Bei einem Zweithund stellt sich immer die Frage, warum.
- Ein Zweithund macht doppelt so viel Arbeit
- Ein Zweithund verursacht doppelt so viele Kosten
- Mit einem Zweithund brauchst du doppelt so viel Platz
Meine Eltern haben mit der Mehrhundehaltung angefangen, weil die Hunde als Arbeitstiere gedacht sind. Wenn der Ersthund in absehbarer Zeit in Rente geht, kann man den Zweithund schon auf seine Rolle vorbereiten. Meine Schwester hat ihr Rudel, da man Greyhounds wunderbar zu vielen halten kann, ohne sich allzu große Sorgen um Verträglichkeit machen zu müssen. Wenn man den Charakter seiner Hunde kennt, ist es nicht schwer einen Gegenpart zu finden.
Als Beispiel: Wenn man zu zwei kopfstarken Rüden einen weiteren Rüden dazu setzt, wird es knallen. Eine selbstsichere Hündin weicht diese Dynamik auf und reduziert das "Knistern" im Rudel.
Ich habe "nur" einen Hund, weil es mir an Platz und Ressourcen für mehr Tiere fehlt.
Als Grundüberlegungen solltest du dich folgendes fragen
- Ist mein Hund für einen Zweithund geeignet, oder wird er "untergehen"? In der ersten Zeit wird der Ersthund zwangsläufig zurückstecken müssen. Du wirst beide Hunde einzeln arbeiten, trainieren und erziehen, damit sich schlechte Angewohnheiten nicht wie die Grippe ausbreiten. Das ist zeitaufwendig. Auch getrennt spazieren gehen muss erstmal sein.
- Ist mein Hund "fertig " genug, um als "Mitläufer" zu funktionieren? Der Ersthund sollte möglichst keine großen Probleme und Baustellen haben, damit deine Zeit und Ressourcen nicht noch weiter aufgerieben werden.
- Ist mein Hund "sicher" genug für einen Zweithund. Sprich, kann dein Hund mit einem anderen Hund im Alltag umgehen und ist er in seiner Kommunikation sauber und deutlich genug, um in eventuellen Konflikten nicht unterzugehen.
Und dann natürlich: Bist du sicher genug, um das Leben im Rudel zu managen?