Coming-Out?

3 Antworten

Ich frage mich, was die Menschen dazu bewegt, sich zu "outen". Als wäre es in der heutigen Gesellschaft so abwegig und verpönt, etwas anderes als heterosexuell zu sein.

Es bedarf da schon lange kein Outing mehr. Oder fühlt man sich dann "besonders", wenn man meint, sich outen zu müssen? Ich verstehe es nicht.

Wäre ich bi oder homosexuell würde ich frei danach leben und es auch so wertfrei kommunizieren, ohne es als "Outing" zu betrachten, da es in der Gesellschaft genauso etabliert ist wie Heterosexualität.

Ja, ich m21 habe es durchgezogen. Es war für mich der emotionalste und schwierigste Moment in meinem Leben (abgesehen von Beerdigungen natürlich). Meine Mutter hat einfach nur großartig reagiert, als ich ihr gesagt habe, dass ich schwul bin. Sie hat gemeint dass es ihr Zitat „scheißegal ist“, mit wem ich zusammen bin, Hauptsache ich bin glücklich. Ich hatte die Monate vor meinem Outing eine psychisch bedingten Hustenreiz und meine Mutter hatte schon immer so ein Gefühl dass ich nicht auf Mädchen stehe. Seitdem unterstützt sie mich voll krass und bald gehe ich auch in eine queere Jugendgruppe. Bin schon sehr nervös, mich in einem geschützten Raum aber dennoch öffentlich zu outen aber in dieser Jugendgruppe sind alle entweder bi, schwul oder lesbisch…oder sie wissen es noch nicht.

Man kann sagen dass es mir mit meinem Outing besser geht als je zuvor und ich bin einfach glücklich darüber dass ich mich auch in der Jugendgruppe angemeldet habe

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja, aber nur bei engsten Freunden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung