber unter sich bleiben und nicht mit der AfD spielen wollen, fließen die Tränen.

So lange sich die AfD selbst voller Stolz als der Badboy unter den deutschen Parteien inszeniert, braucht sie sich nicht wundern, wenn sie von der politischen Macht so weit entfernt bleibt wie Äthiopien von einer bemannten Marsmission.

...zur Antwort