Ist mein Fasten gebrochen?
Salam und Ramadan Mubarak an alle! Ich habe eine Frage bezüglich des Fastens. Ich hatte meine Periode und hab dann gestern Abend die Ganzkörperwaschzng durchzogen um heute mitfasten zu können. Um 14 Uhr ist mir in meinem etwas dunklem Badezimmer aufgefallen, dass ich doch noch meine Periode hab, also ich dachte wirklich da wäre Blut. Daraufhin habe ich Wasser getrunken. Eine Stunde später ist mir aufgefallen, dass es bloß brauner Ausfluss gewesen ist, kein Blut. Was soll ich jetzt tun? Einfach weiterfasten bis iftar (noch 2std) weil ich wirklich dachte es wäre Blut oder soll ich den Tag nachfasten?
3 Antworten
Wa 3alaikum salam rahmatullah. Ramadan mubarak.
In deinem Fall hast du Wasser getrunken, weil du irrtümlich angenommen hast, dass deine Periode noch nicht vorbei war. Da sich später herausgestellt hat, dass es nur brauner Ausfluss war und nicht Blut, stellt sich die Frage, ob dein Fasten trotzdem gültig bleibt.
Ja, denn brauner Ausfluss nach der Periode zählt nicht als Menstruationsblut, sondern als Reinheitsphase, und du warst bereits reingewaschen.
Das bedeutet, dass dein Fasten tatsächlich noch gültig war.
Nein, du hast aus Unwissenheit und falscher Annahme getrunken, nicht mit der festen Absicht, das Fasten zu brechen.
Im Islam gilt die Regel: „Taten werden nach den Absichten beurteilt.“ (Bukhari & Muslim)
Wenn jemand aus Unwissenheit oder Irrtum isst oder trinkt, ist das Fasten nicht gebrochen.
Da du getrunken hast, weil du glaubtest, dein Fasten sei ohnehin ungültig, musst du den Tag nachfasten, da du aktiv Wasser getrunken hast.
Falls du dir unsicher warst, hättest du am besten bis zum Iftar weitergefastet und das Urteil später geklärt. Da das aber bereits passiert ist, bleibt die Lösung: Diesen Tag nachholen nach Ramadan, in sha Allah.
Wa Allahu 3alim...
Es gibt eine andere Welt, als jene, in der Du gedanklich (noch) gefangen bist.
Wie ist Gott denn wirklich?
Im Evangelium Markus, Kapitel 5,25-34 wird von einer Frau berichtet, die seit vielen Jahren am "Blutfluss" gelitten hatte. Sie galt im Judentum als unrein.
Sie vertraute auf den Heiland, den Messias Jesus, und berührte heimlich dessen Kleidung. Als Jesus es bemerkte, sprach er zu der Frau, die augenblicklich geheilt war, mit den Worten: "Dein Glauben hat Dir geholfen."
Im Handeln des Messias Jesus erkennen wir, wie Gott wirklich ist:
KEINER IST ZU SCHMUTZIG, ZU SCHULDIG ODER ZU UNREIN, UM NICHT VOR GOTT KOMMEN ZU DÜRFEN.
So, wie die "unreine" Frau die Kleidung des Messias berühren durfte, so dürfen auch wir Gottes Nähe in jedem Zustand und in jeder Lage suchen und IHN ganz persönlich im Gebet "berühren". UNSER LIEBENDER GOTT WIRD NIEMANDEN ABWEISEN. Auch Dich, Dein Gebet oder Dein Fasten, liebe Fragestellerin Juckt7442, wird der wahre, der eine Gott nicht abweisen. :-)
Den Tag einfach nachfasten.