Billig heißt nicht automatisch schlecht, aber oft hat ein extrem niedriger Preis seinen Preis: Jemand anderes zahlt dafür. Sei es durch schlechte Arbeitsbedingungen, mangelnde Umweltstandards oder geringe Haltbarkeit. Plattformen wie Shein oder Temu zeigen das ja besonders deutlich: Produkte sind extrem günstig, aber oft nur von kurzer Lebensdauer und werden unter fragwürdigen Bedingungen produziert.
Bei Lebensmitteln ist es nicht anders. Günstiger Tee enthält meist nur Bruch und kaum ganze Blätter. das mindert Aroma und Qualität. Zudem sind die Arbeitsbedingungen, unter denen Billig- Tees produziert werden, teilweise menschenunwürdig. Bei billigem Obst kommen oft lange Transportwege, hoher Wasseranteil und Pestizideinsatz dazu. Geschmack und Haltbarkeit bleiben auf der Strecke.
Billigfleisch ist ein besonders deutliches Beispiel: Es stammt fast immer aus Massentierhaltung, oft mit schlechter Fütterung und fragwürdigen Produktionsbedingungen. Das Tierwohl leidet, und auch Geschmack sowie Qualität sind meist deutlich schlechter.
Billig bedeutet häufig kurzlebige Materialien, kaum Service, Garantie oder Kulanz, Verzicht auf Beratung oder Unterstützung, Produktion auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt, höheres Risiko bei Gesundheit und Sicherheit
Es gibt Ausnahmen, etwa bei Eigenmarken oder Produkten ohne aufwändige Verpackung und Werbung. Doch meist lohnt sich ein kritischer Blick. Qualität, Nachhaltigkeit und Fairness kosten eben.