Zum Verständnis, ich arbeite beim Tierarzt, meine beiden Hunde gehen fast täglich mit zur Arbeit. Er war damals ein Notkaiserschnitt weil die "Züchterin" zu lange gewartet hat und der Welpe schon einige Stunden im Geburtskanal steckte. Ich habe ihn aber reanimiert bekommen. Er war putzmunter als wir ihn dann der "Züchterin" mitgaben. Am Abend rief sie an, er hätte den ganzen Tag nichts getrunken (frühmorgens war der Kaiserschnitt) und würde keine Lebenszeichen mehr haben. In der Praxis hatte der Welpe dann eine Körpertemperatur von 29,9°C!!! Leute, er war Mal wieder dem Tod näher als dem Leben. Auf die Frage mit was sie die kleinen dem wärmt, kam nur ein Achselzucken. Die Dame war komplett überfordert. Sie hatte weder Milch zum zu füttern, was man macht wenn man merkt der Welpe trinkt nicht von alleine, noch hatte sie eine Infrarotlampe weder eine Heizmatte, noch eine richtige Wurfbox. Diese war lediglich ein Käfig mit ein paar Handtücher ausgelegt. Ich hab den Kleinen dann unter meine Fittiche genommen und musste ihn 3 Tage mit der Magensonde ernähren, jede halbe Stunde!!! Als er nach 3 Tagen dann stark genug war um selbst zu trinken, ging er wieder zurück zur Mutterhündin. Als ich ihn brachte, habe ich eben die katastrophalen Zustände gesehen. Wie gesagt einfach nur ein liebloser Käfig, der mitten in einem Raum stand, keine Heizmatten oder Wärmelampen. Und es war Mitte November! Draußen lag Schnee. Der Käfig war mit ein paar Handtücher ausgelegt , die Welpen lagen aber verstreut und teilweise auf dem planken Eisen. Ich erkundige mich oft nach dem Welpen, weil ich ein ungutes Gefühl hatte ihn in der Umgebung zurück zu lassen. Ein paar Tage später, kam auf meine Frage wie es ihm denn geht in etwa folgende Antwort "er hat seit 2 Tagen Durchfall und trinkt nicht, ich glaube er stirbt eh". Es war so schrecklich...
Mein Angebot, sich helfen zu lassen und dass ich ihn wieder zufüttere, schlug sie ab. Sie meinte es ist jetzt Gottes Wille ob er durchkommt oder nicht, wir Menschen dürften uns nicht zu sehr in alles Einmischen.
Zum Glück hat er aber überlebt und ohne zu zögern kaufte ich ihn ihr in einem Alter von 8 Wochen ab. Noch zu einem sehr sehr stolzen Preis... Obwohl ich ihm zweimal das Leben gerettet habe und es ohne mich den Welpen gar nicht geben würde. Zudem muss ich dazu sagen, dass ich die Intensive Betreuung am Anfang freiwillig gemacht habe und nichts dafür verlangt habe. Ich hatte da schon das Gefühl, dass sie dann nicht zustimmt dass ich den kleinen Pflege und er sterben wird, da ihr der Kaiserschnitt schon zu teuer. Hätte ich die 3 Tage und 3 Nächte in Rechnung gestellte, würde das sogar den Kaufpreis übersteigen.
Ich habe auch alles auf Bildern festgehalten, ihre zustande zu Hause etc. Ich dachte vielleicht wird es nochmal nützlich sein.