Warum wird beim Thema Kriminalität nicht nach Migrationshintergrund differenziert?

10 Antworten

Die PKS ist der Tätigkeitsnachweis der Polizei. Er kann für kriminalistische oder soziologische Analysen nur dann Daten liefern, wenn mit Verstand und Rücksicht auf Methodik und Randeffekte ausgewertet wird.

Rassisten und Menschenfeinde legen aber keinen Wert darauf, dass der Verstand benutzt wird. Ihr Ziel ist es, Hass zu schüren, und dabei stört nichts mehr, als Rationalität. Dann kommt es massiv zu Fehlschlüssen, Scheinargumentationen und Ablenkungsmanövern.

Es läge so oder so keine Bedeutsamkeit in den erwähnten Zahlen. Verallgemeinerungen über Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion usw., auch ihres Alters, taugen einfach nichts für vernünftige, gebildete Menschen. Sie sind Zeitvergeudung.


RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:25

Aha und warum sollte die Erhebung einer objektiven Statistik im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung "Zeitvergeudung" sein? Eine solche Statistik wäre doch beispielsweise für die Polizei durchaus nützlich. Warum möchtest du die Bildung krimineller Strukturen fördern und den Diskurs mit unbegründeten und inhaltlich leeren Schlagworten vergiften? Wenn du die grundlegende Prämisse nicht teilst, dass Kriminalitätsbekämpfung etwas Gutes ist, dann werden wir wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

GWEckenberg  03.04.2025, 06:32
@RiskanterRolf

Da haben wir schon die erste haltlose Unterstellung. Wenn das Ziel irrational ist, werden vernünftige Argumente nicht helfen, deshalb geschieht sowas.

Die Polizei unterliegt bereits einem migranten-/ausländerkritischen Bias, Stichwort "racial profiling". Mehr davon braucht kein Mensch, und die Polizei braucht sicher keine Nachhilfe aus der Presse oder den sozialen Medien.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:35
@GWEckenberg

Wäre "racial profiling" angebracht, wenn bestimmte Ethnien häufiger kriminell werden würden?

GWEckenberg  03.04.2025, 06:39
@RiskanterRolf

Sagte ich schon: eine größere statistische Zahl befreit nicht davon, jeden Einzelfall neu und objektiv zu beurteilen. Vorurteile führen zu Unfairness. Verallgemeinerungen sind Zeitvergeudung.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:40
@GWEckenberg

Also sollten wir nach deiner Logik gar keine Statistiken mehr erheben? Das wäre aber mehr als unlogisch. So könnte man ja gar nicht mehr gezielt die Ursache für Kriminalität bekämpfen. Jeden Fall einzeln zu bewerten ist logistisch unmöglich und nicht machbar.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:44
@GWEckenberg

Außerdem ist nicht jede Statistik eine Verallgemeinerung, man kann Statistiken differenzieren. Meine angeführte Methodik würde ja sogar Verallgemeinerung gegenüber jungen Männern bekämpfen.

GWEckenberg  03.04.2025, 06:44
@RiskanterRolf

Über den Nutzen von Statistiken bei der polizeilichen Arbeit soll Polizei und Kriminalwissenschaft befinden, aber im Grundsatz ist Unvereingenommenheit besser, als Vorurteilsbehaftung. Deine Folgerung ist ein Slippery-slope-Argument.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:46
@GWEckenberg

Was soll dieses Authoritätsargument? Natürlich kann ich meine Kritik an der Statistik kundtun. Und falls meine Kritik eine gute Begründung hat, sollte man das auch in Betracht ziehen.

GWEckenberg  03.04.2025, 06:58
@RiskanterRolf

Auf welche Autorität hätte ich mich berufen? Ich brachte kein Autoritätsargument.

Falls Du konkrete Kritik an Vorverurteilung wegen Alters hast, bin ich bei Dir. Damit hat Migrationshintergrund aber nix zu tun.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 07:13
@GWEckenberg
Über den Nutzen von Statistiken bei der polizeilichen Arbeit soll Polizei und Kriminalwissenschaft befinden.

Ich kann trotzdem begründete Kritik an Methodik von Statistiken äußern.

GWEckenberg  03.04.2025, 09:50
@RiskanterRolf

Deine Kritik gegen pauschale Aussagen, wo es sie gibt, wäre gerechtfertigt.
Doch mir erscheint es gerade, korrigier mich gern, falls ich mich irre, dass Du die pauschalen Aussagen nur durch andere pauschale Aussagen ersetzen möchtest, die nicht junge Männer im Allgemeinen, sondern junge Männer mit Migrationshintergrund in den Fokus stellen.

Deinem Anspruch auf sachliche, empirisch fundierte und methodisch saubere Analyse kannst Du nicht entsprechen, wenn Du aus der Menge statistischen Materials auf die Kirschen verweist, die Du daraus pflückst, um Menschen mit Migrationshintergrund pauschal mit Kriminalität zusammenzubringen.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 09:53
@GWEckenberg

Ich meine das wird schon differenziert, warum wird es nicht einfach veröffentlicht. Sehr viele Menschen nehmen z. B. Leute mit "MENAPT"-Migrationshintergrund als krimineller war. Warum darf man das nicht so veröffentlichen? Natürlich korreliert deren Kohorte auch mit soziökonomischen Faktoren, aber man könnte doch trotzdem diese Statistik veröffentlichen.

theodoravontane  03.04.2025, 10:01
@RiskanterRolf

Es sind doch gerade die rechten, die den Diskurs vergiften, indem sie die Deutungshoheit für sich beanspruchen und z.B. seltsame Fragen stellen, die zwar unbegründet sind aber soweit verfangen, daß manche Zeitgenossen der Meinung sind, die - übrigens falschen - Antworten würden irgendein Problem lösen.

Sowas nennt man gemeinhin Populismus und ich habe so ein ganz kleines bisschen das Gefühl, daß Du darauf reingegfallen bist. Aber das macht erst mal nichts, denn Du fragst ja nach und scheinst lernen zu wollen. Du bist vielleicht noch nicht ganz an die Rechtsextremen der AfD verloren.

GWEckenberg  03.04.2025, 10:19
@RiskanterRolf

Solche Nachrichten füttern den falschen Hund. Menschen, die haltlose ausländerfeindliche Klischees und Ressentiments pflegen und schüren möchten, werden solche Nachrichten gerne lesen und verbreiten, weil sie undifferenziert und einseitig betrachtet deren Narrative zu belegen scheinen.

Dieser Scheinbeleg hat aber keinen Mehrwert für irgendwen, außer genau für die politischen Akteure, die aus solcher Irrationalität Profit in Form von Wähler*innenstimmen und Posten schlagen. Posten, die dann schlecht besetzt sind, wie es viele Beispiele belegen, aktuell beispielsweise das von Marine Le Pen aus Frankreich. Weil solche Menschen entweder dumm sind oder unredlich bis kriminell. Weil es andere Gründe, Unwahrheiten zu befeuern, in der Politik nicht gibt.

theodoravontane  03.04.2025, 10:41
@RiskanterRolf
Ich kann trotzdem begründete Kritik an Methodik von Statistiken äußern.

Klar. Aber wusstest Du, daß jede dritte Statistik, die die methodischen Schwächen von Statistiken aufzeigen soll, laut Statistik Blödsinn ist?

Nicht? Siehst Du, ich auch nicht.

Und wusstest Du, daß dagegen statistisch gesehen ~99,9 Prozent aller Fragen und Behauptungen, die darauf abzielen, bestimmte Bevölkerungsgruppen schlecht dastehen zu lassen, populistischer Mist sind?

Weil sie die Wahrheit nicht zugeben möchten und deswegen jegliche Erfassung von Daten vermeiden, die das Ausmaß ihrer Kriminalität beschreibt. Bestimmte Ethnien sind so extrem auffällig bei bestimmten Kriminalitätsphänomen, dass das nur Linksradikale noch negieren.

Du willst also wissen, warum beim Thema Kriminalität nicht nach Migrationshintergrund differenziert wird? Weil genau solche Fragen wie deine das Problem auf den Punkt bringen! Es wird bewusst verzerrt, um eine Story zu erzählen, die der eigenen politischen Agenda dient. Die PKS macht keine Differenzierung, weil sie bewusst das Bild des „normalen Deutschen“ aufrechterhalten will. Das ist bequemer, als die Realität zu sehen. Denn was passiert, wenn man ehrlich ist und zugegeben wird, dass ein erheblicher Teil der Kriminalität mit den Bedingungen zusammenhängt, unter denen Menschen mit Migrationshintergrund leben müssen? Was passiert, wenn man anerkennt, dass Rassismus und Diskriminierung in dieser Gesellschaft für ein massives soziales Ungleichgewicht sorgen, das dann in Kriminalität mündet?

Die Clankriminalität, die du ansprichst, ist ein Paradebeispiel dafür, wie die öffentliche Diskussion die Ursachen einfach ignoriert, um eine vereinfachte, rassistische Erzählung zu stützen. Anstatt die sozialen Missstände zu benennen, die dazu führen, dass Menschen aus bestimmten Migrantenfamilien in kriminelle Strukturen abrutschen. Armut, mangelnde Perspektiven, soziale Isolation, wird das alles einfach in den Topf der „problematischen Kulturen“ geworfen. Ja, viele dieser Täter haben Migrationshintergrund, aber was wird dabei vergessen? Die Lebensrealität, die dazu führt, dass diese Menschen in Clans abgleiten, statt die gleichen Chancen zu bekommen wie alle anderen.

Und was die ganze Sache mit der „kognitiven Dissonanz“ angeht, die du ansprichst: Genau das ist es! Menschen, die diese Debatte führen, wollen einfach nicht die unangenehme Wahrheit sehen, dass der Ursprung von Kriminalität tief in der sozialen Ungleichheit verwurzelt ist.

Das wird ganz bewusst so gehandhabt, da die Zahlen dann noch dramatischer wären, als sie es ohnehin schon sind.

Und nachdem man damit angefangen hat die deutsche Staatsbürgerschaft zu verschleudert, ist das natürlich noch fragwürdiger.

Rassismus ist scheisse und hat in öffentlichen Statistiken nichts zu suchen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Siamo tutti Antifa

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:39

Warum soll die Erhebung einer Statistik rassistisch sein? Statistiken stellen die Faktenlage dar? Fakten können nicht rassistisch sein.

Nadagain  03.04.2025, 06:40
@RiskanterRolf

Du möchtest eine rassistische Statistik, die Ethnien von einander trennt. Das nennt sich Rassismus.

RiskanterRolf 
Beitragsersteller
 03.04.2025, 06:45
@Nadagain

Das Axiom "rassistisch" führst du einfach ohne Begründung an? Ein Zirkelschluss also? Überzeugend!

Nadagain  03.04.2025, 06:45
@RiskanterRolf
Du möchtest eine rassistische Statistik, die Ethnien von einander trennt. Das nennt sich Rassismus.