Existenzkrise/ Derealisation?
Hallo, ich habe seit mehreren Monaten Probleme mit Derealisation und wollte wissen ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie er damit umgegangen ist. Angefangen hat es, als ich mir immer wieder sehr philosophische Fragen gestellt habe über das Universum, die Realität, den Sinn des Lebens, meine eigene Existenz, Existenz allgemein, Bewusstsein, ob es einen freien Willen gibt etc. Ich bin immer wieder in ein Thema nach dem anderen „reingerutscht“ was zu manchmal schwächerer, manchmal stärkerer Derealisation geführt hat.
Teilweise hab ich hinterfragt ob überhaupt irgendetwas real ist, ob andere Menschen oder ich überhaupt existieren und ähnliches. In solchen Momenten kommen mir auch alle Menschen in meinem Umfeld, Familie etc. fremd vor, was auch zu Panik führt. Ich habe dann auch das Gefühl, ich weiß selbst nicht mehr, wer ich bin und alles fühlt sich schrecklich an.
Über den Sinn des Lebens hab ich auch viel nachgedacht, ich glaube nicht an einen Gott oder ähnliches, für mich hat das Leben keinen tieferen Sinn und generell denke ich, dass der Mensch solche Fragen einfach nicht beantworten kann.
Vermutlich macht jeder Mensch sich darüber Gedanken, aber ich schaffe es da oft nicht wieder raus und fang wieder an alles zu hinterfragen. Ich kann mich dann auf nichts konzentrieren und es fällt mir teilweise schwer den Alltag zu bewältigen und mich normal zu fühlen und zu verhalten.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps oder Ratschläge damit umzugehen? (Ich bin weiblich und unter 18 falls das hilft)
Diese Zustände wurden zum Glück immer wieder schwächer nach einiger Zeit und ich fühle mich nach ein paar Stunden oder Tagen wieder wie „ich“ oder einfach „normal“
Ich versuche einfach zu akzeptieren, dass ich keine Antworten finden werde, allerdings kann ich oft nicht aufhören zu grübeln und habe dann das Gefühl verrückt zu werden.
1 Antwort
Zusammenhang zwischen Derealisation und philosophischen Fragen ist etwas schwer zu verstehen… Derealisation kann eine Komorbidität von Depressionen oder zum Beispiel einem Trauma sein…
Eigentlich ist es am besten zur Selbsterkenntnis zu gelangen, denn letztlich kannst nur Du dir selbst helfen, weil nur Du dich selbst am besten kennen kannst und weisst was gut für dich ist!
Philosophieren ist eine Gabe, vielleicht solltest du sie nutzen und daraus etwas erschaffen! Es braucht Mensch wie dich, welche den Dingen auf den Grund gehen und diese hinterfragen!
Ja, kann durchaus möglich sein, ist nur etwas schwer zu verstehen, wenn man das selbst nicht so erlebt! Ich habe die Derealisation aus psychopathologischen Gründen.
Ja, mir geht es auch eher darum mit der Derealisation umzugehen, als Antworten auf die Fragen zu finden. Ich philosophiere zwar gerne aber da es zu 99% der Fälle in Derealisation oder Panik endet versuche ich eben eher, nicht zu viel nachzudenken.
Wirklich sehr speziell so etwas…
Wenn es sehr belastet würde ich das bei einem Psychotherapeuten besprechen.
Naja wenn ich meine eigene Existenz hinterfrage bzw. zu lange darüber nachdenke, ist Derealisation doch eine nachvollziehbare Folge?