Okay, du kommst aus Österreich, dann beginne ich mit den Süden, auch wenn ich die Städte nur von Städtetrips kenne:
Bayern:
Rothenburg ob der Tauber: Das Städtchen ist der Inbegriff einer mittelalterlichen Stadt mit schönen Fachwerkhäusern und umgeben von der Stadtmauer. Die Stadt ist jedoch auch Zentrum des Massentourismus mit dementsprechenden Auswirkungen, wie ein ganzjähriger Weihnachtsmarkt.
Dinkelsbühl: Ebenfalls ein mittelalterliches mit Stadtmauer umgebenes Städtchen, nicht ganz so überfüllt mit Touristen.
Regensburg: Die Stadt stammt noch aus der Römerzeit. Die heutige Stadt ist geprägt von der mittelalterlichen Architektur einer sehr reichen Händlerstadt des Mittelalters. Diese bekriegten sich damals zeitweise gegenseitig. Davon zeugen noch die Geschlechtertürme, die man sonst nur aus Städten südlich der Alpen kennt.
Passau: Schön gelegene Universitätsstadt deren Altstadt sich auf einen Hügel sich befindet.
Wunsiedel: Sehr malerisches Städtchen. Das besondere ist das Felsenlabyrinth, die Luisenburg. Die hat schon Goethe besucht und war begeistert. Dort befindet sich ein Freilichttheater mit sehr guten Aufführungen.
Baden-Württemberg;
Laufenburg: Wunderschöne Doppelstadt mit zwei Stadtmauern. Eine Stadtmauer um die badische Stadt und eine um die schweizer Stadt. Beide Städte trennt nur der Rhein und die Staatsgrenze.
Freiburg im Breisgau: Durch die Bächlein die an den Seiten der Gassen der Altstadt entlang fließen besitzt die Stadt ein angenehmes Mikroklima. Vom Münster sehr schöner Blick über die Altstadt mit vielen schönen Fachwerkhäusern.
Bad Säckingen: Schöne Fachwerkaltstadt mit mittelalterlicher Holzbrücke über den Rhein zur Schweiz.
Ulm: Zumindest die badische Stadt Ulm besitzt eine schöne Altstadt mit Münster, von wo aus der Rundblick über die Doppelstadt lohnt. Vom bayrischen Neu Ulm schöner Panoramablick.
Rheinland-Pfalz:
Trier: Keine Stadt in Deutschland besitzt noch so viel Architektur aus der Römerzeit.
Nordrhein-Westfahlen:
Köln: Die Stadt wurde zwar im 2. Weltkrieg stark zerstört, dennoch gibt es zwölf bedeutende romanische große Kirchen und 13 kleinere in der Stadt zu bewundern. Reste aus der Römerzeit gibt es ebenfalls.
Xanten: Die Fachwerkstadt mit Stadtmauer gefällt mir. Das römische Freilichtmuseum lohnt sich für Römerfans wie mich.
Lemgo: Sehr schöne Altstadt, eine Besichtigung des Hexenbürgermeisterhauses und des Junkerhauses lohnen sich.
Sachsen-Anhalt:
Tangermünde: Nach einem Großbrand 1617 wurde die Altstadt mit reicher Verzierung als Fachwerkstadt völlig neu wieder errichtet. Man machte dafür Grete Minde verantwortlich, ließ sie foltern und umbringen, was sehr eindrucksvoll von Theodor Fontane beschrieben wurde. Von dort lohnt ein Abstecher zum Kloster Jerichow.
Wernigerode und Quedlinburg: Schöne Fachwerkstädte am Harzrand.
Schleswig-Holstein:
Lübeck: Als reiche Hansestadt gibt es noch Reste der norddeutschen Backsteingotik zu sehen. Vieles wurde im 2. Weltkrieg zerstört.
Mecklenburg-Vorpommern:
Greifswald, Stralsund, Wismar, Rostock: Ebenfalls einst reiche Hansestädte, die noch bedeutende Architekturen der norddeutschen Backsteingotik besitzen.
Niedersachsen: Hier bin ich zu Haus und kenne mich dementsprechend gut aus.
Lüneburg: Es ist die bedeutendste Hansestadt der norddeutschen Backsteingotik, denn sie wurde im 2. Weltkrieg nicht zerstört. Das Rathaus lohnt für eine Besichtigung, denn auch das innere blieb erhalten und ist sehr sehenswert.
Celle: Schöne große Fachwerkaltstadt mit Wasserschloss.
Goslar: Schöne Fachwerkstadt am Harzrand mit Kaiserpfalz und einem interessanten Besucherbergwerk.
Hameln: Kleine, aber feine Fachwerkstadt.
Bückeburg: Das Wasserschloss mit großer Parkanlage ist lohnend.
Stade: Die Fachwerkstadt wurde in den letzten Jahren sehr gut restauriert.
Osnabrück: Besitzt teilweise noch eine sehr schöne Altstadt.
Das war nur ein kleiner Überblick über ein paar, der vielen sehenswerten Städte. Davon gibt es reichlich. Gerade bei den kleineren Städten habe ich hunderte nicht erwähnt, die ebenfalls einen Besuch lohnen